Licht und Wärme sind zentrale Aspekte unseres Erfahrungsspektrums. Dies spiegelt sich in der kontinuierlichen Auseinandersetzung des Menschen mit beiden Phänomenen wider, die in vielen Gesellschaften nicht nur Gegenstand lokaler Wissenskonzepte und künstlerischer Ausdrucksformen sind, sondern auch eine wichtige Rolle in Kosmologie, Religion oder im Medizinalsystem spielen. Obwohl Licht und Wärme kulturelle Vorstellungen und Praktiken durchdringen und sich in diesen manifestieren, sind sie in der Kultur- und Sozialanthropologie bislang kaum erforscht worden. Die vorliegende ethnografische Studie beschäftigt sich mit dem Wissen über Licht und Wärme der Yukatekischen Maya in Mexiko. (Verlagstext)
Inhaltsverzeichnis:
Verzeichnis der Abbildungen, Grafiken, Karten und Tabellen | ix
Danksagung | xj
Orthografische Konventionen | xiii
1 EINLEITUNG | 1
2 THEORETISCHER RAHMEN | 5
2.1 Der Kulturbegriff im ethnologischen Diskurs | 6
2.1.1 Die Anfänge | 7
2.1.2 Materialistische und ideationale Kulturtheorien | 10
2.1.3 Die Krise der Repräsentationen | 18
2.1.4 Kultur in der Postmoderne | 21
2.2 Kultur und Kognition | 25
2.3 Die Kognitionsethnologie | 28
2.3.1 Der kognitionsethnologische Kulturbegriff | 28
2.3.2 Kognitionswissenschaftliche Ansätze zur Erforschung menschlichen Wissens | 33
2.3.2.1 Mentale Repräsentationen | 34
2.3.2.2 Modelle der Repräsentation von Wissen | 35
2.4 Wissenstypologien: Die Frage nach dem kognitiven Unterschied zwischen „Uns" und den „Anderen" | 44
2.5 Zusammenfassung und Synthese | 48
3 FORSCHUNGSSTAND UND DESIDERATA | 51
4 FRAGESTELLUNGEN UND ZIELSETZUNG | 57
5 METHODISCHE GRUNDLAGEN UND VORGEHENSWEISE | 59
5.1 Vertraute Fremdheit - Fremde Vertrautheit: Reflexionen zur Feldforschung | 59
5.2 Erste Schritte im Feld: Kartierung undethnografischer Zensus | 70
5.3 Die explorative Phase: DichteTeilnahme | 73
5.4 Die problemzentrierte Phase | 82
5.4.1 Die Erhebung der kulturellen Licht- und Wärmeschemata | 82
5.4.1.1 Vorüberlegungen und Auswahl der Informanten | 82
5.4.1.2 Halbstrukturierte Interviews und Handlungsprotokolle | 88
5.4.1.3 Methode der Datenauswertung | 91
5.4.2 Die Erhebung kultureller Domänen | 94
6 DER LOKALE KONTEXT | 97
6.1 Geografie und Historie der Gemeinde | 97
6.2 Bevölkerung, Sprache und Infrastruktur | 101
6.3 Mais, Lohnarbeit und Tourismusboom: Die ökonomischen Rahmenbedingungen | 107
6.4 Materielle Kultur(en) | 115
6.5 Formen des Wissenserwerbs | 123
7 DIE SPRACHE DES LICHTS UND DER WÄRME: MORPHOLOGISCHE ANALYSEN | 133
7.1 Die Sprache der Wärme | 134
7.1.1 Temperaturadjektive | 134
7.1.2 Weitere Temperaturausdrücke | 146
7.2 Die Sprache des Lichts | 151
8 DAS ALLTAGSWISSEN ÜBER LICHT UND WÄRME | 157
8.1 Die kulturellen Licht- und Wärmeschemata | 157
8.1.1 Kulturelle Wärmeschemata | 159
8.1.1.1 Das OOXOL-Schema | 160
8.1.1.2 Das CHOKWIL-Schema | 197
8.1.2 Kulturelle LichtSchemata | 213
8.1.2.1 Das SÄASIL-Schema | 214
8.1.2.2 Das JUUL-Schema | 229
8.2 Das kulturelle Licht-Wärme-Modell und seine Anwendung im Alltag | 266
8.3 Licht und Wärme in den kulturellen Domänen Körper, Gender und Landwirtschaft | 287
8.3.1 Die kulturelle Domäne Körper | 288
8.3.1.1 Licht, Sicht und das Auge | 288
8.3.1.2 Die kalte und die heißeHand | 296
8.3.2 Die kulturelle Domäne Gender. Das kalte und das warme Geschlecht | 301
8.3.3 Die kulturelle Domäne Landwirtschaft: Kalte und heiße Böden | 313
9 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK | 321
10 ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | 331
I Allgemein | 331
II Glossierungen und morphologische Kategorien | 331
11 LITERATURVERZEICHNIS | 333