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Die Wunden des Staates

Kriegsopfer und Sozialstaat in Österreich 1914 - 1938
Verfasser*in: Suche nach Verfasser*in Pawlowsky, Verena; Wendelin, Harald
Verfasser*innenangabe: Verena Pawlowsky ; Harald Wendelin
Jahr: 2015
Verlag: Wien ; Köln ; Weimar, Böhlau
Mediengruppe: Buch
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Inhalt

Das Buch nimmt die Kriegsopfer des Ersten Weltkriegs in den Blick. Es rekonstruiert die Entwicklung des normativen Rahmens, innerhalb dessen die Versorgung von Kriegsbeschädigten, Kriegerwitwen und Kriegswaisen in der Habsburgermonarchie und in der Ersten Republik organisiert war. Ganz wesentlich beeinflusst wurde dieser Rahmen nach dem Krieg von den Kriegsopfern selbst, die über ihre Vertretungsorgane in einer bis dahin unbekannten Weise auf Augenhöhe mit dem Staat verhandelten. Das österreichische Invalidenentschädigungsgesetz von 1919 war europaweit einzigartig. Das Versorgungssystem für Kriegsopfer umfasste neben Renten auch viele sozialfürsorgerischer Maßnahmen. Verena Pawlowsky und Harald Wendelin analysieren die Entstehung dieses Systems als einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zum modernen Sozialstaat. (Verlagstext)
 
/ AUS DEM INHALT: / / / I EINLEITUNG N / 1.1 Starke Bilder - Grundriss einer Studie 11 / 111 Krieg, Opfer, Fürsorge: Kriegsopferfürsorge als Beginn moderner / wohlfahrtsstaatlicher Politik 14 / 1.1.2 Kriegsende als Wende 19 / 1.1.3 Die Akteure 21 / 1.1.4 Opfer und Geschlecht 23 / 1.1.5 Zeitliche, räumliche und andere Grenzen 24 / 1.1.6 Forschungsstand 26 / 1.1.7 Quellen 34 / 1.2 Kriegsinvalide - Kriegsbeschädigte - Kriegsopfer: / Benennungen und Definitionen 37 / 1.2.1 Gesundheitsschäden 46 / TEIL 1: IM KRIEG / 2 INVALIDENRENTEN, VERWUNDUNGSZULAGEN, STAATLICHE / UNTERSTÜTZUNGEN, ZUWENDUNGEN, UNTERHALTSBEITRÄGE : / DIE GESETZGEBUNG DER MONARCHIE 52 / 2.1 Inkonsequente Rechtssetzung: Wehrpflicht und Militärversorgung 53 / 2.2 Späte Berücksichtigung der Angehörigen 56 / 2.3 Unzulänglichkeiten trotz neuer Prinzipien: Die Militärversorgung / bei Kriegsbeginn 57 / 2.4 Der normative Rahmen der Kriegsbeschädigtenversorgung während / des Krieges 62 / 2.4.1 Provisorien und ihr Ausbau 63 / 2.4.2 Minderung der Erwerbsfähigkeit 67 / 2.4.3 Parlamentarische Korrekturen 71 / 2.4.4 Höhe der Leistungen 80 / 2.4.5 Gescheiterte Reformen 81 / 2.4.6 Interventionsversuche des Sozialministeriums 86 / 2.5 Resümee 88 / 3 VON DER WIEDERHERSTELLUNG ZUR WIEDEREINGLIEDERUNG : / DIE SOZIALE KRIEGSBESCHÄDIGTENFÜRSORGE IM KRIEG 93 / 3.1 Arbeitspflicht 93 / 3.2 Die "Erfindung" der sozialen Kriegsbeschädigtenfürsorge 97 / 3.3 Etablierung einer neuen Verwaltungsstruktur: Die Landeskommissionen / zur Fürsorge für heimkehrende Krieger 102 / 3.4 Militär- und Zivilverwaltung 107 / 4 INVALIDENSCHULUNG 112 / 4.1 Ausbau von Heilstätten und Arbeitstherapie 114 / 4.2 Exkurs: Schulung in der Invalidenstadt 117 / 4.3 Die "Invalidenschulaktion" - Administration, Einrichtungen, Partner 123 / 4.4 Standeswahrung und Aufstiegsverheißung 132 / 4.5 Militärische versus zivile Interessen 136 / 4.6 Schulungszwang? 138 / 4.6.1 Arbeitsethos versus Arbeitsscheu 139 / 4.6.2 Gesetzlicher Zwang in Diskussion 146 / 4.7 Erfolg oder Misserfolg? Die Zahlen 150 / 5 PLATZIERUNG AUF DEM ARBEITSMARKT : / DIE KKARBEITSVERMITTLUNG AN KRIEGSINVALIDE 157 / 5.1 Gründung und Aufbau 157 / 5.2 Schwierigkeiten in der Praxis 161 / 5.2.1 Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage 162 / 5.2.2 Kriegsbeschädigt = unvermittelbar? 