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3 von 284
Geschichte der Armut
Elend und Barmherzigkeit in Europa
VerfasserIn: Geremek, Bronislaw
Verfasserangabe: Bronislaw Geremek
Jahr: 1988
Verlag: Zürich ; München, Artemis-Verl.
Mediengruppe: Buch
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: GK.P Ger / College 2d - Geschichte Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
Die Geschichte der Armut ist auch unsere Geschichte. Mitleid und Barmherzigkeit auf der einen, Angst und Ausgrenzung, ja Repression auf der anderen Seite: zwei konträre Haltungen bestimmen unseren Umgang mit der Armut und den Armen und dokumentieren zugleich einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel.
In diesem brillant geschriebenen kulturhistorischen Sachbuch, das wirtschaftliche, religiöse und soziale Aspekte gleichermaßen umgreift, geht der bekannte polnische Historiker Bronislaw Geremek den Ursachen dieses Wandels auf den Grund. Galt die Armut im Mittelalter als hoher geistiger Wert und zugleich gottgewollter Zustand, der die christliche Barmherzigkeit auf den Plan rief, so führen die Wirtschaftskrisen und Hungersnöte des 14. / 15. Jahrhunderts zu einer radikalen Reform. Die städtischen Behörden lösen die Kirche in der Verwaltung der Wohltätigkeit ab; aus der Praxis des Almosens wird eine zentrale gelenkte Fürsorge, die nach immer strengeren Kriterien "echte" Bedürftige und arbeitsfähige Arme unterscheidet. Zugleich erscheinen die Massen der Armen, die vom Lande in die Stadt strömen, als soziale Gefahr. Ein totales Bettelverbot, die Schaffung von Arbeitshäusern und drakonische Strafen markieren die zunehmende Ausgrenzung und Diskriminierung der Armen: Vier Galgen erreichtet die Stadt Rouen 1566, um das Funktionieren der neuen "Sozialfürsorge" zu gewährleisten. Im Umgang mit der Armut, die mit der frühen Industrialisierung einen neuen Charakter gewinnt, entwickelt der Staat mehr und mehr ein Repressionsinstrumentarium, da unsere heutige, durchweg negative Einstellung zur Armut noch immer prägt. (Klappentext)
 
 
 
 
 
 
/ AUS DEM INHALT: / / /
 
 
Einführung: Stigmata des Elends und Haltungen gegenüber der Armut | 7
 
IDas Mittelalter: Wozu braucht man die Armen? | 23
1Das mittelalterliche Ethos der Armut und die soziale Realität | 27
2Das Almosen und die Bettler | 50
3Das ländliche und das städtische Elend | 68
 
IIDie moderne Gesellschaft und der Pauperismus | 93
1Die soziale Konjunktur | 97
2Entwicklungszonen und Mechanismen der Pauperisierung | 119
3Die Ausmaße des Pauperismus | 131
 
IIIDie neue Sozialpolitik | 153
1Die zwanziger Jahre des 16Jahrhunderts - ein Wende- punkt | 154
a) Paris: Moralische Besorgnisse und Angst | 159
b) Venedig: Sozialhygiene und Repression | 167
c) Ypern: Städtische Armut und Reform | 175
2Die Reformen der Wohltätigkeit | 181
3Kontroversen um die Wohltätigkeit: Von der städtischen Politik zur Staatsräson | 224
 
IVGefängnisse für die Armen | 257
1Eine römische Prozession | 258
2"Arbeit nährt, Arbeit straft" |268
3Das Hôpital général: Die "große Einschließung" in Frankreich | 274
 
VDie moderne Welt und das Elend | 285
1Die Pauperisierung und die "Entdeckung der Armut" | 286
2Die Idee der Philanthropie | 294
3Die Armut der Völker | 301
 
Schluss: Geschichte des Mitleids | 307
 
Anhang
Anmerkungen | 313
Bibliographie | 317
 
 
 
 
Details
VerfasserIn: Geremek, Bronislaw
VerfasserInnenangabe: Bronislaw Geremek
Jahr: 1988
Verlag: Zürich ; München, Artemis-Verl.
Systematik: GK.P
ISBN: 3-7608-1917-6
Beschreibung: 328 S.
Beteiligte Personen: Griese, Friedrich
Sprache: ger
Originaltitel: Litosc i szubienica <dt.>
Fußnote: Literaturangaben
Mediengruppe: Buch