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H. P. Blavatsky an die Amerikanischen Konvente 1888-1891
VerfasserIn: Blavatsky, Helena P.
Verfasserangabe: Helena Petrovna Blavatsky. Mit einem historischen Überblick von Kirby Van Mater
Jahr: 1979
Verlag: Pasadena - München, Theosophical University Press
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
Helena Petrovna Blavatsky (gebürtig Helena Petrovna von Hahn-Rottenstern; nach erster Verehelichung Jelena Petrowna Blawatskaja, engl. Transkription Yelena Petrovna Blavatskaya; * 31. Julijul./ 12. August 1831greg. in Jekaterinoslaw, Neurussland, Russisches Kaiserreich; † 8. Mai 1891 in London) war eine US-amerikanische Okkultistin deutsch-russischer Herkunft. Ihre Hauptwerke Isis Unveiled (1877, deutsch: Isis entschleiert) und The Secret Doctrine (1888, deutsch: Die Geheimlehre) trugen maßgeblich zur Begründung der modernen oder anglo-indischen Theosophie bei und erlangten einen bedeutenden Einfluss auf weite Bereiche der modernen Esoterik. 1875 gründete Blavatsky mit Henry Steel Olcott die Theosophische Gesellschaft. Blavatsky entwickelte eine als Theosophie bezeichnete synkretistische Weltanschauung, die gleichzeitig die Lehre der TG bildet. Im Unterschied zur christlichen Theosophie verfolgt die anglo-indische Richtung ihres Religionssynkretismus das Ziel, durch esoterisches Erkennen, okkulte Schulung und dem Studium fernöstlicher Religiosität eine höhere Form von „Wahrheit“ zu erlangen. Die Bezeichnung Theosophie wird als ein anderer Name für das seit dem 19. Jahrhundert unter der Bezeichnung „Okkultismus“ aufgekommene, primär monistische Deutungssystem moderner spiritistischer oder alter magischer und religiöser Praktiken verwendet. 1877 erschien Blavatskys Erstwerk Isis Unveiled (Isis entschleiert), in dem sie zu beweisen versuchte, dass der von ihr vertretene Spiritismus und das Hellsehen, die Hypnose, die (Tag-)Träume und alle „Wunder“ einer gemeinsamen Tradition entstammen. Dabei stützte sie sich noch nicht auf indische Traditionen, sondern auf die angebliche „okkulte Lehre des alten Ägyptens“, in der sich eine Ur-Religion offenbare, aus der alle heute bestehenden Religionen hervorgegangen seien. Diese Lehre sei in der Lage, die Gegensätze zwischen Spiritualität, vernunftgeleiteter Philosophie und den Naturwissenschaften aufzuheben. Die meisten Rezensenten äußerten sich verunglimpfend oder verwirrt. Isis entschleiert lieferte weniger einen Überblick über Blavatskys neue Religion und war eher eine Tirade gegen die rationalistische und materialistische Kultur der modernen westlichen Welt. Um das Vertrauen ihrer Leser in die herrschende Weltanschauung zu diskreditieren, bediente sie sich verschiedener Sekundärquellen über heidnische Mythologien, Mysterienkulte, Gnostizismus, Hermetik, die Arkantradition der Renaissance bis hin zu Geheimgesellschaften wie den Rosenkreuzern, deren gemeinsamen Ursprung sie im alten Ägypten verortete. Die literarischen Werke Edward George Bulwer-Lyttons inspirierten sie maßgeblich. Helena Blavatskys gilt als die wohl bedeutendste Persönlichkeit bei der Begründung der modernen westlichen Esoterik im späten 19. Jahrhundert. Sie war die erste, die östliche und westliche Weisheitslehren zu einem neuen System verschmolz, wobei sie sich auf die frühen Rosenkreuzer, die Alchimisten und die mittelalterlichen Theosophisten ebenso berief wie auf altindisch-vedische Religionen und den tibetischen Buddhismus. Neben dieser Wirkung in Europa und Amerika war sie auch in Indien unter spirituell Suchenden zeitweilig sehr populär. Blavatskys Lehre war für den Okkultismus und das Neuheidentum von großer Tragweite, erzeugte neue Lehren, Orden und Verbindungen und beeinflusste Schriftsteller und Künstler wie Hermann Hesse, William Butler Yeats, James Joyce, George William Russel, Jack London, D. H. Lawrence, T.S. Eliot, Wassily Kandinsky, Piet Mondrian, Paul Klee, Paul Gauguin, Gustav Mahler, Jean Sibelius, Alexander Skrjabin und andere. Über den Dichter Yeats, der Mitglied des Hermetic Order of the Golden Dawn war, kam auch der Magier Aleister Crowley mit Blavatskys Lehre in Kontakt. In den späten 1970er und frühen 1980er Jahren beriefen sich auch die Anhänger der New-Age-Bewegung auf die Gedankenwelt Blavatskys und die Theosophie. Blavatsky wurde schon zu Lebzeiten Betrug nachgewiesen, und man bezichtigte sie insbesondere im Zusammenhang mit den Meister-Briefen (siehe oben unter „Leben“ sowie Coulomb-Affäre und Hodgson Report) des Betrugs. Blavatsky gibt an, sich insgesamt sieben Jahre in Tibet aufgehalten zu haben. Dafür konnten Theosophen trotz vieler Versuche keine Beweise erbringen. Heute nimmt man an, dass sie nie in der Nähe von Trashilhünpo lebte, und es gibt keine Anhaltspunkte, dass sie Tibet jemals betrat, wo sie von den Meistern angeblich Sanskrit lernte und in die okkulten Wissenschaften eingeweiht worden sein will. Blavatskys Lehre von der Transmigration (Reinkarnation und Wiedergeburt) ist vollkommen entstellt und weist keine Übereinstimmungen mit dem Buddhismus oder einer anderen Doktrin auf. Blavatskys über 1.000 Seiten starkes Erstwerk Isis Unveiled geriet schnell in die Kritik, weil Kennern der okkulten Literatur aufgefallen war, dass sich Blavatsky aus Werken Dritter bedient und teilweise ohne Angabe von Quellen abgeschrieben hatte. Während Olcott einige Vorlagen wie Eliphas Levi einräumte und ansonsten behauptete, Blavatsky habe ihre Informationen aus dem „Astrallicht“ bezogen, erhob der amerikanische Orientalist und Okkultismus-Forscher William Emmette Coleman nach dreijähriger Recherche in seiner monumentalen okkulten Bibliothek 1895 schwere Vorwürfe, weil Blavatskys Hauptwerke Isis Unveiled, The Secret Doctrine und The Voice of the Silence zu großen Teilen aus Plagiaten bestünden. Coleman wies allein in Isis Unveiled 2.000 Referenzstellen aus über 100 Titeln der okkultistischen Literatur, besonders des 19. Jahrhunderts, nach, die sie abgeschrieben hatte.
Details
VerfasserIn: Blavatsky, Helena P.
VerfasserInnenangabe: Helena Petrovna Blavatsky. Mit einem historischen Überblick von Kirby Van Mater
Jahr: 1979
Verlag: Pasadena - München, Theosophical University Press
Systematik: PR.OA
ISBN: 0-911500-93-6
Beschreibung: 83 S.
Mediengruppe: Buch