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2 von 10
Erziehung im Kapitalismus
von den Grundzügen der Pädagogik und dem unbestreitbaren Nutzen der bürgerlichen Lehranstalten
VerfasserIn: Huisken, Freerk
Verfasserangabe: Freerk Huisken
Jahr: 2001
Verlag: Hamburg, VSA-Verl.
Mediengruppe: Buch
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: GW.AP Huis / College 6e - Wirtschaft Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
VERLAGSTEXT: / / Praktisch ist Erziehung eine klare Sache. Früher brachte sie den preußischen Untertanen, heute den aufgeklärten Wähler und mündigen Steuerzahler hervor. Schulbeamte verfügen zu diesem Zweck über Erziehungsgewalt, nachdem sie einen Eid abgelegt haben. Früher auf den Kaiser, danach auf den Führer, jetzt auf die Verfassung. Ihre Gewalt setzen Lehrer ein, stellen Unterschiede an den Schülern her und schließen so die Mehrheit von ihnen von höherer Bildung aus. daß sie ihnen damit eine Lebensperspektive in Lohnabhängigkeit mit eingebauter Arbeitslosigkeit eröffnen, ist bezweckt. So geht Erziehung ihren Gang. / / Die Wissenschaft von der Erziehung auch. Aber einen anderen. Sie vereidigt den Erzieher ideell noch einmal und zwar auf den Menschen. Für diesen Menschen erfindet sie sich in gut rassistischer Manier eine Natur, die immer nach der Erziehung verlangt, die ihm zuteil wird. Anpassung und Selbstbestimmung gelten dieser Wissenschaft als höchste Ziele - und vor allem: als Synonyme! Daß die Erziehung für die Berufshierarchie Sieger und Verlierer produziert, akzeptiert die Pädagogik als zwangsläufiges Resultat ihrer Menschenentfaltung: Begabung und Intelligenz stehen für innere Grenzen der Erziehung, Umwelt bzw. Sozialisation für äußere - an denen sich Erzieher angeblich fürchterlich abkämpfen. / / Die Wissenschaft von der Erziehung faßt sich in einem einzigen dicken Kompliment an die demokratischen Erziehungsanstalten zusammen. In ihm wird von der wirklichen Zurichtung des Nachwuchses abgesehen, um sie abzusegnen: Erziehung überhaupt ist gut, weil sie dem Menschen dient! / / /
 
AUS DEM INHALT: / / Vorwort n / Einleitung 12 / Wissenschaftliche Unsitten, die man von diesem Buch nicht erwarten darf 12 / Auskünfte, die man von diesem Buch erwarten darf 13 / Teil 1: Die Grundlügen der Pädagogik / A. Die Wissenschaft von der Erziehung 18 / I. Was ist Erziehung? Ein Dienst am Menschen! / Die drei Grundsätze der Pädagogik 18 / 1. Ohne Erziehung wird der Mensch nicht Mensch 18 / 2. Das Programm der Erziehung folgt aus dem Wesen des Menschen 20 / 3. Das Maß der Erziehung liegt in der gelungenen Anpassung des Menschen / an die gesellschaftlichen Erfordernisse 22 / II. Was ist der Mensch? Ein Ruf nach Erziehung! / (Pädagogische Anthropologie) 26 / 1. Erziehungsbedürftigkeit : 26 / 2. Erziehungsfähigkeit ; 30 / IM. Erziehungswissenschaft im Überblick 33 / B. Die Abteilungen der Erziehungswissenschaft 36 / I. Erziehungsziele: Von der Gottesfürchtigkeit zur Selbstbestimmung 36 / 1. Erziehung braucht ein "Wozu". Wozu? 36 / 2. Die Erziehungsziele im einzelnen 38 / 2.1. Die Ziele der Konservativen: Lebenstauglichkeit 39 o Gottesfürchtigkeit 40 o / Wahrhaftigkeit 41 o 2.2. Die Ziele der Fortschrittlichen: Kritikfähigkeit 43 o / Konfliktfähigkeit 43 o Solidarität 45 o Emanzipation 46 o Selbstbestimmung 47 / 3. Rechte und linke Pädagogen - feindliche Brüder 48 / II. Erziehungsverhältnis: Über Liebe und Vertrauen, / Verantwortung, Autorität und Gewalt 52 / 1. Der Erzieher- Staats- und/oder Menschendiener? 