(I-25/05-C3) (GM ZWs / PL)
Neurobiologische Erkenntnisse über die erste Bindung verständlich erklärt
Das menschliche Gehirn ist dafür verantwortlich, wie wir fühlen und wie wir uns verhalten.
Aber warum tickt das Gehirn bei jedem unterschiedlich? Warum kann der eine gut mit Stress umgehen und der andere nicht? Nicole Strüber erklärt, wie unser Gehirn durch unsere Gene und allerfrühesten Erfahrungen beeinflusst wird und warum die frühen Bindungserfahrungen so wichtig für unsere weitere Entwicklung sind.
REZENSION:"Fazit -
Nicole Strüber gelingt es mit ihrem Schreibstil, auch schwierige Themen – und da gehört die Neurobiologie sicher dazu – prägnant, informativ und sehr gut lesbar zu vermitteln. Aus eigener Erfahrung kann der Rezensent daher unzweifelhaft sagen, dass dieses Buch ein wichtiger Schritt dafür ist, trotz des Schlafmangels und des Stress‘ der ersten Wochen und Monate ein sicherer Hafen für das Neugeborene zu sein. Denn für uns ist es auf unser Alter gerechnet nur eine verhältnismäßig kleine Zeitspanne, in der wir aber den Grundstein für ein zufriedenes und auf verlässliche Beziehungen aufgebautes Leben unseres Kindes legen."
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Inhalt
1 Einleitung: Was wollen wir? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
2 Das Gehirn und das Ich: Ein Überblick . . . . . . . . . . . . 19
2.1 Gene und Erfahrungen beeinflussen die
Hirnentwicklung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
Gene und Erfahrungen arbeiten zusammen . . . . . . 27
Gene beeinflussen die Auswirkungen von
Erfahrungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
Erfahrungen legen fest, welche Gene wirksam
werden – die Epigenetik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
2.2 Emotionales Fundament, flexibler Aufbau . . . . . . . 35
Die untere limbische Ebene . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
Die mittlere limbische Ebene . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47
Die obere limbische Ebene . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50
Die kognitiv-sprachliche Ebene . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
2.3 Kapitel 2 in Kürze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
3 Erste Schritte in Richtung Persönlichkeit . . . . . . . . . 57
3.1 Wie prägen die Gene das Kind? Was bringt
das Kind mit? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58
Dopamin-Rezeptor-Gen: Belohnung und Risiko . . 60
Serotonintransporter-Gen: Angst . . . . . . . . . . . . . . . 63
Oxytocin-Rezeptor-Gen: Bindung und Empathie . 65
3.2 Wie prägt die Schwangerschaft das Kind? . . . . . . . . 67
3.3 Wie prägt das Geschlecht das Kind? . . . . . . . . . . . . 74
Sind Mädchen und Jungen gleich? . . . . . . . . . . . . . . 75
Was macht Mädchen und Jungen
unterschiedlich? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77
3.4 Wie prägt die Geburtserfahrung das Kind? . . . . . . . 88
Vorbereitung der Geburt und das Grande
Finale . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80
Medizinische Interventionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93
Nach der Geburt: Prägung in der Ruhe nach
dem Sturm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96
3.5 Wie prägt Muttermilch das Kind? . . . . . . . . . . . . . . 100
3.6 Kapitel 3 in Kürze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 103
4 Das kindliche Gehirn:
Wie Bindung die Persönlichkeit reifen lässt . . . . . . . 107
4.1 Grundsteinlegung: Bildung innerer Modelle
von Bindung und Vertrauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 113
4.2 Wie beeinflusst Bindung das kindliche
Gehirn? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 122
Die Bindungsperson wird mit Belohnung
assoziiert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 123
Das Stresssystem wird gehemmt und das Lernen
gefördert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 129
Die Haltung zu Bindung wird
langfristig geprägt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 135
Emotionale und soziale
Kompetenz werden gefördert . . . . . . . . . . . . . . . . . . 140
Oxytocin und das soziale Gehirn:
Eine Übersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 148
4.3 Temperament und Bindung: Entstehung der
kindlichen Persönlichkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 152
Entstehung des frühen Temperaments:
Eine Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 154
Das Temperament beeinflusst den Aufbau
der Bindung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 156
Das Temperament beeinflusst die Wichtigkeit
