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Sprache bei Menschen im Autismus-Spektrum

interdisziplinäre Perspektiven
Verfasser*in: Suche nach Verfasser*in Riedel, Andreas ; Biscaldi-Schäfer, Verona Monica
Verfasser*innenangabe: Andreas Riedel, Monica Biscaldi-Schäfer ; mit Beiträgen von Charlotte Bellinghausen, Matthias Huber, Miriam Nandi und Verena Haser
Jahr: 2025
Verlag: Stuttgart, Verlag W. Kohlhammer
Mediengruppe: Buch
nicht verfügbar

Exemplare

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Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: PN.LVA Ried / College 3e - Pädagogik / Regal 329 Status: Entliehen Frist: 20.10.2026 Vorbestellungen: 0

Inhalt

Obwohl Besonderheiten der Sprache und Sprachpragmatik bereits bei den Erstbeschreibungen von Autismus als hochcharakteristisch aufgefasst wurden, fanden sie als Bestandteil autistischer Symptomatik erst kürzlich Eingang in die Klassifikationssysteme. Deshalb ist es höchste Zeit, sich des Themas "autistischer Sprache" eingehender anzunehmen. Das vorliegende Werk beleuchtet diese aus klinischer, historischer, linguistischer, wissenschaftlich-empirischer und literaturwissenschaftlicher Perspektive, abgerundet durch den Blick auf neurotypische Sprache aus autistischer Sicht. Der vielfältige und sehr "spezielle" Umgang mit Sprache, den viele Menschen mit Autismus aufweisen, und die daraus entstehenden Hindernisse und Missverständnisse in der Kommunikation werden anhand zahlreicher klinischer Beispiele veranschaulicht, um anschließend die Implikationen für die Diagnostik und Therapie im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter darzustellen. Dabei werden zahlreiche konkrete sprachliche Phänomene in den Blick genommen, u.a. die Verwendung von Small-Talk, Floskeln, Ironie und Metaphern, das "Zwischen-den-Zeilen-Lesen-Können", die Einbettung von Aussagen in den Kontext, die hochexakte Semantik, dialogisches vs. monologisches Sprechen und die auf das Notwendigste reduzierte sprachliche Kommunikation bei manchen autistischen Kindern. Übergeordnetes Ziel des Buches ist es, die "Übersetzungsarbeit" zwischen autistischen und neurotypischen Kommunikationspartnern zu erleichtern und das gegenseitige Verständnis zu fördern.
 
"Das Buch ist inhaltlich spannend, pespektivenreich, unterhaltsam und kann aus meiner Sicht nur empfohlen werden." (aus dem Geleitwort zum selbigen Werk von Prof. Dr. Ludger Tebartz van Elst)
 