52 / 2. Das Erziehungsverhältnis, das ganz ohne Erziehung auskommt 53 / 3. Pädagogische Kritik des pädagogischen Bezuges 60 / 4. Die Theorie von der Lehrerpersönlichkeit 63 / 5. Die Anti-Pädagogik 67 / III. Erziehung und Individuum: / Über das pädagogische Interesse an den "Grenzen und Möglichkeiten" / der Erziehbarkeit (Pädagogische Psychologie) 72 / 1. Einleitung 72 / 2. Die sogenannte Anlage-Umwelt-Kontroverse 75 / 2.1. Der Anlagegedanke . 77 o 2.2 braucht die Umwelt 78 o 2.3. Der Umweltgedanke / . 80 o 2.4 braucht die Anlage 81 o 2.5. Die Auflösung des Scheins / einer Kontroverse 82 / 3. Begabung und Intelligenz 84 / 3.1. Begabung 84- 3.2. Intelligenz 88 / 4. Entwicklung 95 / 4.1. Gesetzmäßige Veränderung der Begabung 96 o 4.2. Erziehung = Entwicklungshilfe / 97 o 4.3. Das Kind - Ein Vollzugsorgan seiner Entwicklung 97 o / 4.4. Entwicklung als Funktion biologischer Reifung 97 o 4.5. Entwicklung - der / Körperreifung analog 98 o 4.6. Entwicklungsstadien 99 o 4.7. Entwicklung - sprung- ' / haft oder schleichend? 100 o 4.8. Normale Entwicklung = durchschnittliche Entwicklung / 101 o 4.9. Normale Entwicklung = eine Meßlatte für Abweichler 102 o / 4.10. Irreversible (Fehl-) Entwicklung 102 o 4.11. Das Ziel aller Entwicklung: / Anpassung 102 / 5. Lernen 105 / 5.1. Behavioristische Lerntheorie 106 o 5.2. Das Innenleben der "black box" (Biologische / Lerntheorie) 112-5.3. Lernen - ein kognitiver Prozeß 116 / 6. Motivation 119 / 7. Schluß 122 / IV. Erziehung und Gesellschaft: Die Pädagogik entdeckt die Gesellschaft / (Pädagogische Soziologie und Sozialisationstheorie) 125 / 1. Sozialisation 125 / 1.1. Vom pädagogischen Verhältnis zur Sozialisation 125 o 1.2. Neudefinition von / Erziehung 125- 1.3. Die Gesellschaft-eine einzige Erziehungseinrichtung 126- / 1.4 Sozialisation - abhängige Variable der Gesellschaft 126 o 1.5. Die Gesellschaft / - abhängige Variable der Sozialisation 128 o 1.6. Sozialisation ist nicht / gleich Sozialisation: intentionale versus funktionale Erziehung 128 o 1.7. Die / intentionale Erziehung - von funktionaler umzingelt 129 / 2. Sozialstatus und Schulerfolg 131 / 2.1. Die Diagnose: Soziale Herkunft verhindert Schulerfolg 131 o (Was ist eine / "Schicht"? 132) o 2.2. Die Schule versagt als Sozialisationsinstanz 134 o 2.3. Rezepte / 136 o Exkurs: Sprachkodes, Sozialcharakter und Schulerfolg 138 / 3. Läßt sich mit Erziehung die Gesellschaft verändern? 140 / 3.1. Die kritischen Kritiker 140 o 3.2. Die konservativen Kritiker 144 / V. Die Bildung: Über die wundersame Verwandlung des Lehrplans / (Bildungstheorie und Didaktik) 146 / 1. Der Lehrplan und sein Bildungsgehalt 146 / 2. Die "Transponierung" von "Stoff" in "Bildung" 147 / 3. Der Bildungsstreit zwischen Wissen und Moral, / zwischen Kraftentwicklung und Qualifikation: v 154 / 4. Die Curriculum-Theorie 156 / VI. Der Unterricht: Eine einzige Schranke seines Vollzugs / (Unterrichtsmodelle und Methodenlehre) 162 / 1. Der Unterricht - eine "vieldimensionale Faktorenkomplexion" 162 / 2. Die "Reduktion der Komplexität" durch die "Strukturanalyse" / des Unterrichts 165 / 3. Methodik : 168 / 3.1. Der Wille des Schülers als Störung 168 o 3.2.Unterrichtsmethoden und Erziehungsmittel / 170 / C. Was leistet die Pädagogik? 