»Das kann ich selbst!« Jedes Kind will selbst tun, etwas bewirken und damit auch gesehen werden. Kinder, die selbst entdecken, selbst denken und sich mit ihren Ideen äußern dürfen, haben die große Chance einer stärkenden Selbstwirksamkeitserfahrung. Damit werden sie auch die Motivation stärken, »nächste Schritte« zu tun und weiter lernen zu wollen. Grundlegend sind:
- Autonomie und Partizipation als Motor von Lernfreude
- interessierte pädagogische Beziehungen, sodass Kinder Angebote von Selbststeuerung und Mitwirkung annehmen und umsetzen
Nele Schubert bietet Lehrkräften der Grundschule einen reichhaltigen, fundierten Leitfaden für partizipative Pädagogik. Aufbauend auf dem theoretischen Rahmen beschreibt sie vielfältige Möglichkeiten, wie Kinder im Unterricht und Schulleben konkret partizipieren und Selbstwirksamkeit erfahren können: von Erzählkreis und Klassenrat über Philosophieren mit Kindern, forschendes Lernen und Werkstattarbeit bis hin zu Streitschlichtung und Kinderkonferenz finden sich zahlreiche wertvolle Impulse für den Schulalltag.
Inhalt
Einleitung ..................................................................................................................... 9
I Theoretische Überlegungen
1. Pädagogisches Konzept ..................................................................................... 15
1.1 Partizipation als Basis ...................................................................................... 15
1.2 Beziehung als Rahmen ................................................................................... 17
1.3 Selbstwirksamkeit als Antrieb ......................................................................... 18
1.4 Selbststeuerung als Kompetenz ...................................................................... 21
1.5 Wachstum als Ziel ............................................................................................... 24
2. Partizipation als Rahmen inklusiver und digitaler Bildung .......... 27
2.1 Partizipation und Inklusion ................................................................................... 27
2.2 Partizipation und Digitalität ................................................................................... 29
II Praxis
3. Partizipative Gespräche .......................................................................................... 35
3.1 Selbst und miteinander sprechen – Gesprächskreise .................................. 35
3.2 Das partizipative Unterrichtsgespräch .............................................................. 38
3.3 Selbst und miteinander nachdenken – Nachdenkgespräche ..................... 42
3.3.1 Nachdenkgespräche zu Lebensfragen –
Philosophieren mit Kindern ..................................................................................... 42
3.3.2 Nachdenkgespräche im Fachunterricht ...................................................... 44
4. Deeper Learning .................................................................................................... 51
4.1 Was ist unter »Deeper Learning« zu verstehen? ......................................... 51
4.2 Das »Deeper-Learning-Phasenmodell« .................................................. 52
5. Forschendes Lernen ........................................................................................... 55
6. Kooperatives Lernen ........................................................................................... 61
6.1 Kooperative Lernformen .................................................................................. 63
7. Selbstbestimmtes Arbeiten – Wochen- und Arbeitsplanarbeit ..... 69
8. Das Arbeiten reflektieren –
Selbstreflexion und individuelle Lernziele ....................................................... 75
8.1 Das Selbstkonzept – Resultat der Selbsteinschätzung und
Einflussfaktor schulischer Leistungen .......................................................................... 76
8.2 Selbsteinschätzung nach Arbeitsphasen ............................................................... 77
8.2.1 Daumenfeedback mit Begründung ...................................................................... 77
8.2.2 Selbsteinschätzungen mit alternativen Methoden (Skala, Kreis) ...... 78
8.3 Selbsteinschätzung am Ende der Schulwoche .................................................... 78
8.3.1 Die Selbsteinschätzung am Ende der Arbeitsplanzeit ............................ 78
8.3.2 Die Selbsteinschätzung von Wochenzielen ................................................... 79
8.3.3 Das Lerntagebuch .............................................................................................. 82
8.3.4 Das Logbuch ....................................................................................................... 82
8.4 Fremdeinschätzung durch Schüler:innen und Lehrkräfte .............................. 83
8.4.1 Rückmeldungen von Mitschüler:innen nach
Gruppenarbeiten und Präsentationen ............................................................... 83
8.4.2 Rückmeldungen von Schüler:innen als »Warme Dusche« ................. 83
8.4.3 Wertschätzende Rückmeldungen an und durch die Lehrkraft ...... 85
9. Die Lernentwicklung im Jahresverlauf reflektieren –
das Lernentwicklungsgespräch .................................................................................. 87
10. Das Klassenleben miteinander regeln und feiern .................................... 89
10.1 Kinder lösen Streitsituationen mit der Methode »SÄM« ................................. 89
10.2 Kinder besprechen und regeln ihr Klassenleben im Klassenrat ................ 90
10.3 Kinder feiern ihr Klassenleben – das Jahreszeitenfrühstück ....................... 93
11. Das Schulleben miteinander gestalten –
Verantwortung teilen ....................................................................................................... 95
11.1 Streitschlichter:innen .................................................................................... 95
11.2 Kinderkonferenz und Grundschulvollversammlung ........................................... 96
11.2.1 Die Kinderkonferenz .............................................................................................. 96
11.2.2 Die Grundschulvollversammlung ...................................................................... 97
11.3 Patenschaften .......................................................................................................... 97
11.4 Raumgestaltung und Architektur .......................................................................... 99
12. Partizipativ pädagogisch handeln, wenn’s schwierig wird ......... 101
12.1 Ermutigendes pädagogisches Handeln bei schwierigem Verhalten .. 101
12.2 Das Beratungsgespräch zwischen Schüler:in und Lehrer:in ..................... 104
12.2.1 Der Ablauf eines Beratungsgespräches ......................................................... 105
13. Partizipation bei Kindern mit individuellem Förderbedarf ........ 107
13.1 Kinder mit AD(H)S ................................................................................................. 107
13.2 Kinder mit Asperger-Autismus bzw. im Autismus-Spektrum ..................... 108
13.3 Kinder mit traumatischen Erfahrungen ......................................................... 110
13.4 Kinder mit speziellem sonderpädagogischem Förderbedarf ................... 111
13.5 Kinder mit besonders hohem kognitiven Potenzial (besondere
oder Hochbegabung) .................................................................................................. 112
13.5.1 »Digitale Drehtür« ............................................................................................ 113
14. Partizipation als Teil von Schutzkonzepten –
(insbesondere) bei Formen von sexualisierter Gewalt ................... 115
15. Partizipation in der Elternarbeit und unter Kolleg:innen ............... 119
15.1 Erziehungspartnerschaft gestalten und nutzen ............................................. 119
15.2 Partizipation stärken durch kollegiale Fallberatung ...................................... 121
Literatur ........................................................................................................................... 124
Anhang (M1-38) – Download-Materialien ................................................................. 127