„Suchen Sie nach einem multikulturellen Therapieansatz für alle Lebensphasen, der sich auf ein breites Spektrum von Störungen anwenden lässt? In diesem Beitrag zur innovativen Anwendung der Single Session Therapie werden Sie fündig. Ein praxisorientiertes Buch, das dazu einlädt, die eigene therapeutische Tätigkeit aus einer neuen Perspektive zu betrachten.“
Donald Meichenbaum, PhD, Forschungsleiter des Melissa Institute for Violence Prevention, Miami
Kommen Sie rein!
Auch im deutschsprachigen Raum gibt es Therapie- und Beratungsformate, die nur aus einer einzigen Sitzung bestehen, etwa in der Schwangerschafts- oder Drogenberatung. Was bislang fehlt, sind systemisch-lösungsorientierte Ansätze für dieses Setting, wie sie in anderen Ländern erfolgreich praktiziert werden. Dieser Band versammelt Beiträge zu Theorie, Praxis und Supervision, wie sie in den USA, Kanada und Australien entwickelt wurden.
Konzepte wie Single Session Therapy oder Walk-in Therapy sind effizient, praktikabel und haben ihre Wirksamkeit vielfach unter Beweis gestellt. Sie eignen sich für alle Settings – ambulant wie stationär –, in denen (noch) keine fortlaufende Beratung vereinbart ist oder in denen es um Veränderungsanliegen geht, die nicht schon als Therapie ausgeflaggt sind. Dazu gehören sozialarbeiterische, medizinische und seelsorgerische Kontexte, Familiengespräche mit Angehörigen u. v. a. m.
Die vorgestellten Konzepte sind darüber hinaus für alle von Interesse, die an einer besseren psychotherapeutischen Versorgung interessiert sind – sei es als Therapeut:in, Ausbildungseinrichtung oder Forschende:r an Hochschulen. Sie werden im hiesigen Versorgungssystem auch deshalb zunehmend an Bedeutung gewinnen, weil sie schnelleren Zugang zu Psychotherapie ermöglichen und ausgesprochen kostengünstig sind.
