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Die Sprache des Widerstandes ist alt wie die Welt und ihr Wunsch
Frauen in Österreich schreiben gegen Rechts
Verfasserangabe: Milena-Verlag (Hrsg.). [Die Hrsg. Karin Ballauff ...]
Jahr: 2000
Verlag: Wien, Milena-Verl.
Mediengruppe: Buch
verfügbar (wo?)verfügbar (wo?)
Exemplare
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: GP.AF Spra / College 3h - Gender Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
"Auf die Suche nach der Sprache des Widerstandes haben sich die Herausgeberinnen Karin Ballauff, Martina Kopf und Johanna Meraner anläßlich der ÖVP-FPÖ-Regierungsbildung gemacht und dabei äußerst unterschiedliche Sprachen gefunden.Dieser Band widerlegt eben durch die Inhomogenität der Ausdrucksformen der mehr als siebzig Autorinnen bzw. Autorinnenkollektive die gebetsmühlenhafte Beschwörung einer "linksextremen Chaotengruppe", die angeblich den Widerstand gegen die aktuelle Regierung in Österreich darstellt. In diesem uneitlen Buch geht es nicht darum - Spieglein Spieglein an der Wand -, die beste Schreiberin im ganzen Land, die bessere Feministin, die klügere Denkerin, die schärfste Formuliererin zu sein. Die Texte sind als Zeitungsartikel, Beiträge zu Widerstandslesungen, Gedicht- und Prosabände, psychologische, philosophische, kunst- und kulturpolitische Abhandlungen entstanden bzw. aus solchen entnommen, zum Teil schon vor den dieses Buch auslösenden Ereignissen, zum Teil dezidiert als Reaktion darauf verfaßt.Es sind essayistische, literarische und lyrische Texte von Frauen, deren älteste schon in den (19)30er Jahren wußten, was "ja keiner gewußt hat" und, das Unvergleichliche nicht vergleichend, dennoch Töne wahrnehmen, die das Jetzt-Wissen und Jetzt-Sagen notwendig machen; bis zu Texten von Frauen der Generationen, die mit der "Aufarbeitung der Geschichte" und dem Rufen nach einem "Schlußstrich unter die Vergangenheit" aufgewachsen sind und erkannt haben, daß eine Wiederholung nicht nötig ist, um die Fortsetzung von etwas zu sein. Die Autorinnen sind - und das ist, denke ich, die Stärke dieses Buches - sicherlich alles andere als eine uniforme Kampftruppe, die als ein Kopf mit vielen Körpern einer Führerin hintennach marschiert; ich bin sicher, diese Frauen sind über sehr viele Themen sehr unterschiedlicher Meinung, sind von Alter, Herkunft und Lebensweg ein Querschnitt (des weiblichen Teiles) Österreichs. Diese Sammlung stellt in sich - wiewohl als Statement gegen etwas - allein durch ihre Zusammenstellung einen ermutigenden Entwurf für eine Demokratie dar, die Österreich sein könnte: Eine Vielfalt unterschiedlichster Sprachen, Farben, Töne, die auf engen 365 Seiten sehr gut miteinander leben können. Der Band ist in vier Kapitel gegliedert, deren Bezeichnungen jeweils einem der darin enthaltenen Beiträge entnommen ist: "Ich ärgere mich schwarz und blau"(Karin Spielhofer; mit Christine Werner, Heidi Pataki, Anna Mitgutsch, Karin Rick, Christa Nebenführ, Ulrike Kadi, Erika Danneberg, Elfriede Jelinek, Monika Vasik, Silvia Stoller, Ingvild Birkhan, Petra Öllinger, Ricarda Bilgeri, Eva Jancak, Ulrike Ulrich, Ilse Krüger),"Widerstand ist viel zu wenig" (Eva Rossmann; mit Veronika Zangl, Eva Poltrona, Barbara Klein, Eva Geber, Lika Trinkl, Frauenhetz, Gudrun Perko, Ilse Kilic, Autonome FrauenLesben Wien, Helga Pankratz, Lisa Appiano, Waltraud Schlögl, Elfriede Hammerl, Katharina Pewny, Alice Pechriggl, Marlene Streeruwitz, Michaela Opferkuh, Dagmar Benedikt, Ruth Devime, Maria Moser, Doris Kloimstein, Ursula Kubes-Hofmann, Barbara Hundegger),"Eure Sprache ist nicht meine Sprache"(Rubia Salgado, MAIZ; mit Ishraga Mustafa Hamid, Beatrix M.Kramlovsky, Inka Pekarek, Nahid Bagheri-Goldschmied, Brigitte Tauer, El Awadalla, Grace Latigo, Britta Mühlbauer, Amina Baghajati),"Wenn ich hinter dem Haus gehe und wühle" (Friederike Mayröcker; mit Doris Hana, Barbara Strauss, Helga Pankratz, Sabine Bergthaler, Marlene Streeruwitz, Margret Kreidl, Barbara Neuwirth, Dorothea Macheiner, Neda Bei, Barbara Wochner, Sylvia Treudl, Angelika Rauch, Hilde Schmölzer, Stella Rotenberg, Ditha Brickwell, Petra Öllinger, Ingrid Lavee, Karin Schöffauer, Heidi Pataki, Petra Ganglbauer)" Magdalena K. Menzel
 
