Peter Gay, einer der führenden amerikanischen Historiker, bricht in diesem Buch eine Lanze für eine psychoanalytisch fundierte Geschichtswissenschaft. Dabei erörtert er ein breites Themenspektrum, das von den Problemen des Ödipuskomplexes über den Stellenwert des Eigeninteresses im menschlichen Handeln bis zu den mit der psychonalytischen Methode verbundenen Gefahren des Reduktionismus reicht. Gays Entwurf einer Geschichtsschreibung, die die Erkenntnisse der Psychoanalyse nutzt, aber nicht darauf beschränkt ist, zeigt, daß man die Psychoanalyse in alle Zweige der historischen Forschung einbringen kann, ohne andere Erklärungsansätze zu verdrängen.
Inhalt
Vorwort
Worum es geht: Abwehrreaktionen gegen die Psychoanalyse
I Geheime Herzensbedürfnisse
1 Psychologen ohne Psychologie
2 Mißbrauch mit Freud
3 Eine Arena für Amateure
II Freuds Leistung
1 Der Eindruck des Dünkels
2 Rückblick auf den Begründer
3 Eine umstrittene Theorie
III Menschliche Natur und Geschichte
1 Gegen den Historismus
2 Triebe und Triebschicksale
3 Anatomie des Eigeninteresses
IV Vernunft, Realität, Psychoanalyse und der Historiker
1 Zwei Welten im Spannungsverhältnis
2 Auf der Suche nach Reprasentanzen
3 Abgestufte RelevanzV Von der Couch zur Kultur
1 Jenseits der Biographie
2 Der soziale Anteil
3 Das hartnackige Selbst
VI Die Einlösung des Programms
1 Gedanken zum historischen Material
2 Mittel und Wege
3 "Histoire totale"
Bibliographie
Danksagung
Register
Verfasser*innenangabe:
Peter Gay
Jahr:
1994
Verlag:
Tübingen, Ed. diskord
Aufsätze:
Zu diesem Aufsatz wechseln
opens in new tab
Diesen Link in neuem Tab öffnen
Mehr...
Systematik:
Suche nach dieser Systematik
PI.BP
Suche nach diesem Interessenskreis
ISBN:
3-89295-580-8
Beschreibung:
252 S.
Suche nach dieser Beteiligten Person
Sprache:
Deutsch
Originaltitel:
Freud for historians <dt.>
Fußnote:
Bibliogr. und Literaturverz. S. 226 - 242
Mediengruppe:
Buch