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Die Hausnummern von Wien

der Ordnung getreue Zahlen
Verfasser*in: Suche nach Verfasser*in Tantner, Anton
Verfasser*innenangabe: Anton Tantner
Jahr: 2016
Verlag: Weitra, Verlag Bibliothek der Provinz
Mediengruppe: Buch
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Inhalt

Hausnummern sind ein so selbstverständlicher Bestandteil unseres Alltags, dass es kaum denkbar scheint, dass diese erst einmal erfunden und zuweilen gegen Widerstände durchgesetzt werden mussten. In Wien gab es nummerierte Listen von Häusern bereits mit dem Hofquartiersbuch von 1566, doch waren diese Nummern nicht auf den Häusern angebracht, genauso wenig wie jene Zahlen, die den Häusern in den Steuer­anschlagbüchern ab 1749 zugeteilt wurden. Einen ersten Vorschlag, eine sichtbare Hausnummerierung einzuführen, gab es 1753, dieser wurde jedoch verworfen.
Erst im Zuge der Einführung der »Seelenkonskription« – eines neuen Rekrutierungssystems, verbunden mit einer Volkszählung – wurden 1770/71 in den westlichen Provinzen der Habsburgermonarchie und damit auch in Wien die Häuser nummeriert. Diese sogenannten »Konskriptionsnummern« wurden mit roter Farbe auf die Wände gemalt und es wurden sämtliche Häuser der Stadt – des heutigen Ersten Bezirks – beginnend mit eins durchnummeriert. Die gewählte Methode hatte den Nachteil, dass Änderungen im Häuserbestand dazu führten, dass die Nummern in Unordnung gerieten, weswegen 1795 und 1820 Umnummerierungen stattfanden und jahrzehntelang über die Schwierigkeiten, in Wien eine Adresse zu finden, geklagt wurde. Erst mit der Einführung der Orientierungsnummerierung von 1862 konnte dieses Problem behoben werden. Die Konskriptionsnummern jedoch blieben – teilweise bis heute – im Inneren der Häuser angebracht und sind weiterhin als »Einlagezahlen« für das Grundbuch von Relevanz.
Das vorliegende Buch behandelt die zuweilen verschlungenen Wege, die die Wiener Hausnummern in ihrer Geschichte durchliefen, von den Anfängen bis hin zum Anbringen der heutigen stahlblauen Tafeln ab dem Jahr 1958 und zu der Adresse »Ballhausplatz 1A«. Der Anhang lädt zu einer »Hausnummernflanerie« ein, die zu Stationen der Wiener Innenstadt führt, an denen heute noch die Reste der historischen Adressierungssysteme sichtbar sind, am Schluss werden jene Hilfsmittel – Häuserschematismen, Konkordanzen und Pläne – angeführt, mit denen eine historische Wiener Adresse lokalisiert werden kann. (Verlagstext)
Eine Fortsetzung findet das Buch mit der im Internet befindlichen »Galerie der Wiener Hausnummern«, die alle im Buch angeführten Online-Ressourcen verlinkt: http://hausnummern.tantner.net/Wien/
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AUS DEM INHALT: / / / / Vorwort des Herausgebers . 7 / Das Adressbuch des Briefträgers 9 / Die Adresse - eine vermeintliche Selbstverständlichkeit. 11 / Hausnamen und Hausschilder. 14 / Hausnummerierung als Signatur des 18. Jahrhunderts . 17 / Die Methoden der Nummerierung 24 / Nummern in den Wiener Hofquartier- und Steuerbüchern. 27 / Ein erster Versuch im Jahr 1753 . 30 / Schuldensteuer und Hausnummerierung . 32 / Die Bestimmungen der Seelenkonskription von 1770 35 / Der Preis der Farbe und die ¿Sicherheitskopien¿ . 39 / Die Adressierung Wiens 41 / Widerstand gegen die N um m er 44 / Von der Aneignung der Nummer . 47 / Ein beunruhigendes Gebilde: Die Schiffmühle 51 / Die Tücke der Zeit: Die Umnummerierungen von / 1795 und 1820 . 53 / Die Einführung der Orientierungsnummerierung 1861-1863 . 56 / Von der Hartnäckigkeit der Konskriptionsnummern 63 / Orientierungsnummern und Straßenschilder im 20. Jahrhundert 66 / Ballhausplatz 1A: Ein Recht auf Adressierbarkeit 68 / Anhang 1: Hausnummernflanerie durch die Wiener Innenstadt 70 / Anhang 2: Hilfestellung zur Identifizierung von Häusern / mittels Konkordanztabellen und Plänen . 75 / Abbildungen 81 / Anmerkungen 89 / Literatur 103 / Der Autor 110

Details

Verfasser*in: Suche nach Verfasser*in Tantner, Anton
Verfasser*innenangabe: Anton Tantner
Jahr: 2016
Verlag: Weitra, Verlag Bibliothek der Provinz
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Systematik: Suche nach dieser Systematik EH.W, GK.L
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ISBN: 978-3-9902861-2-8
2. ISBN: 3-9902861-2-9
Beschreibung: 110 Seiten : Illustrationen
Schlagwörter: Geschichte, Hausnummer, Wien, Bienne, Bundeshauptstadt Wien, Bundesland Wien, Gemeinde Wien, K.K. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien, Kaiserlich-Königliche Reichshaupt- und Residenzstadt Wien, Land Wien, Landesgeschichte, Ortsgeschichte, Regionalgeschichte, Reichsgau Wien, Reichshaupt- und Residenzstadt Wien, Stadt Wien, Vena, Viena, Vienna, Vienna (Austriae), Vienne, Vin, Vindobona, Vinna, Wenia, Wien <Land>, Zeitgeschichte
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Sprache: Deutsch
Mediengruppe: Buch