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Agrarwende

oder die Zukunft unserer Ernährung
Verfasser*in: Suche nach Verfasser*in Schmidt, Götz; Jasper, Ulrich
Verfasser*innenangabe: Götz Schmidt ; Ulrich Jasper
Jahr: 2001
Verlag: München, Beck
Mediengruppe: Buch
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Inhalt

Ackerbau und Viehzucht galten bis vor kurzem als Überreste längst vergangener Zeiten. BSE und die Maul- und Klauenseuche haben uns vor Augen geführt, daß wir uns wieder um die Grundlagen unserer Ernährung kümmern müssen. In den Händen von Politikern, Wissenschaftlern und EU ist die Landwirtschaft in eine Sackgasse manövriert worden. Das Buch gibt eine schonungslose Beschreibung des Weges in diese Sackgasse. Im Mittelpunkt stehen die vielen Versuche der letzten Jahrzehnte, neue Wege in der Landwirtschaft zu gehen und Alternativen aufzubauen. Die Autoren zeigen, daß eine Agrarwende nicht neu erfunden werden muß, sondern aus diesen Versuchen entwickelt werden kann. Reformkonzepte werden vorgestellt und die notwendigen politischen Regelungen genannt, die verantwortliches Wirtschaften möglich machen. (Verlagsinformation)
 
