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Methodenlernen in der Grundschule
Bausteine für den Unterricht
Verfasserangabe: Heinz Klippert/Frank Müller. Mit Ill. von Tanja Schug
Jahr: 2004
Verlag: Weinheim ; Basel ; Berlin, Beltz
Reihe: Beltz Praxis
Mediengruppe: Buch
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: PN.TA Klip / College 3e - Pädagogik Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
Der Band enthält vielfältige Anregungen, wie Grundschüler/innen in elementarer Weise Lernkompetenz, Selbstständigkeit, Zielstrebigkeit, Kommunikationsfähigkeit und Teamfähigkeit vermittelt werden kann. Konkret wird gezeigt, wie Grundschulkollegien ihre neue Lernkultur machbar, kleinschrittig und wirksam aufbauen( können). Nach mehrjähriger Erprobungsarbeit ist es nun endlich soweit. Der Nebel in Sachen Methoden-, Kommunikations- und Teamtraining in der Grundschule hat sich gelichtet. Dank der von mir ausgebildeten TrainerInnen in den Regionen Herford und Leverkusen ist mittlerweile ziemlich klar geworden, was in den Grundschulen geht und in welcher Weise angegangen werden sollte. Denn nicht alles, was in punkto Methodenschulung in der Sekundarstufe I machbar ist, ist auch auf die Grundschule zu übertragen; aber vieles von dem, was in meinen Methodenbüchern für die Orientierungs- und Mittelstufe angeboten wird, kann sehr wohl mit Gewinn auch in den Grundschulen eingesetzt werden - modifiziert zwar, aber von den Intentionen und Abläufen her durchaus ähnlich. Das lässt sich aus den Erfahrungen in den angesprochenen nordrhein-westfälischen Grundschulen zweifelsfrei ableiten. Das vorliegende Buch spiegelt den aktuellen Erkenntnisstand und zeigt ebenso differenziert wie konkret, wie und warum die hier in Rede stehende Methoden-, Kommunikations- und Teamschulung (kurz: Methodenschulung) in den Grundschulen ausgebaut werden kann und muss. Methodentraining in der Grundschule - ist das nicht Eulen nach Athen tragen? Stehen in den Grundschulen nicht ohnehin die Methoden über Gebühr im Vordergrund? Richtig ist sicherlich, dass die methodische Aufgeschlossenheit in den Grundschulen seit Jahr und Tag deutlich größer ist als in den Schulen des Sekundarbereichs.Moderne Unterrichtsverfahren wie Freiarbeit, Stationenarbeit, Werkstattarbeit, Projektarbeit, Wochenplanarbeit und andere Formen des Offenen Lernens werden vor allem in den Grundschulen ein- und umgesetzt und tragen fraglos dazu bei, dass den SchülerInnen in punkto Selbstständigkeit, Selbstverantwortung und Selbstorganisation eine Menge zugemutet und zugetraut wird. Aber heißt das bereits, dass die Schülerinnen und Schüler mit diesen Lern- und Arbeitsformen auch tatsächlich kompetent und selbstbewusst umgehen können? Bei genauerem Hinsehen entdeckt man vielerorts ein ernst zu nehmendes pädagogisches Dilemma. Verändert haben sich in den beiden letzten Jahrzehnten vor allem die Lehrermethoden, nicht aber gleichermaßen die methodischen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schülerinnen und Schüler. Die Reform der Lehrermethodik steht häufig in deutlichem Gegensatz zum Können bzw. zum methodischen Rüstzeug der Kinder.Vor allem die große Gruppe der eher antriebsarmen, verwöhnten, leistungsschwächeren, ängstlichen, unsicheren und/oder entscheidungsschwachen "Mitläufer" in den Klassen verfügt häufig weder über die nötige Eigeninitiative und Selbstsicherheit noch über die erforderlichen methodischen Fähigkeiten und Routinen, wie sie im Rahmen offener Arbeitsformen benötigt werden. Kein Wunder also, dass sie in Freiarbeits-,Wochenplan- oder Projektphasen eher hilflos herumtrödeln, vorschnell fragen und sich helfen lassen oder gedankenlos von irgendwelchen Mitschülern abschreiben. Vorwort Wenn die SchülerInnen diese offenen Lern- und Arbeitsformen durchdacht, routiniert und lernwirksam