165 / 5.2.3 Exkurs: Arbeitsplätze im Staatsdienst? 169 / 6 DIE VERWALTUNG : SCHWACHPUNKT DER SOZIALEN / KRIEGSBESCHÄDIGTENFÜRSORGE 172 / 6.1 Inspektion und Werbekampagne 1916 172 / 6.2 Zwischenbilanz 1917 175 / 6.3 Reorganisation 1918 180 / 6.3.1 Mangelnder Überblick 183 / 6.3.2 Bezirksfürsorgestellen, Ortsgruppen, Vertrauensmänner 184 / 6.3.3 Die "individualisierende" Fürsorge 190 / TEIL 2: NACH DEM KRIEG / 7 DIE ORGANISIERUNG DER KRIEGSBESCHÄDIGTEN 193 / 7.1 Selbstermächtigung: Die Entstehung einer Gruppe 194 / 7.2 Der "Zentralverband" 199 / 7.2.1 Die Anfange 199 / 7.2.2 Eine sozialdemokratische Gründung? 205 / 8 DAS INVALIDENENTSCHÄDIGUNGSGESETZ 212 / 8.1 Der Weg zum Gesetz 212 / 8.2 Gesetz für Helden oder Gesetz für Märtyrer? 217 / 8.3 Das Gesetz in seiner ersten Fassung 221 / 8.3.1 Die Anspruchsberechtigten 222 / 8.3.2 Die Leistungen 224 / 8.3.3 Behörden und Verfahren 225 / 8.4 Neue Rahmenbedingungen: Rechtsanspruch und Mitbestimmung 227 / 8.5 Neue Bestimmungen 230 / 8.5.1 Die Geldleistungen: Komplexes Berechnungsmodell 230 / 8.5.2 Die MdE: Erwerbsarbeit als Maßstab 231 / 8.5.3 Die Ortsklassen: Berücksichtigung unterschiedlicher / Lebenshaltungskosten 238 / 8.5.4 Die Vorbildungsstufen: Standesschutz für Junge 238 / 8.5.5 Das frühere Einkommen: Standesschutz für Ältere 240 / 8.5.6 Die Rentenhöhe: Kampf gegen die Inflation 242 / 8.6 Die Hinterbliebenenrenten 244 / 8.6.1 Witwenrenten: Gleichstellung der Lebensgefährtin 244 / 8.6.2 Waisenrenten: Bildungschancen für Arme? 250 / 8.6.3 Andere Hinterbliebenenrenten - die Ausnahme 251 / 8.7 Resümee: Vergleichende Bewertung des IEG 252 / 9 DIE INVALIDENBEWEGUNG 260 / 9.1 Spaltungen und Einigungsversuche: 1919-1920 260 / 9.1.1 Zählung der Vereine 271 / 9.1.2 Zwei Sonderfalle: Die Organisationen der Kriegsblinden und der / "Intellektuellen" 276 / 9.1.2.1 Die Kriegsblinden 276 / 9.1.2.2 Die "Intellektuellen" 281 / 9.2 Aufruhr und Beruhigung: Drei Beispiele 284 / 9.2.1 Die Schleierbaracken 287 / 9.2.1.1 Das Ende der Invalidenschulung 287 / 9.2.1.2 Genossenschaftsgründung 292 / 9.2.2 Schloss Laxenburg 299 / 9.2.2.1 Große Pläne und Besetzung 300 / 9.2.2.2 Abbauaktion und Gründung des Kriegsgeschädigtenfonds 305 / 9.2.3 Zwischen Palais und Kaserne: Die Adressen des Zentralverbandes 310 / 9.3 Konsolidierung des Zentralverbandes: 1920 313 / 9.3.1 Strukturdebatte und Stadt-Land-Gegensatz 314 / 9.3.2 Das Bemühen um Überparteilichkeit 319 / 9.4 Resümee - Die Waffe hat einen Namen: Organisation 321 / 10 DIE PRAXIS DES INVALIDENENTSCHÄDIGUNGSGESETZES 323 / 10.1 Die Aufnahme des Gesetzes durch den Zentralverband 323 / 10.2 Das Verfahren 328 / 10.2.1 Ansturm der Antragsteller 328 / 10.2.2 Verzögerungen 333 / 10.3 Adaptierung oder Neustart? - Die 7Novelle 342 / 10.3.1 Der Kampf gegen die Zuverdienstgrenze - Der Paragraf 29 342 / 10.3.2 Die Teuerungszulagen 349 / 10.3.3 Die Vollendung eines Weges - weitere Änderungen durch die / 7Novelle 354 / 10.3.4 Der Preis der Vereinfachung: die Einheitsrente 357 / 10.4 Resümee: Vom Entschädigungs-zum Versorgungsgesetz 363 / 11 STAATLICHE FÜRSORGE JENSEITS DES INVALIDENENTSCHÄDIGUNGSGESETZES / 368 / 11.1 Die Fonds der karitativen Kriegsbeschädigtenfürsorge 368 / 11.2 Die Sachdemobilisierungsabgabe: Kriegsgüter für Kriegsbeschädigte 372 / 11.3 Die Spielabgabe: "Besteuerung der Gemütlichkeit"? 