Inhalt
 
Geleitwort ................................................................................................... 9
Von Ludger Tebartz van Eist
1 Einleitung.......................................................................................... 13
2 Historische Einordnung ................................................................. 18
2.1 Beobachtungen von Grunja Ssucharewa, Leo Kanner und
Hans Asperger ................................................................ 18
2.2 Autistische Störungen und Sprachentwicklungsstörung in
der ICD-10....................................................................... 25
2.3 Die Rolle der Sprache bei ASS in der ICD-11........................ 26
2.4 Die sozialpragmatische Kommunikationsstörung im DSM-5
und die pragmatische Sprachentwicklungsstörung in der
ICD-11 .............................................................................. 28
3 Störungen der Sprachentwicklung bei Kindern mit und
ohne ASS............................................................................... 31
3.1 Klassifikation und Definition von Störungen der
Sprachentwicklung......................................................... 31
3.2 ASS und Störungen der Sprachentwicklung .......................... 32
3.3 Beeinträchtigungen der Sprachpragmatik bei Kindern mit
und ohne ASS ................................................................ 35
4 Linguistische Pragmatik - Theorie und Empirie..................... 38
4.1 Warum linguistische Pragmatik? .............................................. 38
4.2 Kurze Einführung in die linguistische Pragmatik.................. 39
Verena Haser und Andreas Riedel
4.2.1 Konversationeile Implikaturen.................................... 40
4.2.2 Deixis.............................................................................. 44
4.2.3 Sprechakttheorie............................................................ 44
4.2.4 Weitere Gebiete der linguistischen Pragmatik........... 45
4.3 Ironie als pragmatisches Phänomen....................................... 45
Verena Haser
4.4 Pragmatik und Autismus - empirische Befunde ................... 55
4.5 Sprachliches Alignment bei neurotypischen und
autistischen Menschen - eine Übersicht...................... 60
Charlotte Bellinghausen und Andreas Riedel
4.5.1 Definition der Begriffe Alignment und Prosodie........... 60
4.5.2 Erklärung und Wirkung von Alignment..................... 65
4.5.3 Bisherige Studien: Alignment in neurotypischer
Kommunikation ................................................ 67
4.5.4 Alignment in der Kommunikation bei ASS................ 69
4.5.5 Zusammenfassung.......................................................... 77
4.6 Warum sich die klinisch oft eindeutigen pragmatischen
Auffälligkeiten experimentell oft nicht gut nachweisen
lassen ............................................................................... 78
4.7 Wie hilft uns die linguistische Pragmatik beim Verstehen
autistischer Sprache? ........................................................ 79
5 Elemente autistischer Sprache aus klinischer Perspektive .... 81
5.1 Einleitung..................................................................................... 81
5.2 Elemente autistischer Sprache bei Kindern und
Jugendlichen............................................................................... 82
5.2.1 Kinder mit minimal verbalemSprachvermögen ........ 82
5.2.2 »Sprechfaulheit«, Beschränkung auf das
Allernotwendigste (»Wovon man nicht sprechen
kann, darüber muss man schweigen«) ........................ 84
5.2.3 Flüssige Sprache mit Monologisierung, fehlender
Dialogfähigkeit.................................................... 85
5.2.4 Sprache und Peergroup-Integration bei Adoleszenten
mit ASS................................................................ 89
5.3 Elemente autistischer Sprache bei Erwachsenen..................... 91
5.3.1 Der Beginn des Gesprächs, grüßen, zustimmen,
widersprechen .................................................... 92
5.3.2 Smalltalk......................................................................... 95
5.3.3 Floskeln: »Wie geht's« und andere.............................. 97
5.3.4 Ironie und Humor........................................................ 99
5.3.5 Sprachbilder und Metaphern........................................ 103
5.3.6 Sprechakte und »Das-zwischen-den-Zeilen-Lesbare« .. 108
5.3.7 Konversationelle Implikaturen - warum manches so
kompliziert ausgedrückt wird........................... 110
5.3.8 Synchronisation und Hierarchien imGespräch,
Organisation des Sprecherwechsels.............................. 112
5.3.9 Das Ende des Gesprächs .............................................. 114
5.3.10 »High Visualizing« - Denken in Bildern................... 116
5.3.11 »High Verbalizing« - Das Phänomen der
hochexakten Semantik...................................... 116
6 Autistisch-Neurotypische Kommunikation - Wie soll ich das
verstehen?.............................................................................. 121
Matthias Huber
6.1 Einführung.................................................................................... 121
6.1.1 Autobiografische Erinnerungen.................................... 122
6.2 Zur Begriffsbildung.................................................................... 122
6.2.1 Autobiografische Erinnerungen, ein Beispiel zum
Thema hören, verstehen und einordnen:..................... 123
6.3 Der egozentrische Fehlschluss.................................................... 124
6.3.1 Ähnliche Sozialisation ................................................... 124
6.4 Erkennen von Kontextabhängigkeit.......................................... 127
6.5 Die zwei autobiografischen Beispiele........................................ 128
6.5.1 Annahmen von Menschen mit und ohne Autismus . 129
6.6 Beispiele zur neurotypischen Kontextfixiertheit..................... 130
6.7 Wie soll ich das verstehen? - Fazit........................................... 131
7 Die Bedeutung der Sprache in der Diagnostik.......................... 132
7.1 Diagnostische Bedeutung der Sprache in der pädiatrischen
und kinder- und jugendpsychiatrischen Praxis .......... 132
7.2 (Differenzial-)Diagnostik in Bezug auf Sprachproduktion
und -kompetenz.............................................................. 133
7.3 Diagnostische Bedeutung der Sprache im Erwachsenenalter 135
7.3.1 Stellung der Sprachpragmatik in der Diagnostik...... 135
7.3.2 Untersuchungen mit Fragebogen ............................... 138
7.3.3 Diagnostische Eigenanmnese........................................ 138
7.3.4 Untersuchung und Verhaltensbeobachtung............... 141
8 Die Bedeutung der Sprache in Therapie und Beratung.......... 143
8.1 Die Bedeutung der Sprache in Therapie und Beratung von
Kindern und Jugendlichen mit Autismus................... 143
8.2 Die Bedeutung der Sprache in Therapie und Beratung von
Erwachsenen mit Autismus .......................................... 148
8.2.1 Umgang mit Sprache in der Therapie.......................... 148
8.2.2 Sprechen über Sprache in der Psychotherapie............ 152
9 Das Ich in der Fremde: Autismus und Sprache aus
literaturwissenschaftlicher Sicht...................................... 158
Miriam Nandi
9.1 Schreiben über sich: Autobiografik und Authentizität.......... 160
9.2 Das Ich als Vexierbild: Erzählendes und erlebendes Ich......... 162
9.3 Ein Leben in Listen: Enumeratives Erzählen........................... 165
9.4 Erzählen über sich - Erzählen über ein Drittes ...................... 168
9.5 Hohe Erwartungen: Neurotypische Leseninnen und
»autistische« Autobiografien ......................................... 172
9.6 Kompromisse, Grenzgänge, Übersetzungen............................ 177
9.7 Sprache als Klang und Bild ....................................................... 182
9.8 Resümee ...................................................................................... 185
9.9 Sekundärliteratur........................................................................ 186
Literatur ..................................................................................................... 189
Autorenverzeichnis.................................................................................... 200
Stichwortverzeichnis................................................................................. 203
Anhang
Sprachpragmatikfragebogen.................................................................... 209
Auswertungsalgorithmus Freiburger Sprachpragmatikfragebogen . 214

Details

Verfasser*in: Suche nach Verfasser*in Riedel, Andreas ; Biscaldi-Schäfer, Verona Monica
Verfasser*innenangabe: Andreas Riedel, Monica Biscaldi-Schäfer ; mit Beiträgen von Charlotte Bellinghausen, Matthias Huber, Miriam Nandi und Verena Haser
Jahr: 2025
Verlag: Stuttgart, Verlag W. Kohlhammer
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Systematik: Suche nach dieser Systematik PN.LVA
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ISBN: 978-3-17-043208-6
2. ISBN: 3-17-043208-7
Beschreibung: 1. Auflage, 214 Seiten : Illustrationen
Schlagwörter: Autismus, Sprachbarriere, Sprachentwicklung, Autism (eng), Autismus-Spektrum-Störung (Quasisynonym), Sprache / Entwicklung
Beteiligte Personen: Suche nach dieser Beteiligten Person Bellinghausen, Charlotte; Huber, Matthias (Pädagoge); Nandi , Miriam
Sprache: Deutsch
Fußnote: Literaturverzeichnis: Seite189-199
Mediengruppe: Buch