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2 von 5
Performer, Styler, Egoisten
Über eine Jugend, der die Alten die Ideale abgewöhnt haben
VerfasserIn: Heinzlmaier, Bernhard
Verfasserangabe: Bernhard Heinzlmaier
Jahr: 2013
Verlag: Berlin, Archiv der Jugendkulturen Verlag KG
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
(I-13/16-C3) (GMK ZWs / PL)Der Neoliberalismus ist ein Gas (Deleuze). Einem Gas kann man kaum Grenzen setzen. Aus der Ökonomie kommend strömt es ungehindert in alle Diskurse und Lebenswelten ein.Ökonomische Imperative greifen auf alle Sphären der Gesellschaft über - auf Schule, Familie, Gesundheitswesen, Kultur, Bildung usw. Die Gesellschaft ist zum Anhängsel des Marktesgeworden. Wir treffen heute auf ein Phänomen, das in den Sozialwissenschaften als Werteverschiebung vom Postmaterialismus zum Neomaterialismus bezeichnet wird. DerNeomaterialismus steht für eine Grundhaltung, die postmaterielle Werte der '68er Generation wie Solidarität, Toleranz, idealistische Selbstverwirklichung und die Kritik angesellschaftlicher Ungerechtigkeit und Unterdrückung durch ein neomaterialistisches Wertesetting ersetzt, in dem die beherrschenden Werte Sicherheit, Konsum, sozialer Aufstieg,Nutzenorientierung und Affirmation der gesellschaftlichen Verhältnisse sind. Berechtigt ist nur, was sich vor dem Richterstuhl der ökonomischen Imperative bewähren kann. Was sichnicht verwerten lässt, wird exkludiert, auch wenn es sich dabei um Menschen handelt.In verschulten und autoritär reglementierten Universitäten, in denen Bildung durch die unkritische Akkumulation von Fachwissen und dessen Abprüfung im geistlosenMultiple-Choice-Verfahren verdrängt wird, werden die Jugendlichen systematisch für die Verwendung im Markt hergerichtet. Kritische Reflexionen sind nicht mehr gefragt. Bildung alsErziehung zur Freiheit, als Persönlichkeitsbildung, als Förderung von kreativen und ästhetischen Fähigkeiten, Bildung der "Gesinnung und des Charakters" (Humboldt) - alles längstverabschiedet und auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen. Am Ende verlässt schön verpacktes Humankapital die bildungsökonomisch hocheffizienten Ausbildungsfabriken.Doch die gut ausgebildeten Ungebildeten sind ängstliche Kreaturen. Mit begrenztem Horizont und engem Herz geht diese neue Elite durch die Welt, die Angst im Nacken, von anderen,ebenso "coolen" Charakteren wie sie selbst aus dem Feld geschlagen zu werden.
 
INHALT
 
VORWORT 7
 
INDIVIDUALISMUS - GEMEINSCHAFT - GESELLSCHAFT 15
Über den Zwang zur Selbstverwirklichung unter neoliberalen Bedingungen
 
KULTUR UND BILDUNG IM KONKURRENZGETÜMMEL 29
Über Humboldt, Sokrates und PISA-Pädagogik
 
KEINE MISSION, KEINE VISION, KEINE REVOLUTION? 45
Die postmoderne Jugend zwischen Pragmatismus und Idealismus
 
MEDIEN ALS JUGENDLICHE INSZENIERUNGSWELTEN 59
Das unternehmerische Selbst im Web 2.0
 
KRIEG IN DEN STÄDTEN 71
Was treibt die Ghetto-Kids zur Gewalt und wer trägt die Verantwortung?
 
JUGEND UND MUSIK 79
Popkulturelles Kapital als relevante Wissensressource und Musikszenen
als Lernorte
 
FREIZEIT ALS ZEIT DER SELBSTBESTIMMUNG? 99
Die Freizeitorientierung Jugendlicher in der Marktgesellschaft
 
 
JUGENDLICHE FREIZEITKULTUREN IN DER RISIKOGESELLSCHAFT ..117
Posttraditionale Formen der Vergemeinschaftung, Mediennutzung
und Sport
 
DIE WERTE DER JUGEND IN ZEITEN DER MORALISCHEN KRISE 143
Wie ein egozentrischer Individualismus Gemeinschaftswerte unterminiert
 
MARKETING IN EINER JUVENILEN KULTUR 171
Über die Notwendigkeit der Verallgemeinerung jugendkultureller
Kommunikationsstile
 
LITERATUR 189
 
Details
VerfasserIn: Heinzlmaier, Bernhard
VerfasserInnenangabe: Bernhard Heinzlmaier
Jahr: 2013
Verlag: Berlin, Archiv der Jugendkulturen Verlag KG
Systematik: PN.B, I-13/16
ISBN: 978-3-943774-43-6
2. ISBN: 3-943774-43-0
Beschreibung: Orig.-Ausg., 2. Aufl., 196 S.
Sprache: Deutsch
Fußnote: Literaturverz. S. 189 - 196
Mediengruppe: Buch