X
  GO
Ihre Mediensuche
Suche
Zweigstelle
Medienart


9 von 284
Die Hochzeit von Marko
bulgarische Riten und Mythen
VerfasserIn: Cuisenier, Jean
Verfasserangabe: Jean Cuisenier
Jahr: 2009
Verlag: Marburg, Jonas-Verl.
Mediengruppe: Buch
verfügbar (wo?)verfügbar (wo?)
Exemplare
 ZweigstelleStandorteStatusFristVorbestellungen
 Vorbestellen Zweigstelle: Bücherei der Raritäten Standorte: GS.EE Cuis Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
Unter dem kommunistischen Regime von Todor Schiwkow ist in Bulgarien eine der härtesten Kollektivierungen innerhalb der südosteuropäischen Ländern durchgeführt worden. Auch in dieser Zeit bleibt die Erinnerung an die Kämpfe gegen das Osmanische Reich noch lebendig. Die orthodoxe Religion wurde damals eher insgeheim ausgeübt. Die Beerdigungsriten und Hochzeitsbräuche, die sich bis in die Antike verfolgen lassen, sind immer noch üblich. Die letzten Volksliedersänger sie werden von der Gãdulka begleitet besingen die homerischen Taten des Königssohns Marko, des makedonischen Helden mittelalterlicher Kämpfe gegen die eindringenden Osmanen. Im Jahre 1989 findet Bulgarien zu seiner eigenen Identität mit seinen Bräuchen und Gepflogenheiten zurück. Man tut sich aber schwer damit, die Bürgerliche Gesellschaft mit ihren Wirtschaftsformen wieder ein- und herzurichten. Was soll jetzt aus den Klöstern und den Ikonen, aus der häuslichen Architektur und den sozialen Bindungen werden, wie sie die Bewohner untereinander gepflegt haben? Was aus der langen historischen Tradition des epischen Gesanges? Welche Beziehung besteht generell formuliert zwischen einer solchen heldenartigen und poetischen Anschauung des Daseins auf der Welt einerseits und zwischen den Kriegen andererseits, die den Balkan im Namen der Religion, des Nationalismus oder einer ethnischen Ideologie ins Elend stürzen? Nach zehn Jahren der Recherche und in Zusammenarbeit mit bulgarischen Kollegen antwortet der Autor auf diese Fragen. Er stellt im Laufe seiner Untersuchung einige der besonders beeindruckenden epischen Werke vor, die er gesammelt hat. Indem er den Meistern der mündlichen Tradition zuhört, versucht er, aus ihrem Gesang auch einen Sinn für die Gegenwart zu finden. Aus diesen epischen Liedern ragt eines hervor. Es erzählt: Die Hochzeit von Marko. [Klappentext]
 