 
Inhalt
 
Vorwort 9
 
¿Ich ärgere mich schwarz und blau"
Christine Werner, Land der Hämmer 12
Heidi Pataki, februar /gurgelschnitt 19
Anna Mitgutsch, Ziviler Ungehorsam statt
Schulterschluß 21
Karin Rick, Wolf W.s Widerstandstagebuch 25
Christa Nebenführ, Reden, reden, reden 44
Ulrike Kadi, Macht(losigkeit) der Worte 47
Karin Spielhofer, Ich ärgere mich schwarz und blau 51
Erika Danneberg, Von der unerträglichen Verkehrung
der Sprache 53
Elfriede Jelinek, Brief an Rita Thiele, Dramaturgin am
Berliner Ensemble 61
Monika Vasik, Allmächtiger Zeus! Lieber Papa! 63
Silvia Stoller und Ingvild Birkhan, Offener Brief an den
Bundespräsidenten 70
Petra Öllinger, Zyklus 73
Ricarda Bilgeri, Kommt der Walzenkönig} 74
Ricarda Bilgeri, Das Desaster: Schüssel, Gehrer 76
Eva Jancak, Widerstand beim Zwiebelschneiden 78
Ulrike Ulrich, froschperspektive II 81
Ilse Krüger, Ich schreibe 82
Erika Danneberg, Für unser Land mit unserer ganzen
unvergeßbaren Geschichte 88
 
¿Widerstand ist viel zu wenig"
Veronika Zangl, Küche - Kinder - Computer? 92
Eva Poltrona, Widerstand 98
Barbara Klein, ¿Schatzi, ich geh' auf die Demo ..." .... 100
Eva Geber und Lika Trinkl, Frühstück im Blauen 102
Frauenhetz, ¿Keine hat das Recht auf Gehorsam" .... 108
Gudrun Perko, Das neue Re.Gierungsprogramm 110
Ilse Kilic, ein hauptverzeichnis liegt schon vor 114
Autonome FrauenLesben Wien,
Solidarisieren wir uns 121
Helga Pankratz, Die Ballade von der Beschäftigungs­
therapie gegen homosexuelle Betätigung 133
Eva Rossmann, Widerstand ist viel zu wenig 136
Lisa Appiano, Die Dinge dazwischen 141
Waltraud Schlögl, Feministischer Widerstand?
Ja, aber wie1 148
Elfriede Hammerl, Zusperren? 155
Katharina Pewny, ¿Lesben kennen keine Gnade.
Widerstand" 158
Alice Pechriggl, Von der ¿Konsumoligarchie" zu einer
verwirklichteren Demokratie 161
Marlene Streeruwitz, Nur noch Burschen & ihre
Herrlichkeiten 164
Michaela Opferkuh, Jasmin 168
Dagmar Benedikt und Ruth Devime, ... und die
Mädchen haben sich immer gewehrt! 174
Maria Moser u.a., Prophetische Frauen-Mahnrede
wider die Re-signation 183
Alice Pechriggl, Sexismus, Rassismus und
Homophobie 187
Doris Kloimstein, Im Netz zappeln 193
Ursula Kubes-Hofmann, Die Zofen 197
Barbara Hundegger, frauen dieser regierung -
gewisse fragen 205
Elfriede Hammerl, Artbekannt 207
Eva Geber, Schande Angst Österreich 210
 