374 / 11.4 Vereinssubventionierung: eine "Kollektivfürsorge" 385 / 12 MASSNAHMEN ZUR BERUFLICHEN REINTEGRATION 392 / 12.1 Kriegsbeschädigte Bundesangestellte 392 / 12.1.1 Privilegierte Staatsanstellungen 392 / 12.1.2 Evidenzler 400 / 12.1.3 Protokollarinvalide 402 / 12.2 Kriegsbeschädigte Trafikanten: Der Tabakverschleiß 407 / 12.3 Das Invalidenbeschäftigungsgesetz 414 / 12.3.1 Die Fakten: Pflichtzahl, Ausgleichstaxe, Einstellungsschein - / Das Gesetz von 1920 414 / 12.3.2 Die Vorgeschichte 416 / 12.3.3 Widerstände und Anpassungen 424 / 12.3.4 Vermittlungszahlen 427 / 12.4 Resümee 429 / 13 VON DER OFFENSIVE IN DIE DEFENSIVE - / DER ZENTRALVERBAND 1923-1938 431 / 13.1 Entwicklung bis 1934 431 / 13.1.1 Das Wendejahr 1923 431 / 13.1.2 Konsolidierung und Reifung - Der Wandel des Zentralverbandes 434 / 13.1.3 Abgrenzung vom christlichsozialen Verein 437 / 13.1.3.1 Karl Drexel versus Maximilian Brandeisz 43 8 / 13.1.3.2 Appell an Mildtätigkeit versus Kampf um Rechte 444 / 13.1.3.3 Antisemitismus versus Internationalismus 445 / 13.1.3.4 Zunehmende Lagerbildung 448 / 13.2 Entwicklung nach 1934 451 / 13.2.1 1934: Zerschlagung des Zentralverbandes 451 / 13.2.1.1 Gleichschaltung unter Heimwehr-Einfluss: Der Österreichische / Kriegsopferverband 454 / 13.2.1.2 Reichsbund versus Kriegsopferverband: konservative / Fraktionskämpfe 459 / 13.2.2 1936: Gründung des Einheitsverbandes 464 / 13.2.2.1 Vertrauenskrise 468 / 13.2.2.2 Symbolische Politik 469 / 13.2.3 Resümee: Die Idee einer einheitlichen Kriegsopfervertretung und / ihre Perversion 472 / SCHLUSS / 14 STATISTIK DER KRIEGSOPFER 475 / 14.1 Die Nachkriegsjahre 476 / 14.1.1 Die Kriegsbeschädigten 476 / 14.1.2 Die Hinterbliebenen 483 / 14.2 Die weitere Entwicklung der Zahlen bis 1938 486 / 14.3 Die Schäden: Tuberkulose als Kriegsbeschädigung 492 / 14.4 Resümee: Prognosen und Fakten 495 / 15 STATISTIK DER KRIEGSOPFERVEREINE 498 / 15.1 Vereinsmitglieder 498 / 15.1.1 Einschluss der Frauen: Kriegsbeschädigte und Kriegerwitwen 498 / 15.1.2 Die Macht des IEG 500 / 15.1.3 Ausschluss der Veteranen: Kriegsopfer und Kriegsveteranen 502 / 15.2 Zahlen 504 / 15.2.1 Hoher Organisierungsgrad zu Beginn 5 04 / 15.2.2 Zuweisung von Mandaten - Verteilung von Waren: / Kräfteverhältnisse unter den Vereinen 507 / 15.2.3 Rückläufige Mitgliederzahlen vor dem Hintergrund der politischen / ReaktionDie Entwicklung bis 1938 513 / 15.3 Resümee 518 / ANHANG / 16 VERZEICHNIS DER TABELLEN UND DIAGRAMME 520 / 17 ERGÄNZENDE TABELLEN 523 / 18 QUELLEN UND LITERATUR 543 / 18.1 Literatur 543 / 18.2 Quellen 560 / 18.2.1 Gedruckte Quellen 560 / 18.2.2 Ungedruckte Quellen 563 / 18.2.3 Gesetze 566 / 18.2.3.1 Gesetze bis 1918 566 / 18.2.3.2 Gesetze 1918-1938 567 / 18.2.3.3 Gesetze ab 1945 577 / 18.2.3.4 Deutsche Reichsgesetzblätter 577 / 19 ABKÜRZUNGEN 578 / 20 REGISTER 583
 

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Verfasser*in: Suche nach Verfasser*in Pawlowsky, Verena; Wendelin, Harald
Verfasser*innenangabe: Verena Pawlowsky ; Harald Wendelin
Jahr: 2015
Verlag: Wien ; Köln ; Weimar, Böhlau
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Systematik: Suche nach dieser Systematik GE.OZF
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ISBN: 978-3-205-79598-8
2. ISBN: 3-205-79598-9
Beschreibung: 584 S. : Ill., graph. Darst.
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Mediengruppe: Buch