Verlagstext:
Caliban und die Hexe ist eine Geschichte des weiblichen wie auch des kolonialisierten Körpers während des Übergangs zum Kapitalismus. Ausgehend von den Bauernaufständen des späten Mittelalters und dem Aufstieg der mechanischen Philosophie untersucht Federici die kapitalistische Rationalisierung der gesellschaftlichen Reproduktion. Sie zeigt, wie der Kampf gegen den Widerstand von Körper und Geist eine wesentliche Bedingung für zwei grundlegende Prinzipien der gesellschaftlichen Organisation darstellt: die Entwicklung der Arbeitskraft und die Verfügung über das eigene Selbst.
Die anschaulich geschriebene Studie ist eine unverzichtbare Ergänzung der Marxschen Schilderung der “Einhegung” und ein wichtiger Schritt in Richtung eines neuerlichen Nachdenkens über Entstehung und Wesen kapitalistischer Verhältnisse.
Caliban und die Hexe – namensgebend ist die Figur des Sklaven aus Shakespeares »Der Sturm« – ist bislang ins Spanische, Koreanische, Griechische und Türkische übersetzt worden. Japanische und serbische Ausgaben sind in Vorbereitung.
Silvia Federici, emeritierte Professorin für politische Philosophie und internationale Politik an der Hofstra University im Bundesstaat New York, ist seit vielen Jahren als politische Aktivistin tätig. Sie ist unter anderem Autorin von Revolution at Point Zero (2012) sowie Mitherausgeberin von A Thousand Flowers: Social Struggles Against Structural Adjustment in African Universities (2000).
Inhalt
7 Vorwort
12 Vorwort zur dritten A uflage
16 E inleitung
29 „Es IST GANZ UNMÖGLICH, DASS DIE GANZ WELT MUSS
den P uff halten .“
Soziale Bewegungen und die politische Krise im
mittelalterlichen Europa
79 D ie A kkumulation der A rbeit
und die H erabsetzung der F rauen
D ie Konstruktion der yyDifferenz “ im „ Übergang zum Kapitalismus “
167 D er grosse C aliban
Der K am pf gegen den rebellischen Körper
205 D ie grosse H exenjagd in E uropa
269 K olonisierung und C hristianisierung
Caliban und Hexen in der Neuen Welt
297 Literatur