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Der späte Tizian und die Sinnlichkeit der Malerei

Verfasser*in: Suche nach Verfasser*in Kunsthistorisches Museum <Wien>
Verfasser*innenangabe: herausgegeben von Sylvia Ferino-Pagden
Jahr: 2007
Verlag: Wien, Kunsthistorisches Museum
Mediengruppe: Buch
verfügbar

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Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: KB.QB Tizian Spät / College 5c - Kunst / Regal 556-558 Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0

Inhalt

Der Hauptfokus der gleichnamigen Ausstellung und des Katalogs liegt auf Tizians letzten 25 Schaffensjahren, die vor dem Hintergrund seiner familiären Umstände, Erbschaftsfragen sowie der Rolle der Werkstattmitarbeiter betrachtet werden.
Die Malweise Tizians später Phase mit ihrem zunehmend offeneren Pinselstrich bis hin zur so genannten „Fleckenmalerei“ (pittura di macchie) überraschte, irritierte und empörte nicht nur einige Auftraggeber sowie Literaten und Kunsttheoretiker seiner Zeit, sondern verstört auch heute noch so manchen Betrachter. Erst in den letzten Jahren wird diese Malweise Tizians, die oft innerhalb eines Gemäldes eine enorme Variationsbreite aufweist, als äußerst wirkungsvolles Mittel zur Steigerung der dargestellten Dramatik interpretiert. Die Sinnlichkeit des Pinselstrichs erreicht ihren Höhepunkt bei erotisch-poetischen Themen, bei denen Tizian die Schönheit des weiblichen Körpers in den Mittelpunkt rückt. Im Lauf der Jahre wird seine Malweise jedoch immer stärker mit einer spirituellen Ausdruckskraft und Schmerzensmystik aufgeladen, die die Todesvisionen des greisen Künstlers erahnen lassen.
Zentrale Fragen rund um einige Spätwerke Tizians, denen eine ungeheure Expressivität und ein bemerkenswerter philosophischer Gehalt eigen ist und die trotz ihrer Vielfärbigkeit nahezu monochrom erscheinen, sind bis heute offen: Ist in ihnen Tizians Künstlervision umgesetzt oder handelt es sich lediglich um unvollendete Gemälde? Und in welchem Ausmaß können Tizians Spätwerke als eigenhändig angesehen werden? Dank umfangreicher technischer und wissenschaftlicher Untersuchungen vieler seiner Gemälde lassen sich inzwischen die Herstellungsprozesse und die Rolle der Mitarbeiter besser beurteilen.
Der Katalog wirft ein neues Licht auf Tizians Stilentwicklung, auf seine Maltechniken und seinen nahezu alchemistischen Umgang mit Materialien, der ihm dazu verhalf, den von ihm empfundenen Zauber der Welt auf sinnliche Weise einzufangen. (www.khm.at)

Details

Verfasser*in: Suche nach Verfasser*in Kunsthistorisches Museum <Wien>
Verfasser*innenangabe: herausgegeben von Sylvia Ferino-Pagden
Jahr: 2007
Verlag: Wien, Kunsthistorisches Museum
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Systematik: Suche nach dieser Systematik KB.QB
Interessenkreis: Suche nach diesem Interessenskreis Sammlung Duffek
ISBN: 978-3-85497-120-7
2. ISBN: 3-85497-120-6
Beschreibung: 398 Seiten : Illustrationen
Schlagwörter: Geschichte 1548-1576, Malerei, Vecellio, Tiziano <Künstler, 1477-1576>, Holztafelmalerei, Tafelbild <Malerei>, Tafelmalerei, Tizian
Beteiligte Personen: Suche nach dieser Beteiligten Person Ferino-Pagden, Sylvia
Sprache: Deutsch
Fußnote: Eine Ausstellung des Kunsthistorischen Museums in Zusammenarbeit mit den Gallerie dell'Accademia in Venedig ; Wien, Kunsthistorisches Museum: 18. Oktober 2007 bis 6. Jänner 2008 ; Venedig, Gallerie dell'Accademia: 1. Februar bis 21. April 2008
Mediengruppe: Buch