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Missy Magazine 2026; 03

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Jahr: 2026
Missy Magazine 2026
Zählung: 03
Mediengruppe: Zeitschrift
verfügbar

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Inhalt

Missy Magazin 03/2026
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Editorial: dieses Mal schmückt kein Coverstar unser Heft. Wir haben uns stattdessen entschieden, einem aktuellen Thema diesen Platz einzuräumen: digitaler sexualisierter Gewalt. Der Fall Fernandes/Ulmen hat eine Debatte ausgelöst, die wir in diesem Heft begleiten. Er ist nur einer von vielen und Teil eines Problems, das auch über den digitalen Raum hinausreicht. Mehr dazu lest ihr in unserer Titelgeschichte (S. 46).
Neu ist in dieser Ausgabe auch unsere Musikrubrik (ab S. 75) im Edutainment-Teil. Unser*e Redakteur*in Lara hat sich neue Formate überlegt, die ermöglichen sollen, abwechslungsreicher und zeitgemäßer nicht nur auf Album-Releases, sondern auch auf aktuelle Musikthemen, Debatten und Artists einzugehen: Neben Newcomer*innen ist auch Platz für Comebacks; es gibt ein POV (Point Of View)-Format, in dem Lara Alben vorstellt, die diesmal vor allem diejenigen mögen werden, die gerade ein Situationship-Break-up hinter und Frühlingsgefühle vor sich haben. Außerdem ist nun immer ein WTF (What The Fuck) dabei, also ein Rant zu aktuellen Geschehnissen aus der Musikwelt. Wir hoffen, es gefällt euch!
Was uns gar nicht gefällt und ansonsten keinen größeren Platz in diesem Heft gefunden hat, möchte ich hier kurz anreißen: Aktuell gibt es in Deutschland einige Kürzungen und Neuerungen, die bereits bestehende Probleme verschärfen und unsere Gesellschaft noch unsozialer machen. Etwa die Kürzung der Honorare für Psychotherapeut*innen, die sich auch negativ auf die Verfügbarkeit von Therapieplätzen auswirken wird, oder die Abschaffung der Krankenkassen-Mitversicherung von Ehepartner*innen. Mit der Gesundheitsreform kommen auch höhere Zuzahlungen bei Medikamenten auf die gesetzlich Versicherten zu, während einige Kassenleistungen, etwa bestimmte Vorsorgeuntersuchungen, entfallen. Weitere Sozialkürzungen, die zwar noch nicht beschlossen sind, aber von der Regierung vorgeschlagen werden: eine Senkung staatlicher Leistungen für Alleinerziehende, die Einschränkung des Wunsch- und Wahlrechts von Menschen mit Behinderung, Einsparungen in der Jugend- und Geflüchtetenhilfe. Statt die Reichen vernünftig zu besteuern, werden wie so oft zuallererst die Bevölkerungsgruppen belastet und vernachlässigt, die es eh schon schwer haben.
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Aufschlag
*** Die Lücke schließen. Die Feminist Law Clinic bildet im Sexualstrafrecht aus und ­bietet kostenlose Rechtsberatungen für Frauen und Queers an.
*** Lieblingsstreberin: Annabeth Chase. Die Physikerin Ulana Khomyuk aus der Miniserie „Chernobyl“ ist fiktiv, steht aber für sowjetische Wissenschaftler*innen, die zur Aufklärung und Eindämmung der Katastrophe beitrugen.
*** Work Work Work: Müllwerkerin. Die Fahrradmeisterin Lana Weisbach gründete eine FLINTA-Fahrradwerkstatt und ist Teil des RADau-Kollektivs in Marburg. Was ihr Lieblingswerkzeug ist und was sie macht, wenn sie nicht schraubt.
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Kultur & Gesellschaft
*** Hä? Was heißt denn Dog Whistle? Unser Glossar gegen die Panik vor Wörtern. Diesmal: Dog Whistle.
*** Embryo im Aquarium. Künstliche Gebärmutter statt Babybauch – die Idee ist längst in Popkultur und feministischer Theorie verankert. Doch wie realistisch ist diese Utopie? Oder wäre sie eher Dystopie?
*** Im Nichts überleben. Gabriele Stötzer legte sich mit dem DDR-Regime an, kam in den Knast, führte in den 1980ern eine ­Galerie im Untergrund in Erfurt und behauptet sich fortwährend in einer Mackerwelt. Nun zeigt der Berliner Gropius Bau ihr Werk. Ein Gespräch mit der Künstlerin und ihrer Kuratorin Julia Grosse.
*** „Gay shit manifestieren“. Dua Saleh, bekannt aus der Netflix-Serie „Sex Education“, ist weit mehr als nur Schauspieler*in: Als Musiker*in und Dichter*in verarbeitet Saleh die eigene Geschichte und versucht dabei vor allem, Hoffnung zu vermitteln.
*** Seiltanz. In Shanghai, der Finanzmetropole Chinas, bedrohen staatliche Repression und Turbokapitalismus die Arbeit von Kunstschaffenden. Wie kann man nach jedem Abriss wieder etwas Neues erschaffen?
*** Die Hasenerscheinung. Jo Bannon macht uns mit ihrer Zauber-­Performance „The Dirty Work“ auf die dreckige Arbeit des Sehens und Gesehen­werdens aufmerksam.
*** All Eyes On: Emma Adler. Emma Adler macht Kunst zum Thema visuelle Desinformation: Verschwörungstheorien und Propaganda.
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Politik & Protest