der feinfühligen Fürsorge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 159
Die Bindungsbeziehung prägt die Persönlichkeit . . 163
Das Gehirn des sicher gebundenen Kindes . . . . . . . . 164
Die Persönlichkeit des sicher gebundenen Kindes . . . 169
4.4 Kapitel 4 in Kürze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 172
5 Das elterliche Gehirn: Auf Bindung eingestellt . . . . 175
5.1 Sind Frauen und Männer unterschiedlich? . . . . . . . 175
Welche Bedeutung hat die unterschiedliche
Hirnchemie für das Verhalten? . . . . . . . . . . . . . . . . . 178
5.2 Was passiert im Gehirn der Mutter in der frühen
Eltern-Kind-Interaktion? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 183
Das mütterliche Gehirn wird an die neuen
Lebensumstände angepasst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 184
Das Kind wird mit Belohnung assoziiert . . . . . . . . . 191
Die Aufmerksamkeit wird auf soziale Aspekte
ausgerichtet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 192
Das Verständnis und das Mitfühlen von
Emotionen werden gefördert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 194
5.3 Was passiert im Gehirn des Vaters in der frühen
Bindungsbeziehung? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 198
Väter müssen sich auf das Vatersein einstellen . . . . 200
Studie über die Anpassung
des väterlichen Gehirns . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 201
Weitere Erkenntnisse über die Anpassung
des väterlichen Gehirns . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 205
Väter fördern die kindliche Erkundung
der Umwelt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 212
5.4 Individuell unterschiedlich: Die Persönlichkeit
der Eltern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 216
Das Individuum Mutter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 217
Die feinfühlige, die zu schnell, und die zu wenig
reagierende Mutter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 220
Das Individuum Vater . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 223
Engelskreise und Teufelskreise: Von einer
Generation an die nächste . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 228
Engelskreise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 229
Teufelskreise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 230
5.5 Kapitel 5 in Kürze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 233
6 Was bedeutet das alles für uns Eltern? . . . . . . . . . . . 235
6.1 Lernen, Eltern zu sein? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 235
6.2 Kaum eine Kindheit ist perfekt . . . . . . . . . . . . . . . . . 239
6.3 Über schreiende Kinder und verzweifelte
Eltern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 245
Wie geht man mit einem schwierigen kindlichen
Temperament um? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 245
Cosleeping . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 251
Wie geht man mit schwierigen Eltern um? . . . . . . . 256
6.4 Wer betreut? Die Mutter, der Vater, die Oma
oder die Krippe? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 260
Der Vater . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 261
Die Oma . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 266
Die Krippe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 268
Qualität der Krippe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 274
Individuelle Eigenschaften von Mutter und Kind . . . 276
Benötigt ein Kind die frühe Krippe, um soziale
Kompetenz zu erwerben? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 279
Benötigt ein Kind die frühe Krippe, um frühe
Bildung zu erhalten? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 283
6.5 Kapitel 6 in Kürze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 292
7 Ausblick: Das Bedürfnis des Gehirns nach Bindung
und die Gesellschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 295
Vereinbarkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 297
Und was sagen die Kinder dazu? . . . . . . . . . . . . . . . 299
Kann sich die Gesellschaft Bindung kaufen? . . . . . . 301
Wertschätzung von Fürsorge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 303
Mit Toleranz zur Entlastung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 304
Väter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 306
Von der Wertschätzung zur Veränderung . . . . . . . . 307
8 Anmerkungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 309
9 Literatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 313
Ein großes Dankeschön . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 335