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Der Katholizismus
seine Idee und seine Erscheinung
VerfasserIn: Heiler, Friedrich
Verfasserangabe: Friedrich Heiler
Jahr: 1970
Verlag: München [u.a.], Reinhardt
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
Friedrich Heiler (* 30. Januar 1892 in München; † 18. April 1967 ebenda) war ein deutscher Religionswissenschaftler. Seine Lehren trugen wesentlich zur Etablierung des Faches Religionswissenschaft bei. Seine Dissertation von 1917 untersucht die Gebetsformen in den unterschiedlichen Religionen und erschien mit großer Resonanz in mehreren Auflagen. In Heilers Schriften sind unterschiedliche Ansätze zu erkennen, religionswissenschaftliche, ökumenisch-christliche und interreligiöse. Als Grenzgänger zwischen Katholizismus und Protestantismus gehört er zu den wesentlichen Anregern der Hochkirchlichen Bewegung in Deutschland. Aus Texten und Riten verschiedenster Traditionen stellte er eine eigene Messliturgie zusammen, die er in Marburg regelmäßig feierte. Hervorzuheben ist, dass sich Heiler wenig um eine methodologische Differenzierung von Religionswissenschaft und Theologie bemüht hat, so dass sein Werk stark von einer liberalen Theologie geprägt ist, und dass Heiler die Religionswissenschaft stark mit einer Art Religionsphilosophie vermischte. Heilers Wirken war von der Hoffnung begleitet, dass die vergleichende Religionswissenschaft zur Verständigung und Einigung der Religionen beitragen könne. Das letzte Kapitel seines 1959 erschienenen Buches Die Religionen der Menschheit in Vergangenheit und Gegenwart trägt so die Überschrift „Versuch einer Synthese der Religionen und einer neuen Menschheitsreligion“. In seinem Hauptwerk Erscheinungsformen und Wesen der Religion spricht Heiler gleich zu Beginn von Religion als stärkstem Halt, höchster Würde, größtem Reichtum und tiefster Seligkeit des Menschen, und er trägt in diesem Werk ein umfassendes enzyklopädisches Wissen zusammen. Heiler führt fünf Voraussetzungen für die Religionswissenschaft auf: Die induktive Kenntnis der Religionen und ihrer Erscheinungen, die Beschäftigung mit den schriftlichen Quellen der Religionen, die direkte Erfahrung der Religionen in Moscheen, Tempeln, Synagogen usw., eine universale Einstellung und eine phänomenologische Methode, unter der Heiler ein Vorstoßen von der Erscheinung zum „Wesen“ der Religion versteht. Zu den wissenschaftlichen Voraussetzungen kommen besondere religiöse Voraussetzungen, da Heiler annahm, man könne die Religion nicht bloß mit rationalen – etwa psychologischen oder philologischen – Maßstäben erfassen, sondern es bedürfe der Ehrfurcht vor Religionen, persönlicher religiöser Erfahrung und der Ernstnahme des religiösen Wahrheitsanspruches. Dieser persönliche Ansatz Heilers wird heutzutage in der Religionswissenschaft problematisiert, da eine Vermischung von religiösem Empfinden und wissenschaftlicher Analyse vermieden werden soll. Die Schwierigkeit, dass ein Phänomen ohne Berührung mit dem wahrnehmenden Subjekt auch „objektiv“ nicht angemessen wahrgenommen werden kann, bleibt aber bestehen.
Details
VerfasserIn: Heiler, Friedrich
VerfasserInnenangabe: Friedrich Heiler
Jahr: 1970
Verlag: München [u.a.], Reinhardt
Systematik: PR.CK
Beschreibung: Unveränd. Nachdr. der Ausg. von 1923, XXXVIII, 704 S.
Mediengruppe: Buch