/ AUS DEM INHALT: / / / 1DIE IKONE, DER ZAR UND DER HEILIGE | 22 / Ein- und Ausblicke | 23 / Eine Stätte für ein Kloster, ein Kloster für eine Stätte | 27 / Eine Ikone, die es zu studieren gilt | 32 / Die älteste Darstellung des Heiligen vor Ort | 34 / Eine Historisierung: das ikonographische Programm und die hagiographische Begründung | 37 / Die Configuratio: die Entstehung von Bild und Text | 39 / Der Berg in doppelter Gestalt und der Rückzug des Heiligen | 41 / Absichten - Bedeutungsloses, fehl- und klar Gedeutetes | 43 /
2PIRIN: DER MYTHISCHE ORT DER TAPFEREN 47 / Ein Lobgesang auf den Berg und den Donner | 48
Einheimische Auslegungen | 49
Ein Wort und seine Vielschichtigkeit | 50
Ein Werk hymnischen Klanges | 53 / Die Zuflucht der Tapferen | 55
Ein eindeutiger und zugleich hintergründiger Text und seine semantischen Schwierigkeiten | 56
Der historische Hintergrund | 60
Eine Präsentationsart | 64 / Festungen und Sanktuarien, Gedichte aus Holz und Stein | 66
Eine Gründungsgeschichte und ein architektonisches Programm: der Tempel Gottes als eine Festung der Rechtschaffenen | 66
Worte der Bewohner und architektonische Modelle: Festungen als Wohnungen | 70
Die Erzählung als Sinngeberin: die "Rache von Petar" | 75 /
3DAS HOCHZEITSRITUAL ODER DIE ZERBRECHLICHE SCHÖNHEIT DER BRÄUCHE | 80 / Der Chor und seine Organisation: die Gestik, der Text, die Stimme und der Klang | 81 / Das Zeremoniell oder die Herstellung von Sinn' | 85
Die dem Paten erwiesene Ehre: die Würde einer Rolle | 85
Die dem Ehemann erwiesene Ehre: der Widder als Metapher des Bräutigams | 88
Die der Braut erwiesene Ehre: wie die Sprache das ausdrückt | 91
Die dem Ehepaar erwiesene Ehre: zeremonielle Spiele im Rituellen | 100
Das immerwährende Vertrauen in die Mutter | 111
Das bürgerliche Ritual: die kirchliche und standesamtliche Feier | 114
Das Hochzeitsmahl: der rituelle Verzehr der Hochzeitsgaben | 116 / Umstellungen: der verherrlichte Brauch | 117 /
4DAS SOZIALE BAND UND DIE TIEFE DER ZEIT | 123 / Die Blutsverwandtschaft und die Abstammungslinien | 125
Die Bezeichnungen von Verwandtschaft | 125
Die drei Arten der Abstammung | 130 / Der Familienstamm und seine Linien | 135
Die Bezeichnungen dieser Verwandtschaft 135
Die Rolle der Frau als Vermittlerin der Generationen oder der Austausch zwischen den Verwandten | 141
Das Geschäft der Heirat als eine Erscheinung im Rituellen: die Verlobung | 145 /
5DAS EPISCHE LIED IM BEWUSSTSEIN DER GESCHICHTE | 157 / Die Spontanität der epischen Lieder | 160
Jenseits der Schrift: die Mündlichkeit | 160
Die Stimme und ihre Stärke, das gesprochene Wort und sein Versmaß | 165
Erzählen, singen und spielen zugleich: die Kunst des Sprechgesangs | 166
Die Nacht des epischen Gesangs | 169 / Die Taten des Helden: die Gegenwart des Vergangenen und die eingeholte Vergangenheit | 171
Der Held in seiner Alltäglichkeit | 171
Das Trinken um die Wette als Prüfung | 173
Der Zweikampf als Prüfung | 176
Die Brautwerbung und Mutprobe | 181 / Die Gestalt des Helden in der Erzählung und in der Geschichte | 187
Das gesellschaftliche Umfeld von Marko | 188
Die Festung des Helden | 191
Das Bild des Helden | 195
Die Geschichte und das Schicksal des Helden | 199 /
6DIE GESTALT DES HELDEN IM GEFLECHT DES MYTHOS 204 / Gestalten und mythische Motive | 205
Unvollkommene Meisterinnen des Geschehens: die vili und samodivi | 206
Die hilfs- und dienstbereite Mara als eine Gestalt des tertiären Bereichs | 209
Eine Jungfrau als Kriegerin und Mörderin: die Kroatin als Vertreterin des sekundären Bereichs | 211
Ein wilder und durchtriebener Krieger: Marko als Gestalt des sekundären Bereichs | 220 / Die epische Erzählung und ihre mythische Struktur: die Hochzeit von Marko | 225
Der Held, die Liebe und die Ehe | 226
Der Held und die unbekümmerte Liebe | 227
Der Brautraub und die Liebe | 229
Das Hochzeitsmahl und die Freigebigkeit | 234
Und so kommen das Hochzeitsmahl und die Freigebigkeit zu einem guten Ende | 238 /
CONCLUSIO | 239 / ANHANG | 246 / Aus dem Repertoire von Vidul Kaftov | 246 / Marie-Barbara Gonidec: Die bulgarische Gädulka | 272 / Klaus Freckmann | 274 / Exkurs: Architekturhistorische Reiseeindrücke in Westbulgarien - Anmerkungen zu Les noces de Marko Le rite et le mythe en pays bulgare | 274
Zur historischen Geographie | 274
Rila | 282
Bansko | 284
Resümee | 288
Nachbemerkung | 290 / Bibliographie | 291 / Abbildungsverzeichnis | 304
 
Details
VerfasserIn: Cuisenier, Jean
VerfasserInnenangabe: Jean Cuisenier
Jahr: 2009
Verlag: Marburg, Jonas-Verl.
Systematik: GS.EE
ISBN: 978-3-89445-425-8
2. ISBN: 3-89445-425-3
Beschreibung: 304 S. : Ill., graph. Darst., Kt., Noten
Originaltitel: Les noces de Marko <dt.>
Fußnote: Literaturverz. S. 291 - 304
Mediengruppe: Buch