*** Gewalt, Gold und Profit. Im Sudan tobt seit drei Jahren ein Krieg, den man wegen internationaler Verstrickungen kaum als Bürgerkrieg bezeichnen kann. Welche Antworten gab es bei der Hilfskonferenz in Berlin?
*** Deutsche Zustände. Die erste bundesweite Studie zu institutionellem Rassismus beweist wenig überraschend: Es gibt ihn. Sie wurde vom BMI gefördert – doch das Ministerium veröffentlichte sie erst über ein Jahr später. Eine der Autor*innen berichtet.
*** Kein Bock auf Bundeswehr. Der neue Wehrdienst ist da – und gegen ihn gab es seit Dezember zwei bundesweite Schulstreiks. Ein Gespräch mit Lisa Alexander, 18 Jahre, die seit Oktober 2025 beim Schulstreik-Komitee in Itzehoe aktiv ist, das sie mit Freund*innen ins Leben gerufen hat.
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Titelstory
*** Patriarchat 4.0 zerschlagen. Der Fall von Collien Fernandes hat endlich eine Debatte über digitale sexualisierte Gewalt ausgelöst. Aber wir brauchen weit mehr als die Verschärfung des Strafrechts.
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Themenschwerpunkt: Plastik
Es ist überall. Um unsere Lebensmittel gewickelt, in unserer Kleidung, unseren Dingen, in unseren Organen und Ozeanen. Plastik ist aus dem modernen Alltag nicht mehr wegzudenken – und wird daraus auch nicht so schnell verschwinden. Was einst als emanzipatorische Innovation galt, ist längst Inbegriff von Umweltzerstörung und Gesundheitsrisiken geworden. Ein Dossier rund um den kontroversen Kunststoff.
*** Die totale Tupperisierung. Plastik sollte einst die Massen befreien – und den Hausfrauen das Leben erleichtern. Hat der gefährliche Kunststoff immer noch emanzipatorische Kraft?
*** Halte Plastikfakten. 15 Fakten über Plastik.
*** Die Zerstörungslobby. Plastik ist gesundheits- und umweltschädlich und trotzdem überall. Simona Zimmermann vom NGO-Bündnis „Exit Plastik“ erklärt, was anders laufen müsste.
*** „Toll, diese Farben!“ Plastik ist praktisch, löst Nostalgie aus, fasziniert und empört: Die liebsten, aber auch die kontroversesten Gegenstände unserer Autor*innen sind aus Kunststoff.
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Sex, Körper & Style
*** Heiße Luft. Was hat eine ­kaputte Heizung mit einer hotten Orgie zu tun? Im ­klirrend kalten ­Januar sehr viel.
*** Schreckgespenst Schwangerschaft. Wenn die Vorstellung, schwanger zu sein oder zu ­gebären, große Angst auslöst, was bedeutet das dann? Über ­Tokophobie und die Geschichten zweier Betroffener.
*** Styleneid: Lee Mosely. Die Illustratorin liebt es, wenn ihre Kleidung und ihr Atelier Geschichten erzählen – und vielleicht sogar sentimental stimmen.
*** Flüssiges Gold. Arganöl ist als gehypter Bestandteil von Gesichtscremes, Shampoos, Haarölen und Lippenpflegeprodukten nicht mehr aus der Beautyindustrie wegzudenken. Doch wie geht es den Frauen, die dieses hochwertige Öl im Südwesten Marokkos herstellen?
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Edutainment
*** Vaterunser in fotzig. Hyperpop-Musikerin und Produzentin Mariybu veröffentlicht mit „frech“ ihr drittes Album und sagt toxischer Männlichkeit den Kampf an.
*** Musiktipps 03/2026. Aktuelle Newcommer*innen und Comebacks.
*** Black Girl in Girlband-Syndrom. Unser Musik-Rant geht in dieser Ausgabe um Schwarze Frauen als „Diversity Picks“ in Girlbands.
*** Trans Joy. Eine verspielte Doku über das Aufwachsen als trans Mädchen in Mexiko: „Niñxs“ von Kani Lapuerta sprengt formal alle Konventionen.
*** Filmtipps 03/26. Die aktuellen Kinostarts von Missy rezensiert.
*** Und es ward Lesbe. Männerrettende Homos in Tasmanien, männerfressende Krokos im nordaustralischen Sumpf – in „Deadloch“ ist alles drüber und nur eines sicher: je mehr Lesben desto besser.
*** Altern kommt halt vor. Die Musikerin, Theatermacherin und Autorin Christiane Rösinger hat ein Buch übers Älterwerden geschrieben – das belustigt und beruhigt.
*** Literatur- und Comictipps 02/26. Unsere aktuellen Leseempfehlungen.
*** Bis zum letzten Rave. In Oisín McKennas Millennialroman „Hitzetage“ bröckelt im ­Sehnsuchtsort London vieles – vor allem aber Träume, tradierte ­Lebensmodelle und Männlichkeiten.
*** „Wir sind die Gäste“. Studierende der Klasse für Fotografie von Heidi Specker an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig reagieren in Chemnitz auf die ikonischen Antikriegswerke von Käthe Kollwitz.
*** Eine von den Jungs. Unsere Kolumnistin war lange hauptsächlich mit Männern befreundet. Warum, realisiert sie erst später.

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Jahr: 2026
Übergeordnetes Werk: Missy Magazine 2026
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Systematik: Suche nach dieser Systematik Z.GS.OF
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Jahrgang: 19
Zählung: 03
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