184 / I. Die Pädagogik: Unzuständig für die Erziehungspraxis 184 / II aber zuständig für die Einbildungen über die Praxis 187 / 1. Ideologieproduktion für Bedürfnisse gut Erzogener 187 / 2. Ideologievermittlung für professionelle Erziehungs-Täter 189 / Teil 2: Die Leistungen des bürgerlichen Schulwesens / A. Die Schule, ein Instrument der Volksbildung 198 / I. Das staatliche Ausbildungsmonopol 198 / 1. Über die Selbstverständlichkeit des staatlichen Ausbildungsmonopols 198 / 1.1. Schulpflicht 198 o 1.2. Schulhoheit total 199 o 1.3. Freiheit und Bildung 200 / 2. Das staatliche Schulmonopol: eine vollständig uneigennützige / Einrichtung im Dienste der Menschheit 202 / 2.1. Der Staat im Kampf gegen kirchliche Indoktrination 202 o 2.2. Der staatliche / Kampf gegen Privilegien 203 o 2.3. "Ohne Schule verblödet ein Volk! 206 o / 2.4. "Ohne Zeugnisse ist Bildung wertlos!" 208 / II. Volksbildung ist Nationalerziehung 211 / 1. Das moderne Volk 211 / 2 und seine Bildung 215 / 2.1. Erste Abteilung: Funktionswissen, damit man funktioniert 215 o 2.2. Zweite / Abteilung: Gute Gründe - für die Praxis folgenlos 219 o 2.3. Dritte Abteilung: / Gefühle, die parteiliches Denken zur zweiten Natur machen 224 / 3. Die geistige Identität des demokratischen Volkes: / Nationalerziehung heute 226 / 4. Staatliche Korrekturen an der Volksbildung '. 229 / 5. Bildung für alle, aber nicht für alle gleichermaßen 231 / IM. Volksbildung als Bewährung im schulischen Leistungsvergleich 233 / 1. Die staatliche Sorge um den Nachwuchs an Führungskräften 233 / 1.1. Die Herstellung von Unterschieden . 233 o 1.2 verläuft über die Chancengleichheit / 234 o }.3. "Gleiches Bildungsrecht für alle": falsches Lob 236 o / 1.4 und falscher Tadel 237 / 2. Das Leistungslernen 239 / 2.1. Lernen als geistige Anstrengung in vorgeschriebener Zeit 239 o 2.2. Leistungsmessung / ist Leistungsvergleich 241 o 2.3. Die Sonderschule: Keine Kritik / des Leistungslernens 243 o 2.4. Die Kritiker des Leistungsprinzips 244 o 2.5. Das / Zeugnis 246 / 3. Ein allgemeines Resultat: Interessierte Gleichgültigkeit / als intellektuelle Tüchtigkeit 247 / Exkurs: Die Vorbereitung auf die Schule in der Familie 250 / IV. Volksbildung als Auslese und Ausschluß: / Das dreigliedrige allgemeine Schulwesen 255 / 1. Die Sortierung nach höherer und niederer Bildung 255 / 1.1. Wie aus Leistungsunterschieden Gründe für den Ausschluß von Bildung werden255- / 1.2. Das Übergangszeugnis 257-1.3.Auslese istAusschluß: Der Klassencharakter / der demokratischen Staatsschule 259 / . 2. Wissenschaft und Bildung : 261 / 3. Das dreigliedrige Schulsystem 264 / 3.1. Das Gymnasium: Die Schule für die Gewinner 264 o 3.2. Hauptschule: Die / Schule für die Verlierer 267 o 3.3. Die Realschule: Eine reale Alternative für Verlierer / 268 / 4. Warum Auslese und Ausschluß sein müssen 269 / V. Berufsausbildung: Die Verwandlung von Bildung in eine bedingte / Einkommensquelle 275 / 1. Volksbildung im Dienst an gesellschaftlicher Hierarchie / und Volkseinkommen 275 / 1.1. Der Beruf. 