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22 von 48
Die ökosoziale Frage
Alternativen zum Sozialstaat
Verfasserangabe: hrsg. von Michael Opielka
Jahr: 1985
Verlag: Frankfurt am Main, Fischer-Taschenbuch-Verlag
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
Der Sozialstaat scheint in der Krise. Die Antworten darauf, wie tief diese Krise geht und ob es überhaupt eine "Krise des Sozialstaats" (oder nicht eher eine der Wirtschaftspolitik) ist, gehen jedoch weit auseinander.; Am deutlichsten wird die Krise des Sozialstaats angesichts der Massenerwerbslosigkeit. Sie demonstriert das weitgehende Scheitern einer (sozial-)staatlichen Regulierung des Widerspruchs von Kapital und Arbeit. Dabei handelt es sich um mehr als eine konjunkturelle Krise: Die Beobachter diagnostizieren vielmehr eine "technologische" Erwerbslosigkeit. Gut bezahlte und gesicherte Arbeit wird im produktiven wie im Dienstleistungssektor zunehmend entbehrlich.; Die weltweite Massenerwerbslosigkeit demonstriert darüber hinaus das Scheitern der Einkommensverteilung durch Erwerbsarbeit. Die Massenerwerbslosigkeit ist innerhalb eines Sozialstaats, der auf und um die Erwerbsarbeit orientiert ist, ein zentrales Krisenmoment. Damit ist keineswegs gesagt, daß Arbeit zur Sicherung des Lebensunterhalts erläßlich wäre. Jedoch bedarf das Verhältnis von Arbeit und Einkommen und damit die Struktur und Funktion des Arbeitsmarktes einer grundsätzlichen Umorientiertung.; Die Sicherung des Lebensunterhaltes sollte jedoch mit der Verteilung der Arbeit nichts oder fast nichts mehr zu tun haben. Arbeit und Einkommen sollten entkoppelt werden.; Fluchtpunkt in den Auseinandersetzungen um Kapitalismus, Industrialismus und Patriarchat ist die ökologische Kritik am Industrialismus. Ohne Überwindung des Industrialismus bleibt auch ein Sozialismus nur eine "Fortsetzung des Kapitalismus mit anderen Mitteln". "Um den systematischen Zusammenhang der sozialen und ökologischen Problematik auf einen Hilfsbegriff zu bringen, habe ich den Begriff der ökosozialen Frage gebraucht.; Auf eine ökosoziale Frage gehört eine ökosoziale Antwort. Und hier sind wir an einem brisanten Punkt angelangt. Es steht nämlich in Aussicht, daß die beiden großen Machtblöcke der Vergangenheit, die Rechte und die Linke mit einem neuen, dritten Weg konfrontiert werden - der sie vielleicht beide aufheben wird.; Man kann diesen Prozeß der Entwicklung einer neuen, dritten Kraft jenseits der alten Blöcke im Zusammenhang eines umfassenden "Paradigmenwechsels" sehen: Das alte herrschaftliche Muster der Naturaneignung soll durch das ökologische Paradigma abgelöst werden."; Dieser Band will Fragen stellen und nicht so tun, als seien Antworten im Hinblick auf eine ökosoziale Zukunft billig zu haben. Die Chance ihrer Verwirklichung wird davon bestimmt, ob es gelingen wird, einer zur Solidarität immer unfähiger erscheinenden Gesellschaft neue Ziele zu vermitteln.
Details
VerfasserInnenangabe: hrsg. von Michael Opielka
Jahr: 1985
Verlag: Frankfurt am Main, Fischer-Taschenbuch-Verlag
Systematik: GS.S
ISBN: 3-596-24090-5
Beschreibung: Orig.-Ausg., 332 S. ; 19 cm
Beteiligte Personen: Opielka, Michael
Fußnote: Als Bd. 31 d. Schriftenreihe erscheinen mehrere Ausg. - Literaturverz. S. 313 - 330
Mediengruppe: Buch