¿Eure Sprache ist nicht meine Sprache"
Ishraga Mustafa Hamid, Schwarz-Blau für Österreichl.. 216
Beatrix M. Kramlovsky, Am Ende der Frist 219
Rubia Saigado, MAIZ, Eure Sprache ist nicht meine
Sprache 235
Inka Pekarek, Der Behördenweg 237
Nahid Bagheri-Goldschmied, Gemeinsame Sprache .. 248
Brigitte Tauer, Rudi Riesenfuß muß flüchten 249
El Awadalla, Grace Latigo, Monolog 258
Britta Mühlbauer, Gassi 260
Amina Baghajati, ¿Gut und Böse sind nicht gleich ..." . 267
 
¿Wenn ich hinter dem Haus gehe und wühle"
Doris Hana, Interview mit Karin Berger und Ceija Stojka,
.. bin ich doch eine Fremde in diesem Land..." Y11
Barbara Strauss, Der Protest des Künstlers 279
Helga Pankratz, was werden die dichter sagen? 280
Sabine Bergthaler, 27. Jänner 2000 282
Friederike Mayröcker, wenn ich hinter dem Haus
gehe und wühle 284
Marlene Streeruwitz, Heldenplatz 285
Margret Kreidl, Auf gut Deutsch " 287
Helga Pankratz, deine gedichte, bert brecht 290
Barbara Neuwirth, Schreiben als politische Waffe .... 291
Dorothea Macheiner, stimmen 297
Marlene Streeruwitz, Alles, was falsch ist 298
Friederike Mayröcker, das Beklopfen einander
des Grashüpfers 302
Neda Bei, Riß in der Landschaft 303
Barbara Wochner, Heimat 306
Barbara Wochner, Hand vor Mund 307
Sylvia Treudl, Biedermensch erklärt einem Touristen,
obwohl er Ausländer ist, die Welt 308
Angelika Rauch, An der schönen blauen Donau 313
Hilde Schmölzer, Alte neue Sprüche 315
Helga Pankratz, kadolische kinda 321
 
Stella Rotenberg, An meine Landsleute 322
Ditha Brickwell, Das Leben der Eveline - eine poetische Biographie 324
Petra Öllinger, Mutterverdienstkreuz 333
Ingrid Lavee, Sara demonstriert 334
Karin Schöffauer, Wo ist Licht in diesem Korridor1 .. 345
Heidi Pataki, bodensatz 350
Stella Rotenberg, Rückkehr 351
Stella Rotenberg, Vom Gebundensein des Menschen
an das Schicksal seines Nachbarn 352
Petra Gangibauer, Die Sprache des Widerstandes
ist alt wie die Welt und ihr Wunsch 353
 
Die Autorinnen 355
 
Die Herausgeberinnen 365
Details
VerfasserInnenangabe: Milena-Verlag (Hrsg.). [Die Hrsg. Karin Ballauff ...]
Jahr: 2000
Verlag: Wien, Milena-Verl.
Systematik: GP.AF
ISBN: 3-85286-080-6
Beschreibung: 364 S.
Mediengruppe: Buch