VERLAGSTEXT:
Der Band versammelt Interviews von Carsten Gansel mit maßgebenden Vertretern der beiden Literatursysteme Ost- und Westdeutschland sowie der nachfolgenden Autorengeneration zu einem repräsentativen Dialog über die Kultur- und Zeitgeschichte der jüngsten deutschen Vergangenheit. Vor dem Hintergrund der gemeinsamen Erfahrung des Epochenumbruchs von 1989 verhandeln die Gesprächspartner insbesondere die vielfältigen Zusammenhänge zwischen Autorenpoetik, individuellem und kulturellem Gedächtnis.
Diese Edition bietet ein vielstimmiges Panorama der (Literatur-)Geschichte des letzten Vierteljahrhunderts.
Gespräche unter anderem mit: Jürgen Becker, Thomas Brussig, Günter Grass, Norbert Gstrein, Christoph Hein, Peter Härtling, Stephan Heym, Reinhard Jirgl, Hermann Kant, Uwe Kolbe, Peter Kurzeck, Erich Loest, Giwi Margwelaschwili, Clemens Meyer, Ulrich Plenzdorf, Marcel Reich-Ranicki und Christa Wolf.
AUS DEM INHALT:
INHALT
I. EINLEITUNG
13 Literatur im Dialog - Carsten Ganseis Autoreninterviews im Spannungsfeld zwischen Literaturwissenschaft und literarischer Öffentlichkeit.
von Norman Achtler
II. "DASS DIE DDR TOT IST, DAS IST LEGENDE."
Gespräche über Literatur aus einem vergangenen Land.
39 "Zwischen Seele und Verstand." Gespräch mit Gottfried Meinhold.
47 "Aus Angst vor dem Fall haben wir mitgemacht." Gespräch mit Norbert Bleisch.
55 "Underground wird prämiert." Gespräch mit Uwe Grüning.
61 "Implosion und Sinndefizit" Gespräch mit Christoph Hein
83 Schriftsteller zwischen Guru und Nobody. Gespräch mit Werner Heiduczek.
102 "Es hätten Signale gereicht, Signale von Solidarität." - Sisyphos oder die Suche nach Menschlichkeit. Gespräch mit Lutz Rathenow.
127 "Meine Bücher sollen sie lesen und nachdenken darüber." Gespräch mit Stefan Heym.
141 "Damit man den Optimismus nicht verliert, muss man die Tragödie kennen." Gespräch mit Tschingis Aitmatow
151 "Ich schreibe nur Bücher, die ich selbst gern lesen würde." Gespräch mit Thomas Brussig.
165 "Dass die DDR tot ist, das ist Legende." Gespräch mit Ulrich Plcnzdorf.
181 "Es muss stets Zeugen geben, die erzählend registrieren, was hier passiert." Gespräch mit Wolfgang Schrcyer.
191 "Ich verlange nur eine Ungeheuerlichkeit, nämlich Verständnis." Gespräch mit Hermann Kant,
215 Hoffnungen auf einen Sozialismus mit menschlichem Antlitz. Gespräch mit Gustav Just.
227 "Ein Buch lebt immer nur zwischen zweien - dem Autor und dem Leser." Gespräch mit Benno Pludra.
243 "Alles bleibt wie es ist, nur anders." Gespräch mit Bernd Ulbrich.
255 "Wir Romanisten galten als >halbwestlich