nutzen sollen, dann brauchen sie möglichst abgeklärte methodische Fähigkeiten und Fertigkeiten, die ihnen Sicherheit vermitteln, Zielstrebigkeit ermöglichen und nicht zuletzt gute Erfolgschancen im Lernprozess eröffnen - und genau an diesem Punkt setzt das vorliegende Buch an. Spätestens seit Erscheinen der PISA-Studie ist den meisten Lehrkräften, Eltern und Bildungspolitikern klar geworden, dass vielen SchülerInnen exakt dieser methodische Unterbau für ein durchdachtes und nachhaltiges Lernen, Verstehen und Anwenden von Sach- und Fachwissen fehlt. Gelernt wird überwiegend rezeptiv, schematisch, tafelbildbezogen und insgesamt zu oberflächlich. Das gilt auch und nicht zuletzt für die Grundschulen. Die verbreitete Hilflosigkeit vieler SchülerInnen wiederum löst auf Seiten der Lehrkräfte nicht selten Schutzreflexe aus, die eher in die falsche Richtung weisen. Den Kindern wird vorschnell geholfen und methodisches Entscheiden und Disponieren abgenommen. Das Fatale daran ist, dass sich die meisten Schülerinnen und Schüler sehr schnell daran gewöhnen und das eigenverantwortliche Arbeiten und Lernen über Gebühr einstellen. So gesehen,muss das hier in Rede stehende Methodenlernen mindestens auf vier Ebenen ansetzen: Erstens muss den SchülerInnen der Sinn und Zweck des eigenverantwortlichen Arbeitens nund Lernens sukzessive einsichtig gemacht werden; zweitens muss ihnen durch eine Vielzahl elementarer Übungen ein gewisses Maß an methodischer Sicherheit und Routine vermittelt werden; drittens müssen die zuständigen Lehrkräfte stärker Zurückhaltung und Verantwortungsdelegation lernen und viertens schließlich muss ihnen im Rahmen einschlägiger Fortbildungsveranstaltungen Gelegenheit gegeben werden, ein möglichst ausgefeiltes und alltagstaugliches Methodenrepertoire für die anvisierte Trainingsarbeit im Unterricht kennen zu lernen bzw. zu erarbeiten. Das vorliegende Buch bietet diesbezüglich umfangreiche Anregungen, Beispiele und praktische Hilfen für die schulinterne Innovationsarbeit. Danken möchte ich meinem Kollegen und Mitautor Frank Müller, der mein Methodenrepertoire für den Grundschulbereich konkretisiert und die Lern- und Trainingsspiralen in den Kapiteln 2 und 3 in wesentlichen Teilen erarbeitet und mit Hilfe interessierter Grundschullehrerinnen und -lehrer praktisch erprobt hat. Ihnen allen gebührt Dank und Anerkennung. Danken möchte ich ferner Frau Dillmann, Frau Röttger, Frau Schnelle, Frau Stahl und Herrn Ebeling, die in den Regionen Herford und Leverkusen seit mehreren Jahren mit großem Engagement und Erfolg dabei sind, mein Trainings- und Reformprogramm grundschulgemäß umzusetzen. Ihnen verdanke ich wichtige Rückmeldungen und Anregungen. Vor allem Frau Dillmann und Frau Röttger haben mir mit ihren konkreten Unterrichtsbeispielen und -materialien sehr dabei geholfen, meine Vorstellungen nvon der Trainingsarbeit in der Grundschule praxisnah weiterzuentwickeln. Und Dank sagen möchte ich nicht zuletzt Frau Tanja Schug, die mit ihren zahlreichen Illustrationen dazu beigetragen hat, dass das vorliegende Buch nicht nur ein anregendes, sondern auch ein anschauliches Buch geworden ist. Heinz Klippert / AUS DEM INHALT: / / / Vorwort 9 Einleitung 11 I. Methodenschulung als Aufgabe der Primarstufe 17 1. Viele Schülerinnen haben wenig Methode 18 1.1 Impressionen aus dem Schulalltag 18 1.2 Ungünstige Sozialisationseinflüsse 21 1.3 Offener Unterricht als Problemfeld 24 1.4 Fragwürdige intuitive Methoden 28 1.5 Wenn Methoden geläufig sind 32 2. Methodenschulung als Unterrichtsgegenstand 36 2.1 Die Strategie der kleinen Schritte 36 2.2 Eigenverantwortliches Arbeiten 40 2.3 Das kleine Einmaleins des Trainings 46 2.4 Regelmäßige Reflexionsphasen 51 2.5 Methodenpflege im Fachunterricht 57 2.6 Veränderte Unterrichtsvorbereitung 63 2.7 Methodenorientierte Lernkontrollen 