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Kapitalismus forever
über Krise, Krieg, Revolution, Evolution, Christentum und Islam
VerfasserIn: Pohrt, Wolfgang
Verfasserangabe: Wolfgang Pohrt
Jahr: 2012
Verlag: Berlin, Ed. Tiamat
Mediengruppe: Buch
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: GW.AV Pohr / College 6e - Wirtschaft Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
Wolfgang Pohrt, der Großmeister der überraschenden Volte, ist wieder da. In einem Rundumschlag, einem Pamphlet, in dem er nicht systematisch oder wasserdicht, sondern assoziativ argumentiert, kommentiert er die Angst der Kommunisten vor dem Crash und andere Aspekte der aktuellen Diskussion, dabei weiß er wie immer mit originellen und überraschenden Gedanken zu brillieren, mit denen er alle und jeden vergrätzen wird, die es sich in den Verhältnissen eingerichtet haben. Die Linken klagen den Kapitalismus auf moralische Weise an, in Wirklichkeit jedoch wollen sie ihn retten, dabei ist er auf ihre Hilfe gar nicht angewiesen, denn der Kapitalismus ist ein System, das sich ständig neu erfindet und unkaputtbar ist, das aus jeder Krise neu und gestärkt hervorgeht, und an dem Wolfgang Pohrt auch positive Seiten entdeckt, denn im Gegensatz zur Linken ist der Kapitalismus wirklich international und nimmt auf nationalistische Ressentiments keine Rücksicht. (Verlagstext)
Stimmen zum Buch
"[...] Der Essay bestätigt also die Vermutungen, die man nach Pohrts letztem Auftritt im Jahre 2003 hegen musste, auf dem er mit kruden Thesen zur angeblichen gesellschaftlichen Irrelevanz des Antisemitismus und zur Notwendigkeit der größeren »sozialen Kontrolle« von »Ausländern« provoziert hatte. Nur in einzelnen Momenten blitzt noch die alte Brillanz auf, wie in dem rettenswerten Bonmot: »Denunziation ohne Selbstdenunziation ist öde.« Immerhin ist darin eine Einsicht formuliert, die so manchem selbsternannten »Ideologiekritiker« zu wünschen wäre. Beherrschte Pohrt, im Gegensatz zu vielen seiner selbstgerechten Epigonen, die Polemik einmal mit großer Souveränität, gerade weil sie bei ihm nicht bloß ein inhaltsleerer Gestus, ein Schießen um des Schießens willen war, sondern die Schärfe der Form mit der Treffsicherheit des Arguments einherging, so praktiziert er heute eine Verfallsform von Kritik. Die Provokation gerinnt zum Selbstzweck, zur leeren Form, die von keinerlei ernstzunehmender inhaltlicher Auseinandersetzung mehr zeugt. Daher rührt wohl auch ihre Affinität zum Stammtisch und hemdsärmeligen Ressentiment, die an so vielen Stellen auffällt und mit der Pohrt, was den politischen Gehalt angeht, noch weit hinter seine Epigonen zurückfällt. Das subjektive Bescheidwissen, getragen vom Gestus des »Wartet nur, bis Ihr in mein Alter kommt«, das sich auf nichts als die eigene »Lebenserfahrung« beruft, tritt an die Stelle der Ideologiekritik, die sich allein im Ringen mit ihren Gegenständen zu schärfen vermag. [...]"
Quelle: Sebastian Tränkle, jungle-world.de
 
Details
VerfasserIn: Pohrt, Wolfgang
VerfasserInnenangabe: Wolfgang Pohrt
Jahr: 2012
Verlag: Berlin, Ed. Tiamat
Systematik: GW.AV
ISBN: 978-3-89320-166-2
2. ISBN: 3-89320-166-1
Beschreibung: Dt. Erstveröff., 2. Aufl., 111 S.
Sprache: ger
Mediengruppe: Buch