Inhalt
Vorwort von Jürgen Hargens......... 11
Vorwort der Herausgeber............15
Teil I: Einführung
1 Single-Session-Therapie in Theorie und Praxis:
ihre globale Ausbreitung Schritt für Schritt....20
1.1 Die Geschichte der Single-Session-Therapie.....22
1.2 Die drei bisherigen internationalen Konferenzen..... 26
1.3 Single-Session-Therapie aufTermin und/oder
spontan als Walk-in-Angebot...... 30
1.4 Ein Lexikon des Single-Session-Ansatzes: Terminologie
und einige damit zusammenhängende Aspekte......34
1.5 Und jetzt....... 40
Teil II: Orientierungen - Der Single-Session-Ansatz
und seine praktische Anwendung
2 Hoffnung und Freude bei der Single-Session-Arbeit......42
2.I Sich den Möglichkeiten des Single-Session-Ansatzes
öffnen.....43
2.2 Die Macht eines guten Augenblicks......... 44
2.3 Maßgeschneidert: Einzigartig, jeweils nur einmal
und manchmal nur ein einziges Mal.45
2.4 Abbilder von Hoffnung und Freude
und die Single-Session-Therapie.......51
2.5 Wird Freude Sie überraschen?
Oder erwarten Sie sie? ......52
2.6 Jetzt... und dann........ 53
2.7 Coda....... 53
3 Der Single-Session-Ansatz in der Praxis ....... 54
3.1 Eine einmalige Sitzung ist nicht zwingend
die einzige stattfindende Begegnung, sondern
oftmals Teil eines Prozesses....... 55
3.2 Beispiel einer Familientherapie......... 57
Was sind unsere zentralen Elemente?....60
Was ist beim Single-Session-Ansatz
von zentraler Bedeutung?....... 67
4 Arbeit mit Familien in einer einmaligen Sitzung.......69
4.1 Wie die Single Session Family Consultation
entstanden ist....... 69
4.2 Die Prinzipien der SSFC-Praxis... 72
4.3 Das Modell in der Praxis ...... 72
4.4 Fallvignette......73
Phase I: Convening - Zusammenkommen.....73
Phase II: Conducting - Durchführen..........75
Phase III: Weiterverfolgen (Following-up).......... 80
4.5 Der Zukunft entgegen.....81
5 Weshalb einmalige Walk-in-Sitzungen definitiv sinnvoll sind -
die drei wichtigsten Gründe..................83
5.1 Aber zunächst ein Fallbeispiel .... 86
5.2 Sie nutzen den Augenblick.........87
Motivierte Klienten.............87
Glückliche Therapeuten....... 88
Glückliche Klienten.89
Veränderungen zum Positivenfindenfrüh
im Therapieprozess statt ....... 89
Die Walk-in-Option .......90
5.3 Sie funktionieren.... 91
Verbesserungen hinsichtlich der Vorstellungsgründe.....91
Hohe Klientenzufriedenheit... 91
5.4 Sie sind effizient......92
Verkürzte Warteliste.......92
Verringerter Bedarfan teuren Dienstleistungen.. 94
Verringerung von »Überbehandlung«....94
5.5 Über Follow-ups...... 95
5.6 Implikationen und mögliche zukünftige
Entwicklungen.....97
5.7 Zum Abschluss......99
6 Die besondere Bedeutung der Geisteshaltung
des Therapeuten..... 100
6.1 Zum Abschluss.......111
7 Das ewige Jetzt Wie man Single-Session-Therapeut wirdund ist... 112
7.1 Über die Essenz der Psychotherapie..............113
7.2 Single-Session-Therapie lehren..........114
7.3 Überdas Konzept der »Heilung« 115
7.4 Über»Zeit ist Geld«..... 117
7.5 Was es bedeutet, ein kompetenter Experte zu sein........118
7.6 ÜberKreativität..... 119
7.7 ZumAbschluss.......120
Teil III: Klinische Perspektiven
8 Single-Session-Therapie - Geschichten, Strukturen,
Themen, Warnungen, Perspektiven ........ 124
8.1 Konzepte: Definitionen, Theorien und Modelle....... 126
8.2 Drei miteinander verbundene Themen .....135
Die Geisteshaltung...135
Die Zeit....136
Die Befähigung des Klienten....... 137
8.3 Warnungen.....138
Perspektiven: Wohin bewegen wir uns?........141
8.4 Zwei SST-Geschichten und die Lektionen,
die sie uns lehren........142
Wo ist die Magie?........ 143
9 Ein, zwei, drei Arten, Ihnen heute zu helfen -
Therapeutische Modelle in einem Single-Session-Therapie Programm .......145
9.1 Fallbeispiel: Die Nutzung von drei verschiedenen
Modellen in drei einmaligen Sitzungen.........147
Kognitiv-behaviorale Therapie...... 149
Lösungsfokussierte Kurzzeittherapie .........152
Ein narrativer Ansatz.....155
9.2 Zum Abschluss.......157
10 Single-Session-Arbeit im kulturellen Kontext von Klienten -
eine stärkenbasierte multikulturelle integrative Therapie 159
10.1 Eine kollektivistisch geprägte kulturelle Sicht........ 160
Ein generationenübergreifendes Problem...... 163
10.2 Der theoretische Rahmen..... 164
(1) Entwickeln einer therapeutischen Allianz
und eines Vertragsfür die gemeinsame Arbeit...... 165
(2) Das Problem identifizieren....... 165
(3) Wie der Klient das Problem wahrnimmt 165
(4) Welche Versuche, das Problem zu lösen,
wurden bereits unternommen?....... 166
(5) Aktivieren der Stärken des Klienten166
(6) Verändern der Problemwahrnehmung.... 167
(7) Entwickeln neuer Lösungsmöglichkeiten...... 167
10.3 Fallbeispiel: Die junge Haushaltshilfe168
Der Problemzyklus ............171
Aufbau einer therapeutischen Allianz durch Eintritt
in die Welt der Klientin.........172
Stärken aktivieren.........172
Verändern der Wahrnehmung....... 173
Veränderung der Sicht ihrer Rolle........173
Verändern der Sichtweise des Vaters......173
Stärkung des Körpers.......174
Stärkung des Geistes.......174
Stärkung der Seele.........174
Eine »180-Grad-Wende« hinsichtlich möglicher Lösungen........175
VeränderungdesInteraktionszyklus......175
Eine weitere Rollenveränderung..... 176
10.4 Resultat des Fallbeispiels..... 177
10.5 Zusammenfassung.......178
11 Rückkehr »zur Inspektion« - Erfahrungen einer Familie mit einer
episodischen Langzeit-Single-Session-Therapie.... 181
II.1 Der Praxiskontext. 182
II.2 Erworbene Hirnverletzungen und die Single-Session Therapie ......184
11.3 Die Familie Anderson........186
Erfordern seit Langem bestehende Probleme
langfristige intensive Interventionen?.......188
11.4 Die Reise der Andersons und die in ihrem Verlauf
genutzten Interventionen.... 194
Wann erfüllt die Single-Session-Therapie ihren Zweck
und wann nicht?.....202
12 Single-Session-Walk-ins als kollaborative Lerngemeinschaft ........205
12.1 Einladende und leicht zugängliche Hilfsangebote........207
12.2 Organisatorische Eckdaten........209
12.3 Das reflektierende Team im Walk-in-Programm
des Houston Galveston Institute .......210
12.4 Nutzen und Sammeln von Klienten-Feedback....... 211
12.5 Klinisches Beispiel: Von der Verzweiflung
zur Linderung in nur einer Stunde.........213
12.6 Zusammenfassung......215
13 Single-Session-Ansätze für die Arbeit mit Säuglingen:
Ein kollaboratives Single-Session-Modell........217
13.1 Warum Single-Session-Arbeit für Säuglinge? ....... 218
13.2 Verschiedene Arten von Single-Session-Angeboten
für Säuglinge................... 219
13.3 Das kollaborative Single-Session-Modell......... 220
13.4 Die Struktur des kollaborativen Single-Session-Modells .......221
13.5 Vorteiledes kollaborativen Single-Session-Modells.......224
Ähnlichkeiten mit anderen Single-Session-Ansätzen........225
13.6 Klinisches Beispiel..................226
Aufbau einer Allianz mit dem Therapeuten
und Festlegen erster Ziele.......226
Festlegen des Rahmensfür eine einzelne Sitzung ......226
Aufbau einer Allianz mit der Familie und Festlegen
von Zielen..................227
Bemühungen, die gesteckten Ziele zu erreichen.... 2.27
Überprüfung, Follow-up, Feedback und Abschied ............228
Überprüfung der Ziele mit der externen Beraterin...... 229
13.7 Zum Abschluss..... 229
Teil IV: Supervision
14 Das erste Mal - Über die Vermittlung von Fertigkeiten,
die Assistenzärzte und angehende Therapeuten aufdas
Walk-in-Counselling vorbereiten....... 232
14.1 Hintergrund......... 232
14.2 KW Counselling Services als Ausbildungsinstitution .........234
14.3 Trainingsmethoden..... 235
14.4 Zentrale Kenntnisse und Kompetenzen.........235
Philosophische Grundhaltung...... 236
Spezielle klinische Fertigkeiten...... 238
Praxiswissen.........240
14.5 Zusammenfassung..... 241
15 In der Supervision den Augenblick nutzen........242
15.1 In der Supervision Augenblicke nutzen.........243
Nun zurück zur Single-Session-Therapie.....246
Undjetzt weiter zur Single-Session-Supervision....... 248
15.2 Eine Supervisions-»Sonate«..................250
Exposition.......250
Durchführung....... 255
Reprise.....258
15.3 Abschluss.......262
Literatur...... 265
Über die Autoren......293
Über die Herausgeber......295