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Die Macht der Philologie
über einen verborgenen Impuls im wissenschaftlichen Umgang mit Texten
VerfasserIn: Gumbrecht, Hans Ulrich
Verfasserangabe: Hans Ulrich Gumbrecht. Aus dem Amerikan. von Joachim Schulte
Jahr: 2004
Verlag: Berlin, Suhrkamp
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
Inhalt
 
1. Worin besteht die Macht der Philologie?
2. Das Sammeln von Fragmenten
3. Das Edieren von Texten
4. Das Schreiben von Kommentaren
5. Das Historisieren von Dingen
6. Das Lehren von Komplexität
Details
VerfasserIn: Gumbrecht, Hans Ulrich
VerfasserInnenangabe: Hans Ulrich Gumbrecht. Aus dem Amerikan. von Joachim Schulte
Jahr: 2004
Verlag: Berlin, Suhrkamp
Systematik: PL.W
ISBN: 978-3-518-58368-5
2. ISBN: 3-518-58368-9
Beschreibung: 2. Aufl., 140 S.
Schlagwörter: Philologie
Beteiligte Personen: Schulte, Joachim
Sprache: Deutsch
Originaltitel: The powers of philology
Fußnote: Philologie ist seit mehr als zwei Jahrtausen die Beschränkung auf die Pflege historischer Texte gewesen, wie sie für die eher bescheidenen Nachgeborenen von "großen Epochen" in der westlichen Kultur typisch war. Philologie konzentriert sich auf das Sammeln, Restaurieren, Rekonstruieren und Kommentieren von Texten aus meist entlegenen Vergangenheiten. Sieht man von wenigen, eher anekdotischen Ausnahmen ab, so hat Philologie als historische Textpflege nie einen Hauch von politischer Macht besessen. Fern von aller Politik liegt die Macht der Philologie vielmehr in einem Potential ihrer Praktiken, mit dem sie - oft ganz gegen Selbstverständnis und Intention der Philologen - deren Begierden und Körper gegenwärtig werden läßt. Hinter dem Sammeln von Texten zum Beispiel steht die Begierde, sich diese einzuverleiben; hinter dem Restaurieren von Texten der Wunsch, sie zu verkörpern; hinter dem Kommentieren von Texten die Sehnsucht nach einer Materialisierung unbegrenzter Wissensfülle. Und sobald die Macht der Philologie die Präsenz der Körper heraufbeschworen hat, erlaubt sie es den Philologen, dem Tod den Rücken zuzukehren und sich einer schier unlichen Komplexität des Erlebens durch Texte zu öffnen. In seinem neuen Buch bezieht Hans Ulrich Gumbrecht eine prägnante Position zwischen den neuen, durch stetige Expansion vom Konturenschwund bedrohten Kulturwissenschaften und der Tradition einer selbstgenügsamen Konzentration allein auf Texte; eine Position auch zwischen der so leicht ins Predigen geraten Interpretation (samt ihrer philosophisch-hermeneutischen Absegnungen) und der längst zu einem kanonisierten Verfahren abgestumpften Dekonstruktion. (Verlagstext)
Mediengruppe: Buch