(I-25/14-C3) (GM ZWs / PL)
Was die Zukunft bringt, können wir nicht sagen – stets liegt das, was vor uns liegt, im Ungewissen, also in der Dunkelheit, weil Zukunft immer schon das war, was wir daraus gemacht haben. Dieses Machen, das Tun, das Engagement und der kleine und große Aktivismus stehen im Zentrum dieses Essays, den Rebecca Solnit bereits vor fast zwanzig Jahren geschrieben hat – und der damit einem spezifischen historischen Moment entspringt, in dem vieles möglich schien. Dass sich nicht alles davon eingelöst hat, ist dabei kein Zeichen des Scheiterns oder Versagens. Denn wenn uns die Geschichte etwas lehrt, argumentiert Solnit, dann dass bisher noch jede Form des kollektiven Engagements Früchte getragen hat – wenn vielleicht auch andere als die ursprünglich angestrebten.
Es ist ihr prozessualer, schöpferischer und kreativer Politikbegriff, der Rebecca Solnits Essay gerade angesichts verhärteter Fronten wieder so ermutigend macht: weil es angesichts der komplexen Gegenwart mehr als einen Weg gibt, um durch unser Engagement die Zukunft zu gestalten.
Inhalt
Vorwort: Gründe zur Hoffnung (2015) • 7
Ein Blick ins Dunkel • 32
Als wir verloren haben • 39
Was wir gewonnen haben • 52
Falsche Hoffnung, einfache Verzweiflung • 59
Eine Geschichte im Schatten • 69
Das neue Jahrtausend kommt: 9. November 1989 • 84
Das neue Jahrtausend kommt: 1. Januar 1994 • 91
Das neue Jahrtausend kommt: 30. November 1999 • 99
Das neue Jahrtausend kommt: 11. September 2001 • 112
Das neue Jahrtausend kommt: 15. Februar 2003 • 117
Die Veränderung unsererVorstellungvon Veränderung • 122
Über die Indirektheit direkter Aktionen • 128
Der Engel der alternativen Geschichte • 137
Viagra für Karibus • 141
Nichts wie raus aus dem Paradies • 146
Über die tiefe Kluft hinweg • 155
Nach der Ideologie oder: Veränderungen der Zeit • 167
Das globale Lokale oder: Veränderungen des Ortes • 175
Ein Traum, dreimal so groß wie Texas • 183
Zweifel • 193
Reise zum Mittelpunkt der Welt • 199
Ein Blick zurück: Die außergewöhnlichen Leistungen
gewöhnlicher Menschen (2009) • 206
Alles fügt sich zusammen, während alles auseinanderfällt (2014) • 222
Rückwärts und vorwärts. Ein Nachwort (2015) • 239
Eine terminologische Bemerkung • 249
Dank • 251
Literaturhinweise • 253