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The cinematic child
Kindheit in filmischen und medienpädagogischen Diskursen
VerfasserIn: Stewen, Christian
Verfasserangabe: Christian Stewen
Jahr: 2011
Verlag: Marburg, Schüren
Mediengruppe: Buch
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: KT.F Stew / College 5a - Szene Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
Die kulturellen Diskurse, innerhalb derer Vorstellungen von Kind und Kino miteinander verschaltet werden, sind insbesondere in den letzten Jahren allgegenwärtig, vielgestaltig und komplex vernetzt. Mithilfe des Begriffs des „Cinematic Child" lassen sich zentrale Deutungsebenen auffächern und miteinander in Beziehung setzen.
Die Bezeichnung eröffnet den Blick auf eine spezifisch filmisch generierte Vorstellung von Kindheit. Mit Bezug auf aktuelle US-amerikanische Spielfilme der 1990er und 2000er Jahre stellen sich anhand der vier Analysekategorien Fantasie, Unschuld, Geschichte und Störung die Fragen nach medialen Konstruktionsformen und -mechanismen von Kindheit. Detaillierte Filmanalysen leiten über in die Betrachtung populärer, medienpädagogisch motivierter Diskurse, die in der Auseinandersetzung mit den filmischen Strukturen ganz ähnliche Vorstellungen von Kindheit und Medialität und ihrer wechselseitigen Beziehungen entwickeln. Innerhalb verbreiteter „Moral Panics" wird das zuschauende Kind als gleichsam fremd bestimmtes Opfer medialer Gewalteinwirkungen und in diesem Sinne als ein negativ geprägtes „Cinematic Child" sinnhaft.
Projekt der Argumentationen ist es, diese Sinnzuschreibungen diskurstheoretisch zu fokussieren, kulturell zu kontextualisieren und sie in weiteren medientheoretischen Begriffsdimensionen zusammenzuführen. Das Kind wird als Grenzgänger, als liminales Wesen beschreibbar, mit dem als Mittler spezifische kulturelle und gesellschaftliche Potentiale gekoppelt sind. Das „Cinematic Child" kann somit als spezifisch filmischer Spezialeffekt die grundlegenden Funktionsprinzipien des Films und das Dispositiv Kino selbst markieren und zur Anschauung bringen. Letztlich wird das Kind als Medium einer gesellschaftlichen Selbsterfahrung sinnhaft. In seiner Inszenierung werden medial konfigurierte Wissens- und Machtordnungen befragbar und aktuelle, gesellschafts-politische Themen sicht- und verhandelbar. Hierzu gehören etwa Ängste und Unsicherheiten bezüglich neuer Formen von Elternschaft, medizinischer Reproduktionstechnologie, interkultureller Vernetzungen und medialer Digitalität.
Die Arbeit bietet u.a. Analysen der Filme THE CHRONICLES OF NARNIA (USA/UK 2005-2008), HARRY POTTER (UK/USA 2001-2007), ROAD TO PERDITION (USA 2001), HEARTS IN ATLANTIS (USA 2001), WALK THE LINE (USA 2005), THE OTHERS (USA u.a. 2001) und THE RING (USA 2002).
Die Arbeit wurde mit dem Medius-Sonderpreis ausgezeichnet, der seit 2008 von der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF), der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) sowie dem Deutschen Kinderhilfswerk (DKHW) vergeben wird.
Inhalt
1 Einleitung
2 Fantasie
2.1 Fantasie in Fantasy-Vümen für Kinder
2.2 Fantasie in medienpädagogischen Diskursen
2.3 Zusammenfassung
3 Unschuld
3.1 Unschuld im Child-Witness-Drama
3.2 Unschuld in medienpädagogischen Diskursen
3.3 Zusammenfassung
4 Geschichte
4.1 Temporale Figurationen von Kindheit in filmischen Diskursen
4.1.1 Zeitkonstruktionen in filmischen Kindheitserinnerungen
4.1.2 Zeitkonstruktionen in Biopics
4.1.3 Zwischenfazit
4.2 Temporale Figurationen von Kindheit in medienpädagogisch lesbaren Diskursen
4.3 Zusammenfassung
5 Störung
5.1 Störungen in Horrorfilmen mit Kindern als Protagonisten
5.2 Störungen in medienpädagogischen Diskursen
5.3 Zusammenfassung
6 Schlussbetrachtung
7 Anhang
7.1 Literaturverzeichnis
7.2 Verzeichnis der erwähnten Filmtitel
7.3 Abbildungsverzeichnis
 
Details
VerfasserIn: Stewen, Christian
VerfasserInnenangabe: Christian Stewen
Jahr: 2011
Verlag: Marburg, Schüren
Systematik: KT.F
ISBN: 978-3-89472-736-9
2. ISBN: 3-89472-736-5
ISSN: 1867-5131
Beschreibung: 250 S. : Ill.
Schlagwörter: Filmtheater, Kind <Motiv>, Medienpädagogik, Film, Filmanalyse, Kind, Soziale Konstruktion, USA, Amerikaner, Videokassette, Kino <Filmtheater>, Lichtspielhaus, Lichtspieltheater, Massenmedien / Thema / Unterricht, Medienbildung, Medienerziehung, Medienkunde / Unterricht, Medientheorie / Unterricht, Theaterbau, Amerika (USA), Child (eng), Childhood (eng), Children (eng), EEUU (Abkürzung), Estados Unidos de America, Etats Unis, Etats-Unis, Filmaufnahme, Filme, Kinder, Kindesalter, Kindheit, Kindschaft, Kino <Film>, Medienwissenschaft / Unterricht, Meiguo, Nordamerika <USA>, Spielfilm, Spielfilme, US (Abkürzung), United States, United States of America, Vereinigte Staaten, Vereinigte Staaten von Nordamerika, Adoptivkind, Amateurfilm, Animationsfilm, Audiovisuelles Material, Ausländisches Kind, Biografischer Film, Dokumentarfilm, Erwachsenes Kind, Fernseherziehung, Filmerziehung, Filmkomödie, Findelkind, Junge, Kind <4-10 Jahre>, Kinderfilm, Lebensalter , Liebesfilm, Medien und Informatik <Unterrichtsfach>, Mediendidaktik, Medienpädagoge, Medienpädagogin, Mockumentary, Mädchen, Pädagogik, Stereoskopischer Film, Stummfilm, USA. Marine. Sea, Air, Land Teams, Verdingkind, Westernfilm, Wildes Kind, Zweitgeborenes
Sprache: ger
Fußnote: Zugl. geringfu?gig u?berarb. und aktualisierte Version von: Bochum, Univ., Diss., 2009 u.d.T.: Stewen, Christian: Framing the children
Mediengruppe: Buch