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5 von 92
Ethik, Recht und Ökonomie
zur Kritik der integrativen Wirtschaftsethik
VerfasserIn: Erlewein, Christian
Verfasserangabe: Christian Erlewein
Jahr: 2003
Verlag: Köln, PapyRossa-Verl.
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
Zwar nennt der Autor sein Werk im Untertitel eine Kritik der Integrativen Wirtschaftsethik, doch handelt es sich um eine vergleichende Analyse von und längst fällige Fundamentalkritik an diversen, konkurrierenden wirtschaftsethischen Konzeptionen. Dabei macht der Autor keinerlei modernistischen Zugeständnisse sondern rekurriert in seiner Argumentation in erster Linie auf die Marxsche Kapitalismusanalyse. Allen wirtschaftsethischen Ansätze ist gemeinsam, dass sie an irgendeinem Punkt ihrer theoretischen Entwürfe gesellschaftliche Erscheinungen auf die Folge bewusster Handlungen individueller Akteure reduzieren und so den Sachzwangcharakter objektivierter gesellschaftlicher Prozesse leugnen. Anhand der Analyse der gesellschaftlichen Medien Recht und Geld gelingt es Erlewein hinreichend klar zu machen, dass sich auch Wirtschaftsethiker in Zukunft, so sie ernst genommen werden wollen, mit ökonomischen Kategorien wie Profit, Mehrwert, Lohnarbeit etc. auseinandersetzen werden müssen. Der Verselbständigungsprozess des Wertes konstituiert sich zwar über die Handlungen subjektiver Akteure, lässt aber in seiner Ganzheit eine gesellschaftliche Realität entstehen, die letztlich für die einzelnen Individuen, seien es Arbeitnehmer oder Kapitalisten, Zwangscharakter annimmt. Wirtschaftsethische Konzeptionen die keine adäquate Analyse des Zusammenspiels von strukturellen Zwängen und individuellen, bewussten Entscheidungen liefern können, beschränken sich letztlich auf den Appell an das Gute und Vernünftige im Menschen. Dadurch werden sie selber zum "ideologischen Produkt einer Gesellschaft, die sich über ihre eigenen ökonomischen und gesellschaftlichen Zusammenhänge nicht bewusst ist."
 
 
 
 
 
 
/ AUS DEM INHALT: / / /
 
 
Einleitung ' 7
1Konstruktionsprobleme der Integrativen Wirtschaftsethik
und die Theorie der Unternehmensziele 17
1.1 Vorbemerkungen ' 17
1.2 Das normative Projekt der Integrativen
Wirtschaftsethik von Peter Ulrich ' 21
1.2.1 Das normative Fundament der Integrativen
Wirtschaftsethik ' 21
1.2.2 Legitimität und Subjektivismus: Abgrenzungskriterien
und Konstruktionsprobleme 26
1.3 Ulrichs R'eformulierung der Theorie der Unternehmensziele 40
1.3.1 Kritik an Ulrichs zieltheoretischer Reformulierung
von Steinmann/Löhr, Homann, Apel und Ortmann 47
1.4 Metakritik an den zieltheoretischen Positionen 65
2Subjektivität und Diskurs als theoretische Grundlage
einer kritischen Wirtschaftsethik? 79"
2.1 ' Das Individuum als Grund der Moral: Wille und
Wesen des Menschen 80
2.2 Die Diskursethik als Begründungsmethode 88
2.3 Das Verhältnis von Diskursethik und Ökonomie 94
2.3.1 Ungeheuerliche Idealisierungen 96
2.3.2 Die Anwendungsdebätte 101
2.4 Kritik an den wirtschaftsethischen Ansätzen und ihre
Konstruktionsprobleme ' 108
3Das Geldmedium zwischen Handlungsintention
und Objektivität 114
3.1 Geld als Randkätegörie: Ulrichs Rekurs auf subjektive
Handlungsintentionen 115
3.2 Das entsprachlichte Geldmedium bei Habermas und
der Motor der Entwicklung o o 121
3.2.1 Medientheorie: Vermittliingsrolle zwischen
Handlungs- und Systemtheorie 124
3.3 Steuerungsmedien: Medientheorie und ihre Konstruktions-
.probleme o 130
3.3.1 Steuerungsmedien und Gesellschaftstheorie 131
3.3.2 Konstruktionsprobleme der Medientheorie 136
3.4 Geld als gesellschaftliche Objektivität " 143 '
3.4.1 Das theoretische Defizit der kritischen und
herrschenden BWL 144
3.4.2 Gesellschaftliche Objektivität statt Normativität 150
3.4.3 Geld- und Wertform als gesellschaftliche Objektivität 152
3.4.3.1 Die Konstitution des Tauschwerts durch
die Subjekte - und.hinter deren Rücken 153
3.4.3.2 Entwickelter Tauschwert und modernes
Kapitalverhältnis 15g
4Das Recht als Medium der Vernunft oder als Einheit von
Wirtschafts- und Staatsbürger? 167
4.1 Die Einheit von Recht, Staat und Normativität bei Ulrich o 170
4.2 Das Vernunftrecht als vermittelnde Einheit bei Habermas 176
4.2.1 Die Rechtsform bei Habermas 180
4.3 Kritische Einwände gegen Habermas'Rechtstheorie , 183
4.4 Die Rechtsform als Einheit von bourgeois und citoyen
aus Marxscher Perspektive 186
4.4.1 Wert- und Rechtsform: Von der unentwickelten
zur entwickelten Rechtsform ' 198
.4.4.1.1 Einfache Rechtsform o 200
4.4.1.2 Entwickelte Rechtsform 207
Schlußbetrachtung o " 213
Anmerkungen ' 221
Literaturverzeichnis 336
 
 
 
 
 
Details
VerfasserIn: Erlewein, Christian
VerfasserInnenangabe: Christian Erlewein
Jahr: 2003
Verlag: Köln, PapyRossa-Verl.
Systematik: GW.AP
ISBN: 3-89438-281-3
Beschreibung: 347 S. : graph. Darst.
Fußnote: Zugl.: Oldenburg, Univ., Diss., 2002
Mediengruppe: Buch