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Das Wunder vom Ende der Kriege
Erlebnisse im letzten Krieg
VerfasserIn: Weinreb, Friedrich
Verfasserangabe: Friedrich Weinreb
Jahr: 1985
Verlag: Weiler, Thauros-Verlag
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
Den Kriegshandlungen entspricht eine Ballung innerer Erlebnisse aus Thora und Überlieferung. Das Unglaubliche ist es, das in aussichtsloser Lage einbricht und den zum Tode Verurteilten immer wieder rettet. Weinreb erzählt parallel zu den äußeren Ereignissen "chassidische Kriegsgeschichten", die auf ganz neue Weise die Vielschichtigkeit der Wirklichkeit des Geschehens erleben lassen. - Friedrich Weinreb (geboren am 18. November 1910 in Lemberg, Österreich-Ungarn; gestorben am 19. Oktober 1988 in Zürich) war ein jüdisch-chassidischer Erzähler und Schriftsteller. Weinreb entstammte dem traditionellen osteuropäischen chassidischen Judentum. Seine Familie floh wegen der Kriegsereignisse 1916 nach Wien und wanderte in die Niederlande aus. Weinreb verbrachte die weitere Kindheit und Jugend in Scheveningen und studierte danach Volkswirtschaft in Wien und Rotterdam, wo er 1938 promovierte.
Während der deutschen Besetzung der Niederlande zwischen 1940 und 1945 gelang es Weinreb nach eigenem Bekunden, durch umsichtiges, unerschrockenes und listiges Handeln etwa 1500 niederländische Juden vor der drohenden Ermordung in den deutschen Vernichtungslagern zu bewahren. Ganz anders sahen das die niederländischen Behörden, die ihn nach dem Krieg verdächtigten, mit den deutschen Besatzern kooperiert zu haben. Er wurde wegen Kollaboration von Mitte 1945 bis Ende 1948 inhaftiert. In dieser Zeit begann er seine umfangreichen biografischen und religiösen Aufzeichnungen. Weinreb blieb auch danach in den Niederlanden äußerst umstritten. Eine im Auftrag der niederländischen Regierung erstellte Studie des Historikers Jacques Presser aus dem Jahr 1965 konnte Weinreb zunächst rehabilitieren. Einige Jahre später erschien ein Bericht des Rijksinstituut voor Oorlogsdocumentatie („Reichsinstitut für Kriegsdokumentation“), ein in den Niederlanden angesehenes staatliches Institut für die Geschichte des Landes im Zweiten Weltkrieg. Aufgrund zahlreicher Zeugenaussagen kamen die Forscher darin zu dem Schluss, Weinreb habe sich während des Zweiten Weltkriegs der Kollaboration und des Landesverrats schuldig gemacht. Anhänger Weinrebs haben diese Beschuldigungen stets bezweifelt. Die Auseinandersetzung um seine Person ist in den Niederlanden als „Affäre Weinreb“ bekannt. Sie führte dazu, dass Weinreb das Land für immer verließ. Weinreb hielt sich in den Jahren 1952 bis 1968 als Hochschulprofessor für Ökonometrie und Statistik in verschiedenen Ländern auf, zunächst von 1952 bis 1956 in Indonesien, dann von 1958 bis 1961 in der Türkei. Von 1961 bis 1964 war er wirtschaftswissenschaftlicher Berater bei den Vereinten Nationen in Genf. Zwischen 1968 und 1970 lebte er in Jerusalem, wo er sich intensiver als zuvor religiösen Themen aus der jüdischen Überlieferung zuwandte. Dies führte zu einer Reihe von Vorträgen in Europa, in den Niederlanden, in Deutschland und vor allem in Zürich, wo auch seine inzwischen zahlreichen Bücher und Schriften aus dem Gebiet der chassidischen und kabbalistischen Tradition erschienen. Seit 1970 lebte Weinreb ganz in Zürich und widmete sich ausschließlich der erzählerischen Vermittlung dieser Tradition. Auch nach seinem Tod 1988 blieb Weinreb in den Niederlanden äußerst umstritten. So wurde er vor allem von der Historikerin Regina Grüter in ihrem Werk Een fantast schrijft geschiedenis (1997) als Fantast und Hochstapler hingestellt, während andere Wissenschaftler sein Engagement im Krieg als Widerstand gegen die Judenverfolgung verstehen und seine Verdienste um die Vermittlung jüdisch-mystischer Traditionen würdigen. Weinreb beschäftigte sich vor allem mit der Auslegung des biblischen Wortes. In seinem Hauptwerk Schöpfung im Wort – Die Struktur der Bibel in jüdischer Überlieferung geht es ihm um den überzeitlichen „Sinn“ der hebräischen Bibel als Urkunde des Seins überhaupt, jenseits aller historisch beweisbaren Tatsachen. Wesentlich für jede biblische Lektüre ist für Weinreb die direkte Mittlerschaft des Wortes zwischen Gott und dem Hörer des Textes. Voraussetzung für ein tieferes Verständnis der Bibel ist dabei die Anerkennung der hebräischen biblischen Sprache als wesentlicher Mitteilung grundlegender überzeitlicher Wahrheit. Dabei kommen vor allem kabbalistische Überlieferungen zum Tragen, die einen Zusammenhang zwischen Wort und Zahl aufzeigen. Auf dieser biblischen Grundlage entstanden weitere Vorträge und Texte Weinrebs zu verschiedenen Themen aus der jüdischen Tradition (z. B. Feste, Kalender, Astrologie). Fragen des jüdisch-christlichen Verhältnisses behandelte Weinreb in eigenen Auslegungen des Neuen Testaments. Daneben beschäftigte er sich auch mit psychologischen, soziologischen und medizinischen Fragestellungen aus spiritueller Sicht.
Details
VerfasserIn: Weinreb, Friedrich
VerfasserInnenangabe: Friedrich Weinreb
Jahr: 1985
Verlag: Weiler, Thauros-Verlag
Systematik: PR.AQ
ISBN: 3-88411-024-1
Beschreibung: 1. Aufl., 539 S.
Schlagwörter: Chassidismus, Judentum, Mystik, Hebräisch, Zahlenmystik, Judenverfolgung, Nationalsozialismus, Niederlande, Autobiographie 1943-1945, Weinreb, Friedrich, Chassidim, Israel <Altertum>, Juden, Jüdische Ethik, Jüdische Philosophie, Philosemitismus, Zahlensymbolik, Antisemitismus, Drittes Reich, Nationalsozialist, Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei, Niederländer, Hasidismus, Judaismus, Jüdische Religion, Althebräisch, Alttestamentliches Hebräisch, Bibelhebräisch, Biblisch-hebräisch, Biblisches Hebräisch, Klassisches Hebräisch, Batavische Republik, Deutschland / Faschismus, Deutschland / Nationalsozialismus, Faschismus / Deutschland, Holland <Staat>, Juden / Verfolgung, NS, Vereinigte Niederlande, Ostjuden, Jüdische Sprachen, Kanaanäische Sprachen, Edelweisspiraten, Judenvernichtung, Rassenverfolgung
Sprache: ger
Mediengruppe: Buch