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Nora und Hedda Gabler von Henrik Ibsen
GeschlechterSzenen in Stephan Kimmigs Inszenierung am Thalia-Theater Hamburg
Verfasserangabe: Ortrud Gutjahr (Hg.)
Jahr: 2005
Verlag: Würzburg, Königshausen und Neumann
Mediengruppe: Buch
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: PL.M Gut Ibsen / College 1d - Literaturwissenschaft Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
Henrik Ibsen wurde zu Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland auf allen Bühnen als Wegbereiter des modernen Dramas enthusiastisch gefeiert und bis heute sind die Schauspiele des norwegischen Dramatikers aus dem Repertoire des deutschsprachigen Theaters nicht wegzudenken. Gerade seine so genannten Frauendramen Nora und Hedda Gabler gehören zu den meistgespielten Stücken. Ohne Zweifel hat Ibsen seinen beiden Titelprotagonistinnen einen theaterwirksam ¿starken Abgang¿ zugedacht, der beim Publikum zunächst hitzige Debatten entfachte. Denn Noras kompromisslose Flucht aus dem bürgerlichen Heim wie auch Hedda Gablers selbstzerstörerischer Befreiungsversuch wurden als ungeheure Provokation empfunden. Was aber kann an diesen so häufig gespielten Stücken des norwegischen Dramatikers heute eigentlich noch irritierend oder provozierend sein?
Es stellt eine besondere Herausforderung dar, sich mit dieser Frage anlässlich der vielbeachteten Inszenierungen von Nora und Hedda Gabler am Thalia Theater in Hamburg genauer auseinander zu setzen. Denn der Regisseur Stephan Kimmig hat die Geschlechterproblematik der beiden Schauspiele beeindruckend konsequent in die heutige Zeit übertragen. Aber hat sich die Geschlechterfrage nicht so grundlegend gewandelt, dass wir Ibsens Stücke nur noch im Hinblick auf den sozialhistorischen Kontext seiner Zeit verstehen können? Oder können wir erst heute, nach den Emanzipationsbewegungen und Geschlechterdiskursen des 20. Jahrhunderts, das Potential von Ibsens seinerzeit verstörenden ¿GeschlechterSzenen¿ erschliessen? Diesen Fragen gehen die Beiträge und Gespräche nach, die sich mit Henrik Ibsens Schauspielen und deren Inszenierung durch Stephan Kimmig beschäftigen.
 
 
Inhalt: Überblick zur Werk- und Aufführungsgeschichte: Henrik Ibsen: Nora / Ein Puppenheim. ¿ O. Gutjahr: Starker Abgang aus dem trauten Heim? Henrik Ibsens Nora ¿ K. Baisch: Puppen-Spiele: Inszenierungsformen in Nora und ihre geschlechtliche Codierung. ¿ E. Herrmann: Nora geht. Nora bleibt. Variationen der Konstruktion und Dekonstruktion von Geschlechtern in Ibsens Puppenheim. ¿ Diskussion zu Nora: »Was ist eigentlich die größte Katastrophe?« ¿ Überblick zur Werk- und Aufführungsgeschichte: Henrik Ibsen: Hedda Gabler. ¿ B. Henningsen: Hedda Gabler und die Wiedergänger der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts. ¿ A. v. Kameke: »Hab¿ ich gar keine Macht über dich?«. Die Szene als Schauplatz der Geschlechter-Darstellung in Hedda Gabler. ¿ B. Gerisch: »Eine Tat, auf die ein Glanz fällt ¿ ein Schimmer von Schönheit!« Psychoanalytische Überlegungen zum Suizid von Hedda Gabler. ¿ Diskussion zu Hedda Gabler: »Wie sich jemand fühlen muss, der nichts besetzen kann«. ¿ Podiumsdiskussion: »Man schöpft ja sehr oft aus ganz persönlichen Dingen«.
 
 
 
Details
VerfasserInnenangabe: Ortrud Gutjahr (Hg.)
Jahr: 2005
Verlag: Würzburg, Königshausen und Neumann
Systematik: PL.M
ISBN: 3-8260-3288-8
Beschreibung: 148 S. : Ill.
Beteiligte Personen: Gutjahr, Ortrud
Mediengruppe: Buch