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29 von 71
Mythos Markt. Mythos Neoklassik
das Elend des Marktfundamentalismus
VerfasserIn: Ötsch, Walter
Verfasserangabe: Walter Otto Ötsch
Jahr: 2019
Verlag: Marburg, Metropolis
Mediengruppe: Buch
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: GW.VS Ötsc / College 6e - Wirtschaft Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
Verlagstext:
Viele Bereiche der Gesellschaft, die früher eigenen Regeln gefolgt sind, haben sich einer wirtschaftlichen Effizienzlogik unterworfen. Die Ökonomik hat damit den Status einer gesellschaftlichen Leitwissenschaft errungen. Das vorliegende Buch beschreibt und kritisiert die Transformation der Ökonomik in eine Wissenschaft von "dem Markt" (in der Einzahl). Dieses Konzept wird u.a. (a) wie eine Person gedeutet (z.B. in Redewendungen wie "Der Markt bestraft die Politik"), (b) mit "Kräften" ausgestattet ("Wir können den Selbstheilungskräften des Marktes vertrauen") und (c) mechanistisch gedacht (das Reden von den "Marktmechanismen"). Theorien, die einen solchen Marktbegriff verwenden, werden als "marktfundamental" bezeichnet.
 
Das Buch, das auf einer Neuformulierung und kompletten Überarbeitung von "Mythos Markt" aus dem Jahre 2009 basiert,
schildert die Entstehungszeit des Marktfundamentalismus und des darin entfalteten Konzeptes von "dem Markt": Wer
dieses Konzept erfunden hat, welches Denkkollektiv damit entstanden ist, welche Aspekte "den Markt" ausmachen und
was mit diesem Begriff intendiert war;
 
kritisiert das wichtigste Modell, in dem dieser Ansatz heute breitenwirksam vermittelt wird: den Angebot-Nachfrage-
Ansatz, wie er in den einführenden Lehrbüchern der neoklassischen Mikroökonomie unterrichtet wird;
 
diskutiert wichtige Folgen aus dem Denken "des Marktes": Welche praktischen Auswirkungen "der Markt" für die Wirtschaftspolitik, für die Politik und die Gesellschaft insgesamt hat und welche Gefahren vom Bild "des Marktes" ausgehen.
 
Es wird dabei auf drei Ebenen argumentiert:
Historisch: Entstehung des Ansatzes, Kontexte und Hintergründe und einige geschichtliche Folgewirkungen.
Theoretisch: Was die Theorien, die das Konzept "des Marktes" verwenden, auszeichnet, insbesondere die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum Standardmodell der Neoklassik.
Diskursanalytisch: Wie "der Markt" von Medien und in der Politik verwendet wird und welche Folgen daraus resultieren.
 
