Christa Meuter gibt mit ihrem Buch Trauerbegleiterinnen und Trauerbegleitern wie auch anderen Menschen, die trauernden Eltern begegnen, einen Einblick in den Kosmos trauernder Eltern. Die zahlreichen Fallbeispiele öffnen Fenster zur Elterntrauer. Es gibt festhaltende oder loslassende Eltern und beides darf sein. Für manche Eltern ist es gut, weitere Kinder zu haben, für andere ist es gut, keine weiteren Kinder zu haben. Es kann so sein oder genau entgegengesetzt oder alles dazwischen. Ausgewählte Ansätze und damit verbundene nützliche Werkzeuge werden mit Beispielen aus der Trauerbegleitung veranschaulicht. Die Autorin zeigt, dass es für eine gelingende Elterntrauerbegleitung vor allem eine annehmende, offene und positive innere Einstellung braucht. Das Buch macht Mut, sich auf die Begleitung trauernder Eltern einzulassen.
Inhalt
Vorbemerkung.................................................................................... 7
1 Hintergründe ................................................................................ 10
1.1 Elterntrauer.............................................................................. 10
1.2 Elternsein und Kindsein.......................................................... 13
1.3 Der Tod von »Kindern« in Zahlen ........................................ 14
1.4 Trauertheorie im Alltag der Trauerbewältigung................... 15
Trauern - eine Definition........................................................ 16
Traueraufgaben ....................................................................... 17
Das Pendeln in Verhalten und Empfindung ......................... 18
Fortgesetzte und veränderte Bindung statt Loslassen............ 20
Resilienz als natürliche Heilkraft und Ressource ................. 22
Trauern als persönlicher, einzigartiger Weg........................... 23
Trauern im System................................................................... 25
Das Kaleidoskop des Trauerns................................................ 26
2 Facetten der Elterntrauer............................................................. 29
2.1 Elterntrauer und Umstände des Todes................................... 30
»Hätte ich den Tod verhindern können?« ............................. 30
Tod durch Krankheit versus Tod durch Unfall..................... 32
Wenn Leben und Tod sich miteinander verbinden ............. 34
»Ich weiß gar nicht, ob er tot ist«............................................ 36
2.2 Elterntrauer und Alter des Kindes.......................................... 37
»Wir möchten ein weiteres Kind«.......................................... 37
»Meine Söhne waren 42 und 48 als sie starben« -
Trauern Eltern älterer Kinder anders? .................................. 40
2.3 Elterntrauer und Verlauf des Trauerprozesses....................... 42
Was tut die Zeit dazu?............................................................. 42
»Zuerst war es fast Euphorie« - ein Trauerprozess............... 45
Besondere Tage und Ereignisse:
Da ist sie wieder, die Trauer! .................................................. 46
Ist die Erinnerung das Paradies, aus dem uns niemand
vertreiben kann? ..................................................................... 49
Ein weiteres Kind stirbt........................................................... 51
Vor 34 Jahren .......................................................................... 54
2.4 Elterntrauer und System Familie............................................ 57
Das einzige Kind stirbt - Ist es immer gut, weitere Kinder
zu haben? ................................................................................ 57
»Wie geht es deinen Eltern?« - Geschwistertrauer unter
erschwerten Bedingungen ...................................................... 58
»Ich schäme mich so!« ............................................................ 62
Wenn Eltern aus unterschiedlichen Kulturkreisen kommen 65
Wenn die Trauer das Leben zusammenhält........................... 67
Wenn das Eis bricht - Partnerschaft auf dem Prüfstand .... 71
2.5 Noch weitere Facetten von Elterntrauer................................. 73
Kämpfen oder annehmen?...................................................... 73
Der blaue Kittel oder: »Wo bleibe ich?«................................. 76
»Ich will auch nicht mehr leben«............................................ 80
Kann der Tod eines Kindes einen Sinn ergeben? ................. 83
Zeichen des Kindes jenseits des Erklärbaren - Gibt es das? 85
2.6 Gelungene Elterntrauer........................................................... 88
2.7 Facettenvielfalt......................................................................... 91
3 Möglichkeiten der Begleitung trauernderEltern....................... 94
3.1 Haltung und Aufgaben in der Trauerbegleitung................... 94
»Spiritual Gare« und professionelleNähe................................ 94
Anforderungen und Aufgabe.................................................. 97
3.2 Werkzeuge................................................................................ 98
Aushalten - die Haltung des personzentrierten Ansatzes
anhand eines Beispiels............................................................. 100
Stärken - zwei Beispiele mit der Haltung des ressourcenorientierten Ansatzes............................................................... 104
Beantworten - die neutrale Zone des Psychodramas
und ein Beispiel ....................................................................... 108
Verändern - Fragen als Werkzeug des lösungsorientierten
und des systemischen Ansatzes.............................................. 111
Verbinden - die Idee der hypnosystemischen Trauerbegleitung und eine Gruppenerfahrung mit einer Imagination ... 117
3.3 Vertrauen - die Verbindung von Werkzeug und
Begleitsituation......................................................................... 121
3.4 Selbstschutz und Selbstpflege.................................................. 122
Schlussbemerkung.............................................................................. 124
Literatur .............................................................................................. 126