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Die Liebe zur Kunst
europäische Kunstmuseen und ihre Besucher
Verfasserangabe: Pierre Bourdieu ; Alain Darbel. Unter Mitarb. von Dominique Schnapper. Aus dem Franz. übers. von Stephan Egger und Eva Kessler
Jahr: 2006
Verlag: Konstanz, UVK-Verl.-Ges.
Mediengruppe: Buch
nicht verfügbarnicht verfügbar
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: GS.AT Bour / College 3a - Gesellschaft, Politik Status: Entliehen Frist: 27.06.2020 Vorbestellungen: 0
Inhalt
Der Zugang zu den Schätzen der Kunst steht allen offen und bleibt doch tatsächlich den meisten verwehrt.
Nach wie vor gilt der Befund, den Pierre Bourdieu und Alain Darbel vor 40 Jahren als Ergebnis der vorliegenden Studie formulierten:"Der Anteil der verschiedenen sozio-professionellen Kategorien im Publikum der Museen (...) steht nahezu in umgekehrtem Verhältnis zu ihrem Anteil in der Gesamtbevölkerung."Wenn der Kunstliebhaber einer Neigung folgt, die frei von allen Voraussetzungen und Zwängen scheint, dann bleibt das Museum einer der Orte, an denen die Schwerkraft gesellschaftlicher Erwartungen besonders deutlich spürbar wird. Verdankt sich die Liebe zur Kunst nicht mindestens ebenso einem Gebot"gehobener Sitten"wie der Eingebung des Herzens?
Längst ein heimlicher Klassiker der Kultursoziologie, versucht dieses Buch, das damals schon"Die feinen Unterschiede"ankündigt, auf solche Fragen empirische Antworten zu geben, den"guten Geschmack"einer wissenschaftlichen Überprüfung zu unterziehen. Indem es die gesellschaftlichen Bedingungen der Möglichkeit kultureller Praxis offen legt, beweist es, dass Kultur kein natürliches Privileg ist, sondern eine besondere Erziehung und Bildung als Mittel ihrer Besitzergreifung voraussetzt, die die Klassengesellschaft höchst ungleich verteilt.Der Zugang zu den Schätzen der Kunst steht allen offen und bleibt doch tatsächlich den meisten verwehrt.
Nach wie vor gilt der Befund, den Pierre Bourdieu und Alain Darbel vor 40 Jahren als Ergebnis der vorliegenden Studie formulierten: "Der Anteil der verschiedenen sozio-professionellen Kategorien im Publikum der Museen [.] steht nahezu in umgekehrtem Verhältnis zu ihrem Anteil in der Gesamtbevölkerung."
Wenn der Kunstliebhaber einer Neigung folgt, die frei von allen VorausSetzungen und Zwängen scheint, dann bleibt das Museum einer der Orte, an denen die Schwerkraft gesellschaftlicher Erwartungen besonders deutlich spürbar wird. Verdankt sich die Liebe zur Kunst nicht mindestens ebenso einem Gebot "gehobener Sitten" wie der Eingebung des Herzens?
Längst ein heimlicher Klassiker der Kultursoziologie, versucht dieses Buch, das damals schon Die feinen Unterschiede ankündigt, auf solche Fragen empirische Antworten zu geben, den "guten Geschmack" einer wissenschaftlichen Überprüfung zu unterziehen. Indem es die gesellschaftlichen Bedingungen der Möglichkeit kultureller Praxis offen legt, beweist es, dass Kultur kein natürliches Privileg ist, sondern eine besondere Erziehung und Bildung als Mittel ihrer Besitzergreifung vorausSetzt, die die Klassengesellschaft höchst ungleich verteilt.
"Anstatt sich mit Primitivbefragungen zu begnügen, die nichts anderes als Besucherzahlen anhäufen, wurde hier die Enquête so ausgerichtet, dass sie diejenigen sozialen Bedingungen hervorbringt, die Zugang verleihen zur Kulturausübung, d.h. zum Museumsbesuch. Ohne ein Wort darüber zu verlieren, verdeutlicht uns die Untersuchung, daß die Kunst bzw. in diesem Fall die Kunstbetrachtung als Kunsterlebnis von Natur aus kein Privileg darstellt - eine Ansicht, die leider noch allzu oft von seiten selbsternannter Kunstpropheten nicht geteilt wird." Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie
Details
VerfasserInnenangabe: Pierre Bourdieu ; Alain Darbel. Unter Mitarb. von Dominique Schnapper. Aus dem Franz. übers. von Stephan Egger und Eva Kessler
Jahr: 2006
Verlag: Konstanz, UVK-Verl.-Ges.
Systematik: GS.AT
ISBN: 978-3-89669-667-0
2. ISBN: 3-89669-667-X
Beschreibung: 239 S. : graph. Darst.
Sprache: ger
Originaltitel: L' amour de l'art <dt.>
Fußnote: Literaturverz. S. 235 - 236
Mediengruppe: Buch