X
  GO
Ihre Mediensuche
Suche
Zweigstelle
Medienart


6 von 517
Auf der Couch
eine verdrängte Geschichte der analytischen Couch von Platon bis Freud
VerfasserIn: Kravis, Nathan
Verfasserangabe: Nathan Kravis ; Übersetzung: Dominik Fehrmann
Jahr: 2018
Verlag: Berlin, edition frölich
Mediengruppe: Buch
verfügbar (wo?)verfügbar (wo?)
Exemplare
 ZweigstelleStandorteStatusFristVorbestellungen
 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: PI.HPE Krav / College 3f - Psychologie Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
INHALT:
9 Vorwort
12 Danksagung
15 Warum wird die Couch in der Psychoanalyse verwendet?
25 Symposion und Convivium
51 Die Entwicklung der Couch und der Aufstieg des Sofas
63 Komfort, Liegen, Innerlichkeit und Transgression
99 Die Medikalisierung des Komforts
129 Das Liegen in Psychiatrie und Therapeutik des 19. Jahrhunderts
141 Freuds Couch
153 Das moralische Interieur des Analytikers
173 Woher? Wozu? Und überhaupt?
191 Anhang
192 Anmerkungen
201 Literatur
208 Bildnachweise
212 Register
Details
VerfasserIn: Kravis, Nathan
VerfasserInnenangabe: Nathan Kravis ; Übersetzung: Dominik Fehrmann
Jahr: 2018
Verlag: Berlin, edition frölich
Links: Rezension
Systematik: PI.HPE
ISBN: 978-3-9816537-2-4
2. ISBN: 3-9816537-2-6
Beschreibung: 224 Seiten
Beteiligte Personen: Fehrmann, Dominik
Sprache: Deutsch
Originaltitel: On the couch
Fußnote: Das sonderbare Arrangement einer psychoanalytischen Sitzung im Sprechzimmer des Analytikers gibt Rätsel auf. Der Analytiker sitzt auf einem Stuhl, ungesehen von dem abgewandt auf einer Couch liegenden Patienten. So ist es seit Freud, obwohl diese Gepflogenheit wie der Autor zeigt stärker in der Kulturgeschichte des Liegens wurzelt als in empirischer Forschung. Kravis, selbst praktizierender Analytiker, weist nach, dass die Tradition des Sprechens im Liegen nicht etwa von Freud begründet wurde, sondern zurückreicht bis ins antike Griechenland, wo die Teilnehmer am symposion (einer Zusammenkunft von Männern der Oberschicht zu philosophischen Gesprächen und Weingenuss) auf Couchen lagen, beziehungsweise bis zum römischen convivium (einem Bankett, bei dem Männer wie auch Frauen zurückgelehnt speisten). Vom Bett über die Bank, die Polsterbank, die Chaiselongue zum Sofa: Kravis erzählt, wie die Couch zum Symbol der Selbsterkenntnis und Selbstbesinnung, aber auch zu einem Ort des Vergnügens, der Intimität, der Transgression und der Heilung wurde. / Dabei schöpft der Autor aus vielfältigen Quellen: der Geschichte der Medizin, der Mode und der Inneneinrichtung ¿ von antiken Grabstätten über historisches Mobiliar bis zu frühen Fotografien. Zudem liefert er eine bemerkenswerte Fülle von Abbildungen: Gemälde, Skulpturen, Fotografien, Illustrationen, Cartoons und Werbeanzeigen. Und er zeigt überzeugend, dass die Couch - trotz der Ambivalenz heutiger Psychoanalytiker, die dieses Möbelstück teilweise für "infantilisierend" halten - weiterhin das Sinnbild eines Narrativs der Selbstfindung ist. Das Sprechen im Liegen symbolisiert die Behauptung eigenen Denkens in Gegenwart einer anderen Person. (Verlagstext)
Mediengruppe: Buch