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Die Schönen im Kino
Nachdenken über ein ästhetisches Phänomen
VerfasserIn: Koebner, Thomas
Verfasserangabe: Thomas Koebner
Jahr: 2011
Verlag: München, Ed. Text + Kritik im Boorberg Verl.
Mediengruppe: Buch
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: KT.F Koeb / College 5a - Szene Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
Was ist das Schöne, wer sind die Schönen – zumal im Kino? Fragen, deren Antworten nicht auf der Hand liegen. Immerhin ist die Zeit allmählich reif für einen Paradigmenwechsel in der ästhetischen Betrachtung des Films: weg von einer klassisch geprägten Auffassung, dass das Schöne mit interesselosem Wohlgefallen zu tun habe. Vielmehr müssen wir uns eingestehen, dass wir die Schönen – weibliche wie männliche Projektionen – mit Interesse besetzen und mit Begehren verfolgen. So ergibt sich ein Paradox von Nähe und Ferne: Oft ziehen die Schönen ihre Betrachter gleichsam magisch an, bis diese ihnen förmlich mit allen Sinnen ergeben sind, bisweilen fordert die als schön »ausgezeichnete« Person aber auch eine Art Ehrfurchtsabstand ein. Das gilt auch für das Verhältnis zu den Schönen im Kino.Es ist verlockend, sich bei dieser kniffligen Angelegenheit auf eine Vielzahl einzelner Fälle einzulassen. So ist mit diesem Buch eine Geschichte der Schönen, der zu »Ikonen« erhobenen oder stilisierten Schauspielerinnen und Schauspieler im Film, zustande gekommen; diese orientiert sich an ausgewählten Exempeln und Modellen – von Asta Nielsen bis zu Juliette Binoche, von Max Linder bis zu Johnny Depp. Manches Leinwandgesicht aus den 1920er Jahren, das damals für schön und anziehend erklärt wurde, wirkt heute merkwürdig altmodisch, wenn nicht sogar sonderbar skurril. Was als schön gilt, ist relativ. Es gibt viele Variablen bei der Anschauung von menschlicher Schönheit – Rückblicke auf die Kunstgeschichte und die Geschichte der Fotografie sollen bei der Überlegung »Was ist das Schöne, wer sind die Schönen?« helfen. Dabei stellt man auch fest, dass es Merkmale des Schönen zu geben scheint, die überzeitliche Geltung beanspruchen. Ewige Schönheit – eine Illusion? Unterscheidet sich der Körper einer antiken Aphrodite- Skulptur, vom Publikum seinerzeit bewundert, von dem einer jungen Schauspielerin aus einem Film der 1990er Jahren? Bei genauerer Betrachtung ergibt sich eine »Typologie des Schönen«, die sich nicht nur kurz- und langfristig verändert, von Epoche zu Epoche, sondern auch unterschiedlichen Kulturmustern unterworfen ist. Schließlich: Wer über das Schöne spricht, darf das Hässliche nicht meiden. Also wird auch der »Entwicklungsgeschichte des Hässlichen« im Kino oder dessen, was dafür gilt, besondere Aufmerksamkeit geschenkt.[Verlagsangabe]Inhalt:1. Wer ist schön?: Das Wunschbild vom eigenen Körper. Die Sesamstraße und »political correctness«. Das historische Prestige der Schönen. Was heißt das Wort»schön«? Durchschnittsschönheit. 2: Die erste Galerie: Recherche nach der »universellen« Schönheit: Beispiele aus der bildenden Kunst. Das Urteil des Paris. Herakles am Scheideweg. Pygmalion. Die Evolution des Begehrens. Die unerreichbare Schöne. Die Entdeckung des nackten Körpers. 3. Die zweite Galerie: Visionen nackter Körper: Beispiele aus der bildenden Kunst. Olympia-Film. 4. Körperfantasien. Der schwache Schöne. »Venus steigt herab«. Das doppelte Körperideal des Klassizismus. Der harte Kampfkörper. Der verletzliche Körper. Paradiesische Nacktheit.5: Die dritte Galerie: Das besondere Schöne: Schauspieler in ihren Rollen. Melodramatische Heldinnen, Flappers, Vamps. Männliche Stars aus Amerika(und England). New Hollywoods Unangepasste und die neue Generation. Hollywoods emanzipierte Frauen. Die italienischen »Busenwunder« der Nachkriegszeit. Die »Nationalisierung« der Typen. Schauspielerinnen in Frankreich'. Schauspieler in Frankreich (und ein Italiener). Schauspielerinnen in Deutschland. Einzelgänger. Deutsche Schauspielerinnen und Schauspieler im Zeitalter des Fernsehens.6. Frauenrollen, Männerrollen: Maskenspiel. Liebesakte. Romantische Komödien. Glanz und Macht. Rollenfächer. Schön ist gut, hässlich ist böse? Das hässliche Entlein. Das Aschenputtel-Schema. Der unentstellte Mensch. Der patriotische Körper. Körperwechsel. Der »süße Vogel Jugend«. Der Verlust der Schönheit im Alter. Künstliche und natürliche Schönheit. Angst vor der Schönheit?Anhänge.Porträtierte Schauspielerinnen und Schauspieler.Literaturverzeichnis.Filmverzeichnis.
Details
VerfasserIn: Koebner, Thomas
VerfasserInnenangabe: Thomas Koebner
Jahr: 2011
Verlag: München, Ed. Text + Kritik im Boorberg Verl.
Systematik: KT.F
ISBN: 978-3-86916-133-4
Beschreibung: 1. Aufl., 268 S. : Ill.
Sprache: ger
Mediengruppe: Buch