Kinder mit einer Diagnose im Autismus-Spektrum versinken in ihrer eigenen Welt und sind dadurch häufig schwer erreichbar. Wie können Eltern den richtigen Zugang zu ihrem Kind finden?
Die Autorin zeigt Eltern und pädagogischen Fachkräften einfühlsam und humorvoll, wie kleine Alltagsmomente zur Veränderung genutzt werden können: Verständnis, geteilte Freude, Spiele und interaktive Situationen sind einfache, aber wirkungsvolle Mittel, um Kinder mit autistisch-ähnlichen Verhaltensweisen zu fördern und ihnen Brücken in eine gemeinsame Welt zu bauen.
Das Buch ist eine Schatzkiste mit vielen wertvollen Anregungen für ein gelungenes Miteinander!
Sibylle Janert, Psychologin mit Fortbildung an der Tavistock Clinic, London, und DIRFloortime-Expert Trainerin, tätig in Beratung und Coaching mit Familien mit einem Kind mit autistisch-ähnlichen Verhaltensweisen sowie in der Fortbildung im deutsch- und englischsprachigen Raum.
Inhalt
Geleitwort von Maria Kaminski ................................................................9
Geleitwort von Miriam Stoppard ............................................................10
Vorwort......................................................................................................... 12
Einleitung..................................................................................................... 15
Teil I:
Entwicklungsorientierte Perspektiven zu Autismus -
Kinder sind verschieden. Verschieden zusein ist normal............... 21
1 Individuelle Unterschiede....................................................................23
2 Der beziehungsorientierteDIRFloortime-Ansatz.............................25
Was ist DIRFloortime?...........................................................................25
Der Führung des Kindes folgen und es gleichzeitig herausfordern 26
Die Entwicklungsleiter der FED Ls.......................................................27
Gemeinsames Problemlösen: Jede Interaktion -
eine gute Interaktion! 29
Was soll der Quatsch!?...........................................................................30
Wer versteht, fühlt sich weniger hilflos.................................................33
3 Die Ursprünge kognitiver Entwicklung: Die Waldon-Methode .. 35
Kinder, die passiv oder desinteressiert sind
und nichts lustig finden 35
Verstehen verstehen...............................................................................36
Lernen durch Selbermachen (Learning by doing)...............................38
Geeignete Spielmaterialien für Learning by doing .............................43
Ein Strich am Tag...................................................................................43
Die Waldonstunde: Learning by doing.................................................45
4 Kombinierte Waldon- und Floortime-Ideen.......................................47
Teil II:
Verhaltensweisen Erwachsener, die der Entwicklung
des Kindes helfen....................................................................................... 49
5 Spiele von Angesicht zu Angesicht und geteilte Aufmerksamkeit:
Wo die Sprachentwicklung beginnt ................................................ 51
„ Lass uns zusammen lachen!“ Die kommunikativen Freuden
beim Scherzen und Spielen.....................................................................51
Das Gesicht - das beste „ Ursache-und- Wirkung “-Spielzeug,
das je erfunden wurde: Immer dasselbe und doch immer ein
bisschen anders .......................................................................................58
„Mach es größer!“ Wie Sie die Aufmerksamkeit des Kindes
wecken, wiedergewinnen und aufrechterhalten können.....................65
Was ist in einem Mundt Instinktive Interessen wieder entfachen .. 72
6 Sprechen, Singen und Kommunizieren für zwei.................................78
„Wenn das Kind nur sprechen könnte, dann wäre alles in Ordnung“
Worte nachahmen können heißt noch nicht sprechen können .... 78
Verfallen Sie nicht auch in Schweigen - Sprechen Sie mit dem Kind:
Und sei es nur, damit Sie selbst lebendig bleiben und einen klaren
Kopf behalten ......................................................................................... 84
Eine Kommunikation, der das Kind nicht widerstehen kann:
Machen Sie ein Lied und tanzen Sie dazu 91
„Es ist Zeit, etwas anderes zu machen“: Weiß das Kind, wie, oder
überhaupt, dass es aufhören könntet.....................................................99
Alles gleich oder anderst Über das präsymbolische Funktionieren
des Denkens........................................................................................ 106
7 Gefährliche Löcher und die Wichtigkeit, sich geborgen zu fühlen 113
„Das Kind will seinen Mantel nicht ausziehen“:
Sich geborgen fühlen: Mäntel, Decken und innere Räume 113
Sein tägliches Fernseh- und Video-,,Bad“: Wie viel ist gut
für das Kindt......................................................................................... 118
„ Tu es in den Müll!“ Die Erleichterung zu wissen,
wo man alles „Schlechte“ hintun kann 122
Weg damit! Über Werfen, Schreien, Dreck-Essen und Weglaufen .. 128
Wie ein Netz mit einem Loch darin:
Über Knoten, Netze und Metaphern 136
Teil III:
Lasst uns spielen! - Mit Spielen und anderen Aktivitäten
Wachstum und Entwicklung fördern ................................................... 145
8 Kommunikationsspiele ....................................................................... 147
Der Balanceakt zwischen Angst und Lust: „ Ich krieg dich ...!"
