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Mehr als ein Wunder
lösungsfokussierte Kurztherapie heute
Verfasserangabe: Steve de Shazer ; Yvonne Dolan
Jahr: 2008
Verlag: Heidelberg, Carl-Auer-Verl.
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
Nach einem Überblick, was man unter einer lösungsorientierten Kurztherapie (LOKT) versteht - eine auf die Zukunft fokussierte und zielgerichtete Kurzzeittherapie, die aus der Praxis heraus entwickelt worden ist und ihre Wurzeln in den frühen Arbeiten des MRI in Palo Alto, im Schaffen von Milton H. Erickson, in Wittgensteins Philosophie und im buddhistischen Denken hat - folgen mehrere Auszüge aus aufgezeichneten und transkribierten Therapiesitzungen, die von den einzelnen Autor/innen mit unterschiedlichen Klient/innen und den verschiedensten Problemen durchgeführt wurden. Das Herzstück der LOKT ist die Wunderfrage des Therapeuten an den Klienten - "Stellen Sie sich vor, in der Nacht geschieht ein Wunder, und das Problem, dessentwegen Sie heute mit mir sprechen, ist gelöst!" - mit der anschließenden Skalierungsfrage, wie intensiv das Problem noch erlebt wird. So werden bereits auf sprachlicher Ebene in der Therapiesitzung Lösungen vorbereitet, die die Klienten dann in ihrem realen Leben umsetzen. Derlei "Sprachspiele", um hier Wittgenstein ins Spiel zu bringen, graben nicht nach Problemursachen und emotionalen Ebenen, sondern explorieren auf der Basis der Stärken und Resilienzen des Klienten handfeste Lösungen, die dieser sich vielleicht schon einmal ausgedacht oder als Ausnahme seines Problems wahrgenommen hat. Neben der Darstellung vieler Bezüge zwischen dem lösungsorientierten Arbeiten und Wittgensteins Philosophie wird der Zusammenhang zwischen der LOKT und Emotionen ebenso behandelt wie die Überlegung, welche Fragen und Missverständnisse mit diesem therapeutischen Ansatz verbunden sind. Das Buch rundet die von Steve de Shazer ins Leben gerufene und gemeinsam mit Insoo Kim Berg praktizierte Methode ab und belegt, wie eine neue Generation lösungsorientiert arbeitender Therapeut/innen diesen Ansatz fortführt.
"Gerade weil es nicht nur um platte Fragetechnik oder gar Fragekataloge geht (wie leider in vielen lösungsorientierten Veröffentlichungen), sondern erkennbar wird, wie präzise die Fragen auf der Mikro-Ebene des therapeutischen Prozesses gestellt werden und im Kontext einer sich entfaltenden therapeutischen Beziehung ihre Bedeutung erhalten, macht diesen Band zu einem der besten Bücher über den lösungsorientierten Ansatz, die ich seit langem gelesen habe." Tom Levold systemagazin
"Während in der systemischen Therapieausbildung die Wunderfrage manchmal aus Zeitgründen nur am Rande abgehandelt wird, bietet dieses Buch einen autodidaktischen Weg sich der lösungsfokussierten Kurztherapie zu nähern. Alle diejenigen die an der Wunderfrage in der Praxis gescheitert sind, finden hier eigