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Leben lernen durch Sport
mentale Stärke für die nächste Generation
VerfasserIn: Volgger, Martin
Verfasserangabe: Martin Volgger
Jahr: 2007
Verlag: Wien, Egoth
Mediengruppe: Buch
nicht verfügbarnicht verfügbar
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: VS.AMH Volg / College 2a - Sport Status: Entliehen Frist: 04.01.2022 Vorbestellungen: 0
Inhalt
VorwortVor nunmehr vier Jahren setzten die Leistungssportlerin und Psychologin Monika Niederstätter und ich zusammen, um über ein sportpsychologisches Projekt zu sprechen, das wir an der Sportoberschule Mals/Südtirol durchführen wollten. Dabei ging es uns weniger um den möglichen sportlichen Erfolg als darum, den Schülern und Schülerinnen den Zugang zu Selbsterfahrung zu ermöglichen und sie über Motivation, Zuversicht, Zielvorstellungen, Denken, Konzentration, Wahrnehmung, Erwartungen, Erfolg, Misserfolg usw. zu unterrichten. „Was macht der Stress mit mir?“, „Welche Signale kündigen ihn an und was kann ich da tun?“ – das waren wichtige Fragestellungen im Zuge unseres Projektes.Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt war die Vermittlung allgemeiner und individueller Strategien zur Selbststeuerung.Eine Frage war, ob die Jugendlichen die im sportlichen Bereich erworbenen Kompetenzen auch in Alltagssituationen würden anwenden können. Eine der wichtigsten Fragestellungen unserer Evaluationsarbeit war deshalb:Wirkt sich die Bearbeitung psychologischer Themen auf das allgemeine psychische Befinden der Sportler (insbesondere auf ihre Selbstsicherheit) aus? Ist der Sport ein geeignetes Feld, das sensible Thema innerpsychischer Vorgänge zu beleuchten und Hilfe anzubieten? Ist ein Transfer auf die allgemeine psychische Befindlichkeit (vor allem die Selbstsicherheit) zu erwarten?Die Ergebnisse, die wir durch unsere Arbeit an dieser Fragestellung erlangten, waren sehr bemerkenswert: Der Großteil der Jugendlichen wies am Ende unserer Projektarbeit einen beträchtlichen Zugewinn an sozialen Kompetenzen auf. Wenn die Ergebnisse auch nicht als wissenschaftlich zu bezeichnen sind, so sind sie doch sehr überzeugend. Der Fortschritt der Jugendlichen war nicht zu übersehen.Als mittlerweile altgedienter Lehrer weiß ich, dass das Besprechen und die Behandlung von Gefühlen und Gedanken nicht unproblematisch sind. Wird im Klassenverband ein Thema diskutiert, wo erforderlich ist, eigene Erwartungen, Ängste, Stresssituationen oder Aggressionen zu benennen, so treffe ich oft auf Schamgrenzen, auf „Gockelverhalten“ und Verdrängung, die dieses Unternehmen erschweren.Bei der Arbeit mit jugendlichen Sportlern tritt ein solches Verhalten viel seltener auf. Hier gehören Emotionen (Erwartungsangst, Jubelstimmung, Enttäuschung, Aggression), Stressmanagement und die Beschäftigung mit der eigenen Psyche und mentalen Stärke zum täglichen Geschäft.Damit ist die sportliche Tätigkeit ein „elegantes“ Feld, innerpsychische Abläufe zu beobachten. Der Stellvertretercharakter, den die sportliche Tätigkeit damit einnimmt, macht Sport zu einem Lebenstraining. Ja, man könnte sogar sagen, dass der Sport eine komprimierte Abbildung des Lebens ist, ein lustvolles Trainingsfeld für viele Fertigkeiten, die der Mensch dringend benötigt, um den Herausforderungen des Lebens gewachsen zu sein.Trainer können deshalb in einem sehr hohen Maße dazu beitragen, dass Jugendliche zu Menschen werden, die sich Ziele setzen und daran arbeiten, diese zu erreichen, die sich selbst und ihre Umgebung realistisch einschätzen und an ihre Chance im Leben glauben. Dazu ist es allerdings notwendig, dass sich die Trainer ihrer Rolle und Verantwortung bewusst sind und jene Kompetenzen aneignen, die Voraussetzung für ihre erzieherische Arbeit sind. Der Lohn einer so verstandenen Arbeit ist mehrfach. Vor allem hilft man Menschen, ihre Persönlichkeit zu entwickeln; ist das erfolgt, bildet die mentale Stärke den Ausgangspunkt des Erfolges.Dieses Buch will zum einen Mut machen, sich mit dem Thema „Persönlichkeitsförderung im Sport“ auseinander zu setzen – eine große Chance, die der Sport bietet. Zum anderen möchte ich ein konkretes Modell der Persönlichkeitsförderung vorstellen, das verständlich ist und von jedem engagierten Trainer umgesetzt werden kann. Ich möchte aufzeigen, wie leicht und vor allem interessant es ist, junge Menschen auf ihrer Reise zu sich selbst zu begleiten. Man lernt immer wieder dazu. Der Trainer ist nicht nur ein Lehrmeister, sondern eben immer auch ein Lernender, der sich von der Vielfalt menschlichen Verhaltens überraschen lässt.Martin Volgger
Details
VerfasserIn: Volgger, Martin
VerfasserInnenangabe: Martin Volgger
Jahr: 2007
Verlag: Wien, Egoth
Systematik: VS.AMH
ISBN: 978-3-902480-50-7
2. ISBN: 3-902480-50-5
Beschreibung: 1. Aufl., 141 S. : Ill.
Mediengruppe: Buch