und andere Aufmerksamkeit weckende Spiel.....................................147
„Da und weg" - Spiele mit der Entfernung und Weglaufen als
Einladung zum Spielen.........................................................................153
„Auf die Plätze -fertig - los!“ Präverbale Fertigkeiten üben
mit geteilter Aufmerksamkeit, Warten und Rollenwechsel 159
Das „ Geh-weg!“Spiel: Mit Ablehnung, Kontrolle,
„So-tun-als-ob“ und „Spielen“ spielen ...............................................165
9 Stimmliche und musikalische Interaktionsspiele...............................171
Mund- und Gesichtsspiele: Machen Sie Musik mit Ihrem Gesicht! 171
Zeigen ist der erste Satz eines Kindes:
Von geteilter Aufmerksamkeit zum Sprechen Lernen 179
Lieder, die gut funktionieren und warum: Bewegungslieder,
flotte Rhythmen und Überraschungen...............................................183
10 Interaktionsspiele mit Spielzeugen, Büchern und anderen
Gegenständen.................................................................................. 197
Kuckuckspiele und Versteckspiele: Aufmerksamkeit
undInteraktiondurchSpannungundÜberraschung.......................197
Bedeutung und Zauber von Steckkästen: „Das gehört da rein!“,
„Da und weg!“ und „Ich kann es!“ ...................................................203
„Wenn’s um Bücher geht, ist das Kind komisch “:
Über das Überbrücken der Lücken zwischen den Seiten 209
Teil IV:
Versuchen wir, das alles zu verstehen .................................................217
11 Die suchtartige Qualität autistischer Verhaltensweisen...................219
Wenn Schmusen kein Schmusen ist: Über den Wunsch,
ein „Mutterschoß-Baby“ zu sein.........................................................219
Wenn ein Spielzeug weder ein Spielzeug noch ein Tröster ist:
Wozu ist ein „autistischer Gegenstand“ gut? 224
„ Warum rüttelt das Kind die ganze Zeit mit irgendetwas?“:
Alles kann hypnotische Kraft haben 231
12 Die Konzentration auf körperliche Empfindungen
ohne Bedeutung .............................................................................. 237
Den Geist „auseinander fallen“ lassen: Über Sehen,
Empfindungen und Dinge, die keinen Sinn machen.........................237
Versunken in Haut- und Körperempfindungen:
Empfindung minus Bedeutung...........................................................244
„Das Kind kann so gut Puzzles zusammensetzen“:
Muster, Puzzles und Empfindungen...................................................248
Anhang....................................................................................................... 253
Über Kindergärten und Schulen.........................................................253
Über die Kinder ...................................................................................254
Literatur ............................................................................................... 260
Internetadressen................................................................................... 264
Sach-und Personenverzeichnis...........................................................265
Danksagung............................................................................................... 272