 
Aus dem Inhalt:
/ / Vorwort 11 / / I. Wie es zu den heutigen Problemen kam 15 / / 1. Maul- und Klauenseuche - ein ganzes Fortschrittsmodell geht unter 16 / Der traditionelle Umgang mit der Seuche 17 Vom Impfen zur „eradication“. Die Geschichte einer Katastrophe 18 / Nicht einmal ökonomisch stimmt die Rechnung 19 Die Seuche, der Weltmarkt und die EU als „global player“ 20 / Mehr Handlungsmöglichkeiten sind nötig - statt nur einer tödlichen Keule 20 / 2. Wie wir mit unseren Tieren umgehen 23 / 2.1. Desinteresse am Lebewesen Tier 23 / Zucht 25 Fütterung 26 Haltungsformen 28 Der Laufstall: Propaganda und Wirklichkeit 29 Über das Stroh - oder: Warum einfach, wenn es auch künstlich geht? 30 „Cowcomfort“ - die Postmoderne im Stall 30 / 2.2. Puten, keine Alternative 32 / 2.3. „So geht es auch ohne Mutter“ - Der Beitrag der Wissenschaft zur Sackgasse der Landwirtschaft 35 / 2.4. Sind die Bauern gefühlskalt? Zum Verhältnis Mensch - Nutztier 39 / Dossier 1 / Landwirtschaft im Versand Hauskatalog: Die Drecksarbeit für den Bauern 41 / Dossier 2 / NORD-OST Genetic GmbH. Oder: Die Eier legende Kuh 43 / 3. Die Bauern und die Modernisierung: Täter und Opfer 44 / Bauernkinder zwischen zwei Welten 44 Der Traum von der Modernisierung 45 Reklamebilder des Fortschritts 47 / Wenn der Staat den Fortschritt organisiert 48 Mehr Arbeitsbelastung statt Reich der Freiheit 50 Arbeitsbelastung - auch im ökologischen Landbau 51 Kein Weg zurück hinter die Versprechungen der Moderne 52 / 4. EU-Agrarpolitik, Lebensmittelhandel und die „Grüne Front“ / 4.1. Die EU / Die EU - undemokratisch, nicht nur bürokratisch 54 Garantierte Preise für die Bauern? 57 Die Strategie der EU-Agrarpolitik: Landwirtschaft fit für den Weltmarkt 58 Entkopplung von Preis und Einkommen 59 Die EU als „global player“ 60 Weltmarktpreis und nachhaltiges Wirtschaften - ein Widerspruch 61 / 4.2. Die Macht des Lebensmittelhandels 62 / Hauptsache billig 63 Fünf Zentralen geben den Ton an 64 Der Preiskampf führt zur Wertvernichtung. Wer hält am längsten durch? 66 Die Macht der Discounter 66 Gebühren für den Platz im Regal 67 / 4.3. „Grüne Front* - Interessenfilz von Bauernverband, Agrarwirtschaft und anderen 68 / Im Zentrum: der Bauernverband 68 Einheit mit den Genossenschaften 70 Diener zweier Herren 71 Monopol auf die Fachpresse 73 Kooperation mit Ernährungswirtschaft und Chemieindustrie 73 Nichts gegen eine professionelle Lobby-Arbeit 76 / Dossier: Bauernverbandsfunktionäre - Ämterhäufung und Verstrickung mit der Agrarindustrie 77 / / II. Neu über die Bauern nachdenken 79 / / 5. Irrtümer der Ökonomen 80 / Der landwirtschaftliche Haushalt stand bisher im Schatten der Betriebswirtschaft 80 „Wachsen oder Weichen“ - kein ökonomisches Naturgesetz 82 Irrtümer über die landwirtschaftliche Arbeit: Produktive und reproduktive Arbeit 85 Der Unterschied zwischen landwirtschaftlicher und industrieller Arbeit 86 Landwirtschaft: „Überrest alter Zeiten“ oder „gleichzeitig“? 88 / 6. Die Bauern und die Landschaft 90 / Die traditionelle Kulturlandschaft war vielfältig, weil viele von ihr leben mussten 91 Denkmalschutz für traditionelle Kulturlandschaften? 93 Landschaft - fürs Auge und das Gemüt 94 Moderner Ablasshandel mit Biotopen 95 Auch heute ist der Boden knapp, wenn er nachhaltig bewirtschaftet wird 96 / / III. Auf der Suche nach Auswegen 99 / / 7. Oppositionsbewegungen der Bauern: Doppelter Bruch mit Tradition und Produktivismus 100 / Neuorientierung der Landjugendlichen in den 70er Jahren 100 Der Konflikt zwischen Modernisierern und Traditionalisten 102 Widersprüche der Modernisierung 103 Konfliktlinien zur Genossenschaft und dem Bauernverband 105 Bauernverband - modern, aber undemokratisch 107 Neue Aktionsformen, neue Bündnispartner 108 Bauern und Politik 109 / / 8. Der ökologische Landbau 111 / Nicht nur eine andere Produktionstechnik 111 Unabhängigkeit von der Agrarindustrie 112 In der Praxis von Bauern entwickelt 114 Der Aufbau eines eigenständigen Marktes 115 / 9. Experimentierfeld Landwirtschaft 118 / Verarbeitung und Vermarktung in eigener Hand 118 Der Hof als Anbieter neuer Dienstleistungen 119 Der Landwirt als Energiewirt 119 Überbetriebliche Zusammenarbeit 120 Gemeinschaftsprojekte in Verarbeitung und Vermarktung 121 Bauern organisieren eine eigene Interessenvertretung 123 Eine Genossenschaft gegen die Genossenschaft 125 „Wir lassen die Sau raus!“. Das Neuland-Programm für artgerechte und umweltschonende Tierhaltung 126 Trauma Familienbetrieb und der Traum von der Hofgemeinschaft 133 Neue Herausforderungen, weit über Produktionstechnik hinaus 135 / / IV. Reformkonzepte in der Diskussion 137 / / 10. Refbrmkonzept Multifunktionalität 138 / Die „öffentlichen Güter“ der Landwirtschaft 138 Soll der Staat die Wirtschaftsweise bestimmen? 140 Eine Landschaft kann man nicht in Auftrag geben 142 / 11. Sichere Lebensmittel durch die „gläserne Kette“? 145 / In der Krise zählen persönliches Vertrauen und kurze Wege 145 Kontrolle und Dokumentation sollen Vertrauen zurückholen 146 Auf der Suche nach kritischen Punkten 147 Wieder übernimmt die Agrarwirtschaft die Regie 148 Sicherheit und Qualität sind zwei Dinge 150 Differenzierte Lösungen für unterschiedliche Strukturen 151 / 12. Staatliche Förderung des Ökolandbaus - das Ziel „20 Prozent“ 153 / Flächenprämien als Anreiz zur Umstellung 153 Die Problematik der Flächenprämien am Beispiel Österreich 154 Wenn der Absatz stockt, fallen auch im Ökolandbau die Preise 155 Der Supermarkt soll den Absatz steigern 156 Die Frage des Preises im Ökolandbau 158 Die Wiederkehr der Hochleistungskuh 159 Sonderangebote, Aktionswochen, Dauerniedrigpreise 160 Die Konzentration auf das Ziel „20 Prozent“ ist zu wenig 161 / / V. Eine neue Agrarpolitik: / / Die Landwirtschaft muss zurück in die Gesellschaft geholt werden 163 / 13. Prinzipien einer neuen Agrarpolitik 164 / 13.1. Lebewesen Tier 164 / Der Stall muss dem Tier angepasst werden, nicht umgekehrt 164 Tierethologie - fast ein Neubeginn 165 Der Stall als öffentliche Angelegenheit 166 / 13.2. Wie die Schweiz die Käfighaltung der Hühner abschaffte -ein Beispiel für die EU 166 / 13.3. Die Landschaft einer nachhaltigen Landwirtschaft 171 / Vielfalt durch nachhaltige Bewirtschaftung 172 Den Tieren zusehen 173 Landschaft öffentlich machen. Erschließen statt schützen 174 Schlimmer als die fehlenden Gehölze sind die fehlenden Menschen in der Landschaft 176 / Zufriedene Kühe und Schweine statt Biotope 177 / 13.4. In der Landwirtschaft braucht es mehr Demokratie 179 / Demokratisierung der landwirtschaftlichen Verhältnisse 180 Die Fiktion der Einheit der Bauern fördert Stummheit, Resignation und Ohnmacht 183 Mehr Transparenz im Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft 184 / 13.5. Einige praktisch-politische Vorschläge 186 / »Verbesserung der Agrarstruktur“ sollte in Zukunft heißen: Bestärken der Vielfalt landwirtschaftlicher Wirtschaftsstile 187 Stopp der Wachstumsförderung 187 / Demokratischer Umbau des Agrarapparats 188 Lebensmittelsicherheit: Gesunde Tiere statt Dopingkontrolle 189 Lebensmittelhandel - ein optimistischer Ausblick 190 Den ökologischen Landbau stärken 191 Die Landwirtschaft braucht nicht weniger, sondern mehr Menschen 192 / / VI. Anhang 195 / / I. Die verschiedenen Wirtschaftsstile der Landwirtschaft heute. Eine schematische Übersicht 196 / II. Informationsdatenbanken, Zeitschriften, Pressedienste / III. Zitierte Literatur / IV. Anmerkungen

Details

Verfasser*in: Suche nach Verfasser*in Schmidt, Götz; Jasper, Ulrich
Verfasser*innenangabe: Götz Schmidt ; Ulrich Jasper
Jahr: 2001
Verlag: München, Beck
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Systematik: Suche nach dieser Systematik NL.A
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ISBN: 3-406-47570-1
Beschreibung: Orig.-Ausg., 220 S., graph. Darst.
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Mediengruppe: Buch