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Canticum Canticorum Salomonis
Venezia 1549 and selected motets
Verfasserangabe: Gioseffo Zarlino
Jahr: 2007
Verlag: San Lorenzo de El Escorial, Glossa
Mediengruppe: Compact Disc
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: CD.05 Zarl / College 5a - Szene Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
1 Veni sancte spiritus
2 Osculetur me
3 Nigra sum, sed formosa
4 Si ignoras
5 Ecce tu pulchra es
6 Ego rosa saron
7 Capite nobis vulpes parvulas
8 In lectulo meo
9 Adiuro vos filiae Ierusalem
10 Ferculum fecit sibi rex Salomon
11 Ego veni in hortum meum
12 Pater noster - Ave Maria
 
Hohelied
Vielen musikhistorisch Interessierten ist der Name Gioseffo Zarlinos ein Begriff – als Verfasser einer der einflussreichsten musiktheoretischen Schriften des 16. Jahrhunderts. Mit dem 1558 in Venedig veröffentlichten Werk ‚Le istitutioni harmoniche’ verewigte sich Zarlino in der Musikgeschichte. Und nun klingende Musik. Gewiss, Zarlino verwendete zur Illustration seiner theoretischen Argumentationen eigene Kompositionen, diese werden jedoch bis heute kaum eigenständig wahrgenommen. Es ist das Verdienst Michael Noones und seines Ensemble Plus Ultra, die überaus interessanten Werke aus dem Schatten zu rücken, in den sie die theoretischen Arbeiten ihres Schöpfers einst gestellt hatten.Zarlino, geboren um 1517 und gestorben 1590 als hochgeachteter ‚maestro di cappella’ an der Markuskirche zu Venedig, war Organist, Komponist, Priester, Musiktheoretiker und –praktiker und damit eine nicht untypische Figur der Zeit. Spätestens in seinen venezianischen Jahren blühte er unter den Fittichen seines Lehrers Adrian Willaert als Komponist auf und widmete sich ambitionierten Projekten. Das vielleicht umfassendste davon war der Versuch, das Hohelied Salomos vollständig polyphon zu vertonen. In den 1540er Jahren widmete er sich diesem Vorhaben intensiv, dabei die umstrittene Textfassung des Benediktinermönchs Isidoro Chiari (1495-1555) verwendend. Der hatte die bis dahin übliche Version durch eine eigene, um viele Irrtümer der traditionellen Variante bereinigte Übersetzung aus dem Hebräischen ersetzt und war damit auf den erbitterten Widerstand der römischen Kirche gestoßen, die Chiari der Verbindung zum Protestantismus verdächtigte und ihn schließlich mit der Übertragung eines Bistums ruhigstellte – Karriere als disziplinarische Maßnahme.Zarlino fühlte sich der Übersetzung Chiaris sehr verbunden, brach das ambitionierte Vorhaben nach dem Konzil von Trient im Jahr 1546 jedoch wieder ab, als sehr klar geworden war, dass sich neue Lesarten der biblischen Texte in der katholischen Kirche nicht würden halten können. Aber ganz mochte der selbstbewusste Künstler in Zarlino die bis dahin schon geleistete Arbeit nicht unter den Tisch fallen lassen, und so ‚versteckte’ der Komponist die bis dahin entstandenen zehn Motetten in drei verschiedenen Drucken. Dass sie in einem engen Zusammenhang stehen und einst Teil eines ambitionierten Vorhabens waren, ist erst kürzlich, 450 Jahre nach dem Erscheinen der Drucke entdeckt worden.
Details
VerfasserInnenangabe: Gioseffo Zarlino
Jahr: 2007
Verlag: San Lorenzo de El Escorial, Glossa
Enthaltene Werke: "Veni sancte spiritus" (Motette), Pater noster - Ave Maria (Motette)
Systematik: CD.05
Beschreibung: 1 CD + Beiheft
Beteiligte Personen: Noone, Michael
Originaltitel: Motetten
Fußnote: Ensemble Plus Ultra, Michael Noone [Ltg.]
Mediengruppe: Compact Disc