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Was tun bei sexualisierter Gewalt?
Handbuch für die Transformative Arbeit mit gewaltausübenden Personen
Verfasserangabe: Respons
Jahr: 2018
Verlag: Münster, UNRAST
Mediengruppe: Buch
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: GS.OFV Resp / College 3h - Gender Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
VERLAGSTEXT: / / "Was tun bei sexualisierter Gewalt?" verbindet Ansätze aus der zweiten Frauen*Lesbenbewegung in Deutschland und transformative Gerechtigkeitsansätze wie ¿community accountability¿ (¿kollektive Verantwortungsübernahme¿) aus Frauen*-, Queer- und trans* of Color-Kontexten in den USA. Es geht darum, Anleitungen für selbstorganisierte und gemeinschaftliche Prozesse anzubieten, die betroffene Personen unterstützen und gewaltausübende Personen zur Verantwortung ziehen. Das Handbuch fokussiert insbesondere Letzteres und schlägt eine Transformative Arbeit vor. Diese bietet Personen, die sexualisierte Gewalt ausgeübt haben, einen längerfristigen Reflexions- und Veränderungsprozess an. Der Prozess basiert auf Freiwilligkeit und muss von der gewaltausübenden Person selbst gewollt werden. Ziel ist es, die Perspektive der Betroffenen zu verstehen und zu achten, die eigene gesellschaftliche Positionierung und eigene Gewaltmuster zu reflektieren und das eigene Verhalten langfristig zu verändern. Es geht darum, alternative und weniger gewaltförmige Handlungsmöglichkeiten auf der persönlichen, zwischenmenschlichen und gesellschaftlichen Ebene zu entwickeln und umzusetzen. Damit dient Transformative Arbeit auch der Prävention. / / Eine Grundannahme der Transformativen Arbeit ist, dass Menschen nicht als Person ¿böse¿ sind, auch wenn sie sexualisierte Gewalt ausüben, sondern die Handlung selbst strikt abzulehnen ist. Diese wird u.a. als ein Ausdruck von gewaltvollen Herrschaftsverhältnissen betrachtet, und es ist möglich, dieses Verhalten zu verlernen und Macht- und Gewaltverhältnisse damit zu durchbrechen. Solche Angebote der Transformativen Arbeit sind wichtig, damit gewaltausübende Personen die Chance zu einer solchen Veränderung haben und die Menschen im Umfeld sehen, dass (sexualisierte) Gewalt nicht einfach so geduldet wird. Zugleich stellt dieser Prozess oftmals für betroffene Personen eine Form der ¿Wiedergutmachung¿ dar und es wird einem erneuten Übergriff entgegengewirkt. / / Das Buch enthält neben verschiedenen (theoretischen) Grundlagen, auf denen das Konzept der Transformativen Arbeit beruht, auch einen Leitfaden für die Umsetzung in der Praxis. / / /
 
AUS DEM INHALT: / / / / I. Vorwort9 / II. Persönliche und gesellschaftliche Transformation. 12 / III. Wer wir sind: Über RESPONS.14 / / THEORETISCHE GRUNDLAGEN / IV. Theoretische Grundlagen der Transformativen Arbeit 23 / 1. Social Justice * Unterdrückung * Intersektionalität * Verbündete. 23 / 2. Social Justice im Kontext von Sexualität und intimen Beziehungen: / sexualisierte Gewalt * Definitionsmacht * Parteilichkeit * Zustimmung32 / 3. Verantwortungsübernahme bei sexualisierter oder intimer / Beziehungsgewalt 53 / / LEITFADEN FÜR DIE PRAXIS / V. Arbeitsstrukturen und Kommunikation. 71 / 1. Austausch und Planung im Vorfeld.73 / 2. Unterstützungsarbeit nach einer Gewalthandlung.74 / 3. Wen vom Umfeld einbeziehen? 76 / 4. Einen gemeinschaftlichen Prozess anstoßen 79 / 5. Zusammensetzung der TA-Gruppe.81 / VI. Kommunikation mit der betroffenen Person und / den Unterstützerinnen.85 / 1. Kontaktaufnahme.85 / 2. Im Zentrum: Betroffenen Perspektive und Kooperation mit den / Unterstützerinnen 86 / 3. Definition, Forderungen und Zustimmung der betroffenen Person / einholen 87 / 4. Wunsch nach Mitmachen klären 88 / 5. Es liegt keine Definition der betroffenen Person vor.89 / 6. Stopp!90 / VII. Einschätzen der Möglichkeiten, Gefahren und Kapazitäten91 / 1. Verständnis der Gewalt92 / 2. Einschätzung der Situation im Umfeld der gewaltausübenden Person. 100 / 3. Einschätzung der Gefahren und Risiken.104 / 4. Form und Grenzen der Transformativen Arbeit. 106 / 5. Einschätzung der Kapazitäten der TA-Gruppe.107 / 6. Auswertung 108 / / / VIII. Umgang mit der gewaltausübenden Person, / wenn keine Transformative Arbeit möglich ist109 / 1. Wechsel von der Transformativen Arbeit zur Schadensbegrenzung 109 / 2. Druck als Strategie110 / 3. Anwenden von Gewalt.111 / 4. Umgang mit staatlichen Behörden. 112 / IX. Organisation und Planung der Transformativen Arbeit 114 / 1. Bedingungen und Absprachen114 / 2. Rahmenstruktur 120 / 3. Planung und Ablauf der Arbeit123 / X. Lernen an Wendepunkten - / Mögliche Schritte der Transformativen Arbeit.128 / 1. In die Transformative Arbeit einwilligen 129 / 2. Umgang miteinander vereinbaren129 / 3. Aufschreiben der Gewalt-Situationen.130 / 4. Die Forderungen und Wünsche der betroffenen Person akzeptieren 131 / 5. Verantwortung entdecken.131 / 6. Abwehrmechanismen und Rechtfertigungen herausarbeiten.133 / 7. Lernen, Emotionen wahrzunehmen und sie auszudrücken. 135 / 8. Vorteile gewaltfreieren Handelns erkennen.135 / 9. »Brief an sich selbst
Details
VerfasserInnenangabe: Respons
Jahr: 2018
Verlag: Münster, UNRAST
Systematik: GS.OFV
ISBN: 9783897713161
2. ISBN: 3897713160
Beschreibung: 1. Auflage, 197 Seiten : Diagramme
Sprache: Deutsch
Mediengruppe: Buch