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Abstinenz, Neutralität und Transparenz in psychoanalytisch orientierten Therapien
VerfasserIn: König, Karl
Verfasserangabe: Karl König
Jahr: 2005
Verlag: Stuttgart, Klett-Cotta
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
Abstinenz, Neutralität und Transparenz: Diese drei zentralen Themen haben die psychoanalytische Diskussion seit ihren Anfängen begleitet und sind vor dem Hintergrund der Intersubjektivitätsdiskussion von neuer Aktualität. Freud, in der Tradition der Aufklärung, wollte die Wahrheit für den Patienten; Wahrheit im Sinne wissenschaftlicher Erkenntnis sollte heilen. Das konnte nur gelingen, wenn störende Einflußfaktoren, sogenannte Dreckeffekte, unter Kontrolle gebracht wurden. So entstand die Forderung nach Abstinenz, die in der Ich-Psychologie auf die Spitze getrieben wurde: Der Psychoanalytiker hatte sich als neutraler Wissenschaftler zu verhalten, subjektive Einflüsse seien auszuschließen. Die Neutralität sollte verhindern, daß der Patient in seinen Übertragungsmöglichkeiten eingeschränkt wird; der Therapeut sollte vielmehr als Kleiderständer der Übertragung für alle Übertragungen offen sein.
Heutzutage beginnt sich eine indikationsbezogene Differenzierung dieser Konzepte durchzusetzen. Der Autor stellt dar, wie beispielsweise das Konzept der Abstinenz für verschiedene Triebwünsche ganz unterschiedlich gehandhabt wird und wie der Analytiker mit der Transparenz arbeiten kann: im Sinne dosierter Mitteilungen des Therapeuten über sein Erleben, seine Ansichten und seine Handlungsimpulse.
 
 
 
 
 
 
/ AUS DEM INHALT: / / /
 
 
 
Vorwort. 11
Zur Theorieentwicklung. 15
Zur Entwicklung der Psychoanalyse in den USA, in Großbritannien und in Deutschland. 15
Kleinianer, Interventionstechnik. 16
Gegenpositionen in der Geschichte der Psychoanalyse. 18
Radikale wissenschaftstheoretische Positionen. 19
Paradigmen. 20
Vertikale und horizontale Erweiterungen, abgeschottete Schulen, Ausbrüche oder Grenzverkehr. 21
Integrationsversuche. 22
Hypothesen und ihre Schicksale. 23
Psychoanalyse als angewandte Wissenschaft, Co-Morbidität als Fehlerquelle. 24
Überzeugungen. 25
Die psychoanalytische Identität. 26
Objektivität und Subjektivität:
Was kann ein Therapeut erkennen? 28
Interpersonaler Konsens nach W. Loch. 28
Direktivität, subjektive Einschätzung durch den Therapeuten. 29
Zur Position von Renik. 32
Renik und Selbstenthüllung. 36
Subjektivität: Was ändert sich, wenn man sie anerkennt? 30
Interventionsstil und Persönlichkeit des Therapeuten. 40
Trennungen. 41
Subjektivität und Differentialindikation. 42
Ein abgestuftes Plädoyer für Wahrheit in der Psychoanalyse. 43
Subjektivität und Lehranalyse. 47
Abstinenz:
Was darf ein Therapeut dem Patienten geben und was darf er von ihm bekommen? 53
Warum ist Abstinenz in der Psychoanalyse so wichtig? 53
Bedürfnisbefriedigung in verschiedenen psychoanalytischen Schulen. 55
Objektivierung und Subjektivierung. 56
Weitere Hinweise zur Befriedigung von Patientenwünschen und -bedürfnissen. 57
Wünsche und vitale Bedürfnisse. 60
Private Wünsche des Therapeuten und ihre Folgen. 61
Fällt Abstinenz leicht oder schwer? 61
Wünsche und Charakterstrukturen von Patienten. 63
Neutralität in der Therapie - Nutzen und Möglichkeiten. 67
Verschiedene Formen von Neutralität. 67
Berufliche Rollen und Neutralität. 69
Meine Auffassungen von Neutralität. 72
Was für einen Analytiker wünscht sich ein Patient? 76
Professionelle Neutralität als Kongruenz zwischen Vorschriften und Verhalten. 76
Aktivität und Passivität. 78
Neutralität und Allparteilichkeit. 79
Weitere Gründe für Verstöße gegen die Neutralität. 80
Übertragungsauslöser statt Anonymität. 81
Projektive Identifizierung und Neutralität. 84
Neutralität in der Beurteilung der Lebensverhältnisse des Patienten. 87
Neutralität des Psychoanalytikers bei der Differentialindikation. 89
Methodenwechsel. 90
Neutralität und Direktivität:
Darf der Therapeut den Patienten lenken? 91
Fokussierung. 91
Direktivität und Widerstand. 92
Direktives Seiegieren in Kurzzeittherapie und Langzeittherapie. 95
Psychotherapie nach dem Coaching-Modell. 99
Normen in der Gruppentherapie. 101
Die Arbeitsbeziehung. 105
Aktuelle Beziehungen und Beziehungen in der Primärfamilie. 106
Direktivität und Neutralität in der Paartherapie. 107
Stationäre Psychotherapie und Direktivität. 110
Direktivität in der analytisch orientierten und in der Verhaltenstherapie. 115
Neutralität und Asymmetrie:
Sind Patient und Therapeut gleichberechtigte Partner in verschiedenen Rollen? 117
Grundsätzliches zu Asymmetrie und Neutralität. 117
Asymmetrie in Gruppen. 118
Asymmetrie und Expertenwissen. 120
Asymmetrie und Therapeutenstruktur: Eine Übersicht. 121
Mutualität und Arbeitsbeziehung. 125
Arbeitsbeziehung und Expertenwissen. 126
Neutralität und Transparenz:
Was darf und was soll der Patient vom Therapeuten erfahren? 128
Transparenz und asymmetrische Beziehung. 128
Transparenz in der interaktioneilen Therapie. 129
Ich-Funktionen und ihre Beeinflussung. 130
Interaktionelle Therapie, "Erbarmen" und Respekt. 131
Nähe und Therapeutenstruktur: Eine Übersicht. 133
Beabsichtigte und unbeabsichtigte Transparenz. 138
Auswirkungen von Transparenz. 139
Kanäle der Transparenz. 142
Schamgefühle und Transparenz. 143
Mentalisierung und Transparenz des Therapeuten. 144
Therapeutenverhalten und Elternverhalten. 146
Momente der Begegnung. 153
Normen in der psychoanalytisch-interaktionellen Therapie. 158
Dosierung der Interventionen und Transparenz in der psychoanalytisch-interaktionellen Therapie. 159
Erbe und Umwelt. 161
Grundsätzliches zu Erbe und Umwelt. 161
Relationale Theorien und das Erbe-Umwelt-Problem. 162
Hermeneutik und Biologie: Ein falscher Gegensatz. 164
Integrationsversuche von Mitchell und Kernberg. 168
Gegenübertragungsanalyse und Programme. 169
Ausblick. 173
Literaturverzeichnis. 174
Register.
 
 
 
 
 
 
 
Details
VerfasserIn: König, Karl
VerfasserInnenangabe: Karl König
Jahr: 2005
Verlag: Stuttgart, Klett-Cotta
Systematik: PI.HPE
ISBN: 3-608-94402-8
Beschreibung: 189 S.
Fußnote: Literaturverz. S. 174 - 181
Mediengruppe: Buch