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Wie Ludwig Wittgenstein Karl Popper mit dem Feuerhaken drohte
eine Ermittlung
Verfasserangabe: David J. Edmonds ; John A. Eidinow. Aus dem Engl. von Suzanne Gangloff ...
Jahr: 2001
Verlag: Stuttgart ; München, Dt. Verl.-Anst.
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
Ludwig Wittgenstein und Karl Popper trafen sich ein einziges Mal, und es endete böse. In einer historisch-philosophischen Recherche erzählen die beiden Autoren die Geschichte dieser Begegnung und decken auf, was am 25. Oktober 1946 wirklich geschah. Anekdoten werfen manchmal ein grelleres Licht auf weit reichende intellektuelle Kontroversen als die nüchterne Betrachtung der zur Debatte stehenden Fragen selbst. In ihnen findet der Ernst und die Unversöhnlichkeit solcher Differenzen gleichsam persönliche Gestalt und wird dadurch greifbarer. Karl Popper und Ludwig Wittgenstein waren außergewöhnliche Erscheinungen der Philosophie des vergangenen Jahrhunderts. Wenn sie aufeinander treffen sollten -- ein einziges Mal kam es zu solch einem Treffen, nämlich am 25. Oktober 1946 in Cambridge zu einem Vortrag Poppers vor dem Moral Science Club -- dann müsste man sich auf mehr gefasst machen als auf eine der üblichen akademischen Abendveranstaltungen. Beide, Wittgenstein und Popper, waren als ebenso unerbittliche wie ungeduldige Diskutanten gefürchtet. So kann es kaum überraschen, dass das Treffen mit einem Eklat endete: Wittgenstein verließ nach einem kurzen Wortgefecht lautstark den Raum. Popper hatte in seiner Autobiografie eine Version der Ereignisse geliefert, bei der ein Schürhaken, mit dem Wittgenstein ihn bedroht haben soll, eine nicht unerhebliche Rolle gespielt hat. Doch hat Wittgenstein ihn wirklich mit dem Schürhaken bedroht? Und wenn nicht, warum hat Popper so großen Wert darauf gelegt, dieses Treffen auf solche Weise zu stilisieren? Diese Frage nehmen die beiden Autoren zum Anlass um die Wege nachzuzeichnen, die die beiden Philosophen schließlich in das schlecht beheizte Zimmer in Cambridge an jenem Abend zusammenführten. Selbstverständlich erfahren wir auch am Ende nicht, was wirklich in Raum H3 geschah. Es interessiert auch gar nicht mehr, weil die Anekdote längst zum Sinnbild für die Konfrontation zweier philosophischer Selbstverständnisse geworden ist. Ergebnis ist jedenfalls ein unterhaltsam zu lesendes und auch für Laien verständlich geschriebenes Kapitel Philosophiegeschichte. Wittgenstein hätte es wohl verurteilt, weil er das Anekdotische, asketisch und ernsthaft wie er war, als belanglos verachtet hätte. Popper hätte sich seinerseits über den Versuch, seine Eitelkeiten psychologisierend zu demaskieren auch nicht unbedingt gefreut. Der Nichtphilosoph kann sich wiederum daran ergötzen, dass es auch in den Sphären des Geistes allzu menschlich zugeht.
Details
VerfasserInnenangabe: David J. Edmonds ; John A. Eidinow. Aus dem Engl. von Suzanne Gangloff ...
Jahr: 2001
Verlag: Stuttgart ; München, Dt. Verl.-Anst.
Systematik: PI.BF
ISBN: 3-421-05356-1
Beschreibung: 283 S. : Ill.
Beteiligte Personen: Gangloff, Suzanne
Fußnote: Aus dem Engl. übers. - Literaturverz. S. 273 - 278
Mediengruppe: Buch