Aus dem Inhalt:
Einleitung ...................... 9
Kapitel 1: Die 50 Basissätze d es Marktfundamentalismus
Die Krise des Liberalismus...............21
Die zweigeteilte W e lt....................26
Der binäre Code "des Marktes" ................ 35
Die Polysemie "des Marktes" ................ 39
Der Mensch "des Marktes" ..................46
Die Wissenschaft "des Marktes" ....... 56
Kapitel 2: "Der Markt" bei Hayek
Hayeks Intention.................. 61
Hayeks Mythos von der Entstehung "des Marktes" ......... 64
Die Freiheit "des Marktes" ........... ... ..... 72
Das Wissen "des Marktes" .............. 79
Die Über-Ordnung "des Marktes" ......... ..... 85
Die Politik "des Marktes" ................ 94
Kapitel 3: Vom Konzept "des Marktes" zur Politik "des Marktes"
Geschichtliche Fragestellungen.... 99
Erste internationale Netzwerke............... 103
Das Walter-Lippmann-Kolloquium........... 112
Hayek und die Chicago School ......... 119
Die Mont Pelerin Society............. 122
Theorien der Propaganda: Walter Lippm ann........... 126
Theorien der Propaganda: Friedrich Hayek.......... 135
Die Organisation von Propaganda............. 144
Die Eroberung der Politik................ 150
Kapitel 4: Neoklassischer Marktfundamentalismus
Neoklassik und Marktfundamentalismus.......... 155
Lehrbücher "des Marktes" ............... 158
Unterricht für die nächste Generation "des Marktes" ...... 165
Die Ikone "des Marktes" .................. 172
M odell-Denken..................... 181
Methode und Politökonomie bei Milton Friedman......... 185
Von der Gesellschaft zum "Markt" ............. 199
Logik und Mythos im neoklassischen Marktfundamentalismus.....214
Neoklassik und Kalter K rieg..............220
Ökonomische und politische Logik.............. 227
Die Politik wird zum M arkt...............232
Demokratiekritik aus der Logik "des Marktes" .......... 238
Duale Denkweisen im Kalten Krieg ............. 240
Kapitel 5: Die Automatenwesen "des Marktes"
Neoklassik, Computer und Kalter Krieg.......... 247
Der Mensch als Computer.................253
Die Innen-Welt einer M aschine................259
Computer-Innerlichkeit.................269
Nutzen von was? ........ 274
Ein grundlegender Kategorien-Fehler..............281
Soziale Güter............. 286
Ökonomische "Fakten" ..................289
Selbstbild und Moral..................297
Bewusstlos, aber eindeutig.................301
Neoklassische Rationalität.................303
Kapitel 6: Das neoklassische Phantombild der Unternehmung
Die Computer-Firma......... 309
Reale Firm en..................... 312
Die Firma als technisches Labor............... 316
Was "weiß" eine neoklassische Firma?..... 320
Die Firma als M aschine................ 322
Erfundene Produktion ......... 325
Nutzen- und Technik-Feld: eine surreale Beziehung......329
Der Handelswert des Menschen....... 333
Gespenster-Labor-Firmen.............. 335
Eine Unternehmung ohne Unternehmer............ 338
Kapitel 7: Neoklassische Markt-Theorie
Sozialfreie Informationen..................341
Der Markt-Computer................... 342
Der neoklassische Markt als optimales Informationssystem... 347
Schnell wie ein Gedanke ................351
Die Simulation schlägt die Realität...............354
Isolierte Gemeinsamkeit................358
Der perfekte M arkt-Computer................ 361
Der Zentralcomputer "des Marktes" .............. 369
Wofür stehen die Markt-Computer?... .......... 374
Die erdachte Person "des Marktes" .............. 379
Eine Welt ohne Geld............ 382
Eine Welt ohne Zeit....................386
"Der Markt" ist instabil....... 390
Die ehernen Gesetze "des Marktes" ..............402
Die beste aller W elten................ 405
Neoklassische Wirtschaftspolitiken "des Marktes" ........ 411
Kapitel 8: Die Wirkungsmacht "des Marktes"
Warum überlebt die Lehrbuchökonomie? .......... 429
Der unwissende M ensch................432
Wissen und Wissenschaft angesichts "des Marktes" .......440
Marktnahes und marktfernes Wissen.............. 448
Wer darf für "den Markt" sprechen?............ 453
Die Neoklassik wird m arktfundamental.......... 457
Das Nichtwissen der Lehrbücher.............. 465
Das Nichtwissen der Gesellschaft.............480
Krisen w issen...................... 485
Falschwissen im Namen "des Marktes" ....... 496
"Der Markt" schlägt die N a tu r..............509
Von der Finanzkrise zur Krise der Parteiendemokratie........ 517
Der Überwachungskapitalismus............... 526
Der Rechtspopulismus als neue Version des
Marktfundamentalismus............... 535
Der Mythos "des Marktes" und der Mythos "des Volkes" .....546
Ausblick............ 562
Abbildungsverzeichnis...............567
Liste der marktfundamentalen Aussagen
Die 50 Basisaussagen des Marktfundamentalismus...... 569
Aspekte des neoklassischen Marktfundamentalismus....... 572
Literaturverzeichnis................577
 
Details
VerfasserIn: Ötsch, Walter
VerfasserInnenangabe: Walter Otto Ötsch
Jahr: 2019
Verlag: Marburg, Metropolis
Systematik: GW.VS
ISBN: 9783731612780
2. ISBN: 373161278X
Beschreibung: 640 Seiten : Diagramme
Sprache: Deutsch
Fußnote: Literaturverzeichnis Seite [577]-620
Mediengruppe: Buch