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37 von 70
Konzentrationserziehung statt AD(H)S-Therapie
ein Modell nach Paul Moor
VerfasserIn: Stiehler, Miriam
Verfasserangabe: von Miriam Stiehler
Jahr: 2007
Verlag: Bad Heilbrunn, Klinkhardt
Mediengruppe: Buch
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: PN.LVH Stie / College 3e - Pädagogik Status: Entliehen Frist: 22.12.2021 Vorbestellungen: 0
Inhalt
Paul Moor hat schon vor Jahrzehnten all jene Verhaltensweisen unkonzentrierter Kinder pädagogisch erklärt, die heute als „Krankheitssymptome“ von AD(H)S dargestellt werden. Medizinisches Eingreifen trägt kaum etwas zum individuellen Verstehen bei und kann bestenfalls für die Dauer der Medikamentenwirkung künstlich Aufmerksamkeit erzeugen. Hingegen kann man auf Basis von Moors Heilpädagogik die Ursachen der Unkonzentriertheit erfassen. Echte Konzentration kann durch Arbeit an ungelösten Erziehungsaufgaben nachhaltig aufgebaut werden. Die Gegenüberstellung der relevanten medizinischen und pädagogischen Grundannahmen zeigt zugleich deren Unvereinbarkeit. Jeder Erzieher unkonzentrierter Kinder muss sich zwischen dem Glauben an Krankheit und dem Glauben an Erziehbarkeit entscheiden. Die Selbstaufgabe der Pädagogik hat zur Medikalisierung schwieriger Verhaltensweisen beigetragen – eine Rückbesinnung auf erklärungsmächtige erziehungswissenschaftliche Modelle ist im Interesse der betroffenen Kinder überfällig.AUS DEM INHALT: / / / I Einleitung 8 / / II Ursprung und Entwicklung der Medikalisierung von AD(H)S 15 / / 1 Überblick: Das ¿Krankheitsbild" AD(H)S 16 / 1.1 Diagnosekriterien nach DSM-IV 16 / 1.2 Theorien über die körperliche Ursache für AD(H)S 18 / 1.3 AD(H)S als ¿Volkskrankheit" 21 / / 2 Historische Entwicklung hin zur AD(H)S-Epidemie 26 / 2.1 1844: Der .Zappelphilipp"-das erste ADHS-Kind? 26 / 2.2 1850-1899: Vom Erziehungsbedarf zum Kinderfehler 27 / 2.3 1900-1929: Zeitalter der Neuropathie 30 / 2.4 1930-1949: Psychopharmaka und Hirnforschung 37 / 2.5 1950-1964: Verquickung von Erziehung und Medizin 37 / 2.6 1965 - 1974: Wachsende Akzeptanz der Medikalisierung 40 / 2.7 1975-1980: Wachsender Einfluss der Elternverbände 44 / 2.8 1980-1989: Legitimation der Diagnose durch Aufnahme ins DSM . 47 / 2.9 1990 - 1999: Medikalisierung als gesellschaftliche und politische Größe . 51 / 2.10 Ab 2000: Uneinheitliche Vorschriften und politische Standpunkte 52 / / 3 AD(H)S-Darstellung gegenüber Eltern und Pädagogen 57 / 3.1 Darstellung von AD(H)S in populären Veröffentlichungen 57 / 3.2 Informationen von Selbsthilfegruppen und AD(H)S-Verbänden 57 / 3.3 Medikations- und therapieorientierte Literatur 60 / 3.4 Kritiker der Medikalisierung 64 / 3.5 Rolle der Schule 71 / 3.6 Ausprägung und Trends der Pharmakotherapie 74 / 3.7 Schlechte Langzeitprognose für die Betroffenen 82 / / III Erziehung nach Paul Moor als Alternative zur Medikalisierung 84 / / 4 Ein spezifisch pädagogischer Ansatz 85 / / 5 Wesen und Ziel der Erziehung nach Paul Moor 91 / 5.1 Die drei erziehungsrelevanten Größen 91 / 5.2 Innerer und äußerer Halt 94 / 5.3 Die Haltung des Erziehers 97 / 5.4 Ziel der Erziehung 104 / / 6 Grundregeln der Erziehung 108 / 6.1 ¿Erst verstehen, dann erziehen" 108 / 6.2 ¿Nicht gegen den Fehler, sondern für das Fehlende" 112 / 6.3 ¿Nicht nur das Kind, sondern auch seine Umgebung ist zu erziehen" . 118 / / IV Die Unvereinbarkeit von Innerem Halt und Medikalisierung 122 / / 7 Wille - Lebensführung - Aufgegebenes 124 / 7.1 Das Wollen als Teil des Inneren Halts 124 / 7.2 Erste Stufe der Willensreifung: Aufgaben erkennen 127 / 7.3 Zweite Stufe der Willensreifung: Aufgaben annehmen 149 / 7.4 Dritte Stufe der Willensreifung: Wagnis eingehen 159 / / 8 Können - Lebenstechnik - Gegebenes 168 / 8.1 Das Können als Teil des inneren Halts 168 / 8.2 Vierte Stufe der Willensreifung: Fähigkeiten schulen 169 / 8.3 Fünfte Stufe der Willensreifung: Gewohnheiten und Gehorsam aufbauen . 192 / / 9 Empfänglichkeit - Lebensinhalt - Verheißenes 214 / 9.1 Sechste Stufe der Willensreifung: Selbstkritik entwickeln 214 / 9.2 Der Halt im empfangenden Leben 217 / 9.3 Erste Stufe der Gemütserziehung: Ansprechbarkeit wecken 221 / 9.4 Zweite Stufe der Gemütserziehung: Erfülltsein genießen 224 / 9.5 Dritte Stufe der Gemütserziehung: Verwirklichung leben 238 / 9.6 Moors theologischer Hintergrund 241 / / 10 Fazit: Medikalisierung als Hindernis für den inneren Halt 243 / / V AD(H)S als Folge ungelöster Erziehungsaufgaben 244 / / 11 Ursachen für Unkonzentriertheit nach Moor 245 / 11.1 Identische Schilderung bei Moor, AD(H)S-Literatur und DSM-IV 245 / / 11.2 Mögliche pathologische Ursachen für die Symptome 249 / 11.3 Vernachlässigte Erziehungsaufgaben und Erschwernisse der Erziehung 251 / / 12 Konzept und Organisation der Elternarbeit 271 / 12.1 Anlässe für die Gründung von "WissenSchaffer" 271 / 12.2 Konzept und Organisation des Seminarangebots 272 / 12.3 Der Check-Up Kurs für unkonzentrierte Kinder 273 / 12.4 Beratungsangebot bei AD(H)S und Konzentrationsstörungen 278 / / 13 Fallbeispiele 281 / 13.1 Fallbeispiel: David 282 / 13.2 Fallbeispiel: Boris 299 / / 14 Schlusswort und Ausblick 309
Details
VerfasserIn: Stiehler, Miriam
VerfasserInnenangabe: von Miriam Stiehler
Jahr: 2007
Verlag: Bad Heilbrunn, Klinkhardt
Systematik: PN.LVH
ISBN: 978-3-7815-1555-0
2. ISBN: 3-7815-1555-9
Beschreibung: 323 S. : graph. Darst.
Sprache: Deutsch
Fußnote: Zugl.: Würzburg, Univ., Diss., 2006
Mediengruppe: Buch