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Irritierte Ordnung
die gesellschaftliche Verarbeitung von Terror
Verfasserangabe: Ronald Hitzler ... (Hg.)
Jahr: 2003
Verlag: Konstanz, UVK Verl.-Ges.
Mediengruppe: Buch
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: GP.BT Irri / College 3a - Gesellschaft, Politik Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
Die Beiträge dieses Bandes befassen sich mit den Erschütterungen, die die Erfahrung von Terror in einer Gesellschaft und insbesondere in ihrem Verständnis von sich selbst erzeugt. Sie analysieren die Strategien, wie Gesellschaften Terror deuten, wie sie die Erfahrung von terroristischer Gewalt zu bewältigen versuchen und wie sie mit anhaltender Bedrohung durch Terror umgehen. Im Zentrum stehen dabei symbolische Prozesse. Denn Terror irritiert nicht nur die symbolische Ordnung einer Gesellschaft, sondern bringt nicht selten auch deren Ordnung der Symbole zum Einsturz. Letzteres geschah bei der Zerstörung der Twin Towers am 11. September 2001. Terror zerstört die Erfahrung alltäglicher Normalität, die wiederum relative Verhaltens- und Erwartungssicherheit konstituiert und sichert. Daher deutet die Gesellschaft nach dem Terror den Terror und ordnet ihn in die symbolische Ordnung ein. Sie braucht eine neue Ordnung der Symbole. Zu diesem Zweck stehen gesellschaftliche, meist medial gestützte Praktiken und Routinen zur Verfügung, die die Wiederherstellung einer neuen gesellschaftlichen Normalität ermöglichen. --- "Das Verständnis, das eine Gesellschaft von sich selbst hat, wird durch die Erfahrung von Terror abrupt und nachhaltig erschüttert. An diesem Punkt setzen die Beiträge dieses Bandes an. Sie analysieren die Strategien, wie Gesellschaft Terror deutet, wie sie sich nach dem Terror ihrer kollektiven Identität von neuem zu versichern sucht und wie sie mit der real oder vermeintlich anhaltenden Bedrohung durch Terror umgeht. Im Zentrum stehen dabei symbolische Prozesse. Nach dem Angriff auf die Ordnung der Symbole oder gar ihrer Zerstörung sind es gesellschaftliche, meist medial gestützte Praktiken und Routinen, die die (Re)konstruktion von Normalität ermöglichen." (Autorenreferat). Inhaltsverzeichnis: Ronald Hitzler, Jo Reichertz: Die gesellschaftliche Verarbeitung von Terror (7-9); Kapitel I. Terror und Gewalt: Herfried Münkler: Grammatik der Gewalt (13-29); Anil K. Jain: 'Terror' oder die Normalität des Schreckens (31-49); Hans-Georg Soeffner: Terror als Form faszinierender Gewalt (51-68); Kapitel II. Alte und neue Formen des Terrors: Trutz von Trotha: Kriege der Niederlagen (71-93); Heinz Bude: Die Rache der Überflüssigen (95-101); Peter Gross, Ronald Hitzler: Wir Terroristen (103-121); Kapitel III. Deutungen des Terrors: Matthias Junge: Die Deutungen des 11. September in ausgewählten Tageszeitungen (125-137); Michael Schwab-Trapp: Der 11. September und der Zwang zum Konsens (139-155); Joan Kristin Bleicher: Terror made in Hollywood (157-171); Karen Michels: 'Wofür wir heute Symbole bauen': Entwürfe für Ground Zero (173-195); Kapitel IV. Bearbeitung von Terror: Heinz Steinert: Selektive Realitäts-Konstruktion und populistische Politik (199-214); Jo Reichertz: Umbau, Renovierung oder neuer Anstrich? (215-240); Daniela Klimke, Rüdiger Lehmann: Auf der Suche nach der verlorenen Ordnung (241-258); Kapitel V. Die Welt nach dem Terror: Hermann Schwengel: Nach Terror, Krieg und Krise (261-274); Ulrich Beck: Weltrisikogesellschaft revisited: Die terroristische Bedrohung (275-298).
Details
VerfasserInnenangabe: Ronald Hitzler ... (Hg.)
Jahr: 2003
Verlag: Konstanz, UVK Verl.-Ges.
Systematik: GP.BT
ISBN: 3-89669-751-X
Beschreibung: 304 S. : Ill.
Beteiligte Personen: Hitzler, Ronald [Hrsg.]
Mediengruppe: Buch