66 2.8 Sitzordnung und Raumausstattung 71 3. Eine verstärkte Methodenschulung lohnt sich 75 3.1 Mit Methode(n) zu mehr Lernerfolg 75 3.2 Schüler als Helfer und Miterzieher 78 3.3 Motivationseffekte des Könnens 82 3.4 Entlastungsperspektiven für Lehrer 83 3.5 Positive Resonanz der Elternschaft 85 II. Lernspiralen zu gängigen Themen der Grundschule 89 1. Lernspiralen zu ausgewählten Deutsch-Themen 94 L 1: Freies Erzählen von Fantasiegeschichten 94 L 2: Personenbeschreibungen genau erfassen 101 L 3: Eine Geschichte schrittweise erschließen 106 L 4: Buchstaben erkennen und herstellen 109 L5: Zu Bildern Wörter/Buchstaben finden 112 L 6: Schriftbilder erkennen und zuordnen 116 L 7: Verben und Nomen gezielt zuordnen 118 L 8: Bildergeschichte ergänzen und schreiben 121 L 9: Tabelle zum Thema "Wortarten" erstellen 123 L 10: Wortmaterial einzelnen "Artikeln" zuordnen 125 L l l : Sätze mit treffenden Präpositionen bilden 129 L 12: Reimwörter suchen und Gedichte schreiben 131 L 13: Planvolles Arbeiten zum Thema Gedichte 133 L 14: Rollenspiel vorbereiten und durchführen 137 L 15: Werkstatt zum Thema "Schreibspiele" 140 L 16: Alternative Diktate selbstständig üben 147 2. Lernspiralen zu ausgewählten Mathematik-Themen 152 L 17: Ordnung in Zahlenreihen entdecken 152 L 18: Zählen im Zahlenbereich 1-20 üben 154 L19: Addition/Subtraktion im Bereich bis 100 159 L 20: Teilmengen zu "Schülerhobbys" bilden 162 L21: Domino im Bereich bis 10000 herstellen 166 3. Lernspiralen zu ausgewählten Sachkunde-Themen 168 L 22: Visualisieren zum eigenen Berufswunsch 168 L23: Steckbrief zu einem Berufsbild erstellen 170 L 24: Berufsspezifische Merkmale überprüfen 173 L 25: Aussagen zum Thema "Regen" ordnen 175 L 26: Stationengespräch zum Thema "Geld" 177 L 27: Frage-Antwort-Spiel zum Thema "Hunde" 185 L 28: Mindmap zum Thema "Katze" erstellen 188 L 29: Körperteile erkennen und beschriften 190 L 30: Einen Biologie-Text gezielt markieren 193 L31: Gruppenpuzzle zur Klärung der fünf Sinne 197 4. Lernspiralen zu anderen Fächern der Grundschule 203 L 32: Brainstorming: Was im Leben wichtig ist 203 L 33: Nachschlageübung zum Neuen Testament 208 L34: Assoziationen zum Thema "Freundschaft" 211 L 35: ABC-Übung zum Thema "Freundschaft" 213 L36: Texte zu berühmten Malern auswerten 215 L37: Aus einem Gedicht etwas Eigenes machen 218 L38: Memory-Übung zur modernen Popmusik 221 Inhaltsverzeichnis III. Trainingsspiralen zu wichtigen Methodenfeldern 223 1. Methodenbereich "Lern-und Arbeitstechniken einüben" 224 T 1: Handwerkliche Grundtechniken einüben 230 T 2: Ordnung am Arbeitsplatz halten 237 T 3: Unterstreichen und Markieren üben 241 T 4: Lernkärtchen herstellen und damit üben 245 T 5: Einfache Strukturmuster entwickeln 249 2. Methodenbereich "Kommunikation und Kooperation" 253 T 6: Freies Erzählen und Sprechen üben 253 T 7: Aktives Zuhören und Nacherzählen trainieren 257 T 8: Regeln für die Gruppenarbeit entwickeln 260 T 9: Umgang mit Konflikten in Gruppen lernen 267 T 10: Kooperative Präsentationsformen einüben 270 IV. Hinweise und Beispiele zur schulinternen Umsetzung 275 1. Lehrertraining als Basisstrategie 276 2. Konsequente Teamarbeit im Kollegium 282 3. Produktive Workshops und Konferenzen 286 4. Mit Fahrplänen zu mehr Verbindlichkeit 294 5. Methodenzentrierte Elternveranstaltungen 297 6. Gezielte Evaluation und Öffentlichkeitsarbeit 300 7. Praxisberichte aus zwei Grundschulen 305 Literaturverzeichnis 311 Abbildungsnachweise 313
Details
VerfasserInnenangabe: Heinz Klippert/Frank Müller. Mit Ill. von Tanja Schug
Jahr: 2004
Verlag: Weinheim ; Basel ; Berlin, Beltz
Systematik: PN.TA
ISBN: 3-407-62522-7
Beschreibung: 2., unveränd. Aufl., 312 S. : Ill., graph. Darst.
Reihe: Beltz Praxis
Beteiligte Personen: Schug, Tanja
Sprache: Deutsch
Fußnote: Literaturverz. S. 311 - 312
Mediengruppe: Buch