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Deutsche Philosophie und deutsche Politik
VerfasserIn: Dewey, John
Verfasserangabe: John Dewey. Hrsg. und mit einer Einführung versehen von Axel Honneth
Jahr: 1999
Verlag: Bodenheim [u.a.], Philo
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
In den Essays, zwischen 1914 und 1941 geschrieben, geht der amerikanische Philosoph Dewey, neben Pierce und James einer der bedeutendsten Vertreter der amerikanischen Philosophie, der Frage nach, inwieweit die deutsche Philosophie - gerade auch jene des 19. Jahrhunderts - Ideen lieferte, die Hitler und die Nationalsozialisten für ihre eigene Ideologie der Rasse, von "Blut und Boden" übernehmen konnten. Dewey fragt nach der besonderen Eigenart des deutschen Denkens, das er von Luther über Kant und Herder bis zu Hegel und Fichte nachzeichnet, und wie dieses zur allgemeinen Gestimmt- und Gewohnheit, zur Weltanschauung des deutschen Volkes werden und z.B. in der nationalsozialistischen Idee der Auserwähltheit münden konnte. --- Während des Ersten Weltkriegs hielt der amerikanische Philosoph John Dewey, einer der Begründer des ,,amerikanischen Pragmatismus", drei Vorlesungen über die ,,ZweiWelten-Lehre" in der deutschen Philosophie, über ,,deutsche Moral- und Staatsphilosophie" und über ,,die germanische Geschichtsphilosophie". Diese Vorlesungen wurden 1915 unter dem Titel ,,German Philosophy and Politics" veröffentlicht. 1942 erschien eine zweite Auflage des Buches, in der Dewey den drei Kapiteln eine Einleitung über ,,die einheitliche Welt in Hitlers Nationalsozialismus" hinzufügte. Das Buch ist - nach dem Urteil des Herausgebers - ,,die erste und vielleicht einzige [Schrift], die nicht den Staatsbegriff Hegels, nicht den Vitalismus Nietzsches, sondern die Zwei-Welten-Lehre Kants für die Mentalität der Deutschen in den beiden Weltkriegen verantwortlich zu machen versucht". Der Herausgeber sieht in dieser ,,Diagnose" Deweys eine ,,starke Herausforderung". Zwar hatte einer der intimsten Kenner der kantischen Philosophie, Julius Ebbinghaus, bereits 1948 eine zwar beiläufige, aber dennoch vernichtende Kritik an einer für die Stoßrichtung des Buches entscheidenden These Deweys geübt, daß nämlich Kants kategorischer Imperativ eine beliebig benutzbare Leerformel sei, ,,die Heilsbotschaft einer Pflicht, jeden Inhalts bar, dazu beschaffen [...], solche besonderen Pflichten, wie die bestehende nationale Ordnung sie vorschreiben mochte, zu sanktionieren und zu idealisieren". Trotzdem kam es in den fünfziger Jahren, als ein gründliches Nachdenken über den deutschen Beitrag zu den Katastrophen des 20. Jahrhunderts in der Tat von besonderer Dringlichkeit war, zu einer ersten deutschen Ausgabe.
Details
VerfasserIn: Dewey, John
VerfasserInnenangabe: John Dewey. Hrsg. und mit einer Einführung versehen von Axel Honneth
Jahr: 1999
Verlag: Bodenheim [u.a.], Philo
Systematik: PI.GR
ISBN: 3-8257-0115-8
Beschreibung: 162 S.
Mediengruppe: Buch