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Der Prozess des Lernens
eine Synthese der Lerntheorien von Jean Piaget und Gregory Bateson
VerfasserIn: Lutterer, Wolfram
Verfasserangabe: Wolfram Lutterer
Jahr: 2011
Verlag: Weilerswist, Velbrück Wiss.
Mediengruppe: Buch
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: PI.HLG Lutt / College 3f - Psychologie / Psychologie Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
Piaget hat eine »diachrone« Lerntheorie formuliert: Die ler-nerische Entwicklung eines Kindes wird über einen langen Zeitraum verfolgt. Bateson hat demgegenüber eine »synchrone« Theorie formuliert: Er zeigt, welche lernerischen Prozesse gleichzeitig auf verschiedenen Ebenen ablaufen. Die Synthese dieser beiden Theorien, die dieses Buch leistet, schafft die Grundlagen für eine komplexe Lerntheorie.Das Leitthema, an dem sich die Argumentation entfaltet, ist die Kausalität. Der Nachvollzug der individuellen Entwicklung kausaler Vorstellungen bis hin zur Ausformung eines systemisch orientierten Denkens nimmt eine zentrale Position ein, und zwar sowohl hinsichtlichder formulierten komplexen Lerntheorie, als auch in Bezug auf unser Verständnis der Struktur von Weltbildern. Dabei zeigt sich, dass entgegen diverser Bestrebungen, menschliches Denken auf bloße biologische Anlagen und steinzeitliche Primitivismen zu reduzieren der Prozess des Lernens ganz im Gegensatz hierzu auf die Entfaltung komplexer Denkmuster hinführt. Reduktionistische Denkweisen sind weder unausweichlich noch ein logischer Endpunktunserer intellektuellen Entwicklung, auch wenn einer geradlinigenEntwicklung auf ein komplexes Denken hin große innere Widerstände entgegenstehen.In diesem Buch geht es allerdings nicht »nur« um eine angemesseneLerntheorie, die den Zusammenhang von Lernprozessen mit der Weise unserer Wirklichkeitswahrnehmung und unserem Handeln klärt. Im Fokus der Aufmerksamkeit steht auch die erworbene Strukturunseres Denkens. Der Nachweis, dass reduktionistische Denkweisenzwar notwendige, aber keineswegs hinreichende mentale Entwicklungsschritte darstellen, gewinnt insbesondere im Kontext globaler ökologischer, ökonomischer und sozialer Probleme an Bedeutung. Der Rekurs auf Bateson und Piaget verdeutlicht sowohl die Gewordenheit und »Beschränktheit« als auch die Veränderbarkeitvon Weltbildern. Niemand wird bereits als der geboren, was er später wird.
 
/ AUS DEM INHALT: / / /
Einleitung 7
1. Jean Piaget: Stufentheorie des Lernens 11
Der Säugling: Die kausalisierte Welt 12
Die Verdoppelung der Welt durch Sprache 24
Zur Entwicklung der Intellektualität 32
Stufenübergänge und die Frage einer fünften Stufe 45
2. Die drei Ebenen: Gegory Batesons Lerntheorie 55
Lernen als Veränderung 56
Kontexte des Lernens 60
Zur Entwicklung von Weltbildern 68
"Höhere" Ebenen des Lernens? 73
Lernen und Selbst 81
3. Parallele Linien: Ein nicht geführter Dialog 87
Bateson und Piaget 87
Lernebenen und Lernstufen als zwei Seiten
desselben Prozesses 96
4. Die zwei Theorien: eine Annäherung 105
Wissenschaftlicher Erkenntnisprozess und Kausalität 105
Kausalisierende Strategien in einer
von Nichtvorhersehbarkeit geprägten Welt 110
Dezentrierung und Egozentrierung beim Kleinkind 122
5. Synthesis: Grundzüge einer komplexen Lerntheorie 139
Die Entwicklung abstrakten Denkens 140
Wissenstransfer und magische Kausalität 150
Prämissen einer komplexen Lerntheorie 157
Im Zeichen der ökosozialen Krise 167
Grenzen und Probleme 174
6. Schluss: Krisen in der Welt des Lernens 177
Piaget: Erwachsenes Lernen und Dezentrierungstheorie 177
Bateson: Systemische Perspektive und Kontextbegriff 180
Abschließende Anmerkungen zum Prozess
des Lernens 181
Lerntheoretische Ableitung von Weltbildern
und Krisentheorie 187
Literaturverzeichnis 191
Namenregister 195
Sachregister 197
 
 
Details
VerfasserIn: Lutterer, Wolfram
VerfasserInnenangabe: Wolfram Lutterer
Jahr: 2011
Verlag: Weilerswist, Velbrück Wiss.
Systematik: PI.HLG
ISBN: 978-3-938808-86-3
2. ISBN: 3-938808-86-1
Beschreibung: 1. Aufl., 200 S.
Fußnote: Literaturangaben
Mediengruppe: Buch