278 o 1.2, eine bedingte Einkommensquelle 282 / 2. Berufsausbildung für die Verlierer: Das duale System 286 / 3. Die Inhalte der beruflichen Ausbildung im dualen System 290 / 4. Umschulung und Weiterbildung 293 / 5. Beruf: "Arbeiter" ; 294 / 6. Die Berufsausbildung für die Elite 297 / B. Die Lerninhalte : 300 / I. Die Allgemeinbildung 300 / 1. Vom Lesen, Schreiben und Rechnen 300 / 1.1. Das Rationelle 300 o 1.2. Die schulischen Anliegen 301 o 1.3. Sprache und / Nation 302 / 2. Sachkunde 303 / 2.1. Gesundheit 304 o 2.2. Verkehr 306 o 2.3. Das Verhältnis zu den Mitmenschen / 306 o 2.4. Die Familie 307 o 2.5. "Wir entdecken unsere Welt" 309 o 2.6. Natur und / Umweltschutz 313 o 2.7. Die Logik der Sachkunde 314 / 3. Gesellschaftslehre 314 / 3.1. Wirtschaft 314 o 3.2. Politik 318 / 4. Naturwissenschaften : 323 / 5. Deutsch 325 / 5.1. Spracherziehung 325 o 5.2. Aufsatzerziehung 327 o 5.3. Dichtung und Literatur / 330 o 5.4. Werte und Ideologien 333 / 6. Geschichte '. 339 / 7. Fremdsprachen 342 / 8. Religion 342 / 9. Kunst und Musik 343 / lO.Sport 344 / II. Die höhere Bildung 346 / 1. Geistes- und Gesellschaftswissenschaften 346 / 1.1. Einführung in wissenschaftliches Denken 346 o 1.2. Elitäres Bewußtsein und / Alltagsmoral 348 1.3. Methoden 349 o 1.4. Menschenbilder 351 / 2. Dauerbrenner der höheren Bildung 352 / 2.1. Homo homini lupus est - oder: Wir leiten den Staat aus der Menschennatur ab / (Politologie) 352 o 2.2. Die Sache mit der Aggression (Psychologie) 353 o / 2.3. Faschismus & Kommunismus: zweimal Totalitarismus (Geschichte) 354 o . / 2.4. Die Dritte Welt: Vom "Teufelskreis der Armut" zur "ökologischen Zeitbombe / " (Geographie/Geschichte) 358 / 3. Die Philosophie 361 / 4. Die Naturwissenschaften 364 / 5. Alte Sprachen: Cui bono linguae latinae studere? 365 / 6. Der höhere Blödsinn: Kunst 366 / C. Die schulische Leistungsbeurteilung 370 / I. Notengebung: Ein Bewertungsverfahren eigener Art 370 / 1. Die Abstraktion von der individuellen Leistung 370 / 2. Lernen - ein permanenter Leistungstest 378 / II. Was man lernt, wenn man für Noten lernt 380 / 1. Spielarten des geistigen Opportunismus 380 / 2. Vorurteilssuche als Anpassung 381 / 3. Konkurrenzmoral: Gerechte Noten 382 / IM.Notengebung aus pädagogischer Sicht - eine Abgrenzung 385 / 1. Die Rückmeldefunktion 385 / 2. Objektive Leistungsmessung 386 / 3. Die prognostische Kraft von Noten 388 / 4. Soziale Selektion 388 / 5. Noten - ein Motivationsinstrument 389 / 6. Wortgutachten - ein pädagogisch wertvoller Notenersatz 390 / D.Disziplin 391 / I. Schülerpflichten 391 / II und Schulstrafen 394 / 1. Von der Störung zur Sanktion 394 / 2. Der Sanktionskatalog der Schule 396 / 3. Das Disziplinarische - ein neues Feld für Schülerberechnungen 400 / E. Der Lehrer '. 401 / I. Beruf: Staatsfunktionär 401 / 1. Hoheitliche Aufgaben : 401 / 2. Die pädagogische Freiheit 403 / 3. Das Beamtenrecht 406 / II. Charakterologie des Paukers 411 / 1. Der Idealismus : 411 / 2. Der Realismus 412 / F. Reform und Alternativen 415 / I. Schulreform 415 / 1. Die erste Bildungskatastrophe: Zu wenig Abiturienten 415 / 2. Die zweite Bildungskatastrophe: Zu viele Abiturienten 426 / I. Alternativschule 436 / 1. Eine radikal falsche Schulkritik 437 / 2. Lernziel Selbstbestimmung 441 / 3. Freies Lernen in Aktion
Details
VerfasserIn: Huisken, Freerk
VerfasserInnenangabe: Freerk Huisken
Jahr: 2001
Verlag: Hamburg, VSA-Verl.
Systematik: GW.AP, PN.AT
ISBN: 3-87975-722-4
2. ISBN: 978-3-87975-722-0
Beschreibung: Studienausg. der Kritik der Erziehung, Bd.1 und 2, unveränd. Nachdr. d. Ausg. von 1998, 474 S.
Fußnote: Literaturverz. S. 468 - 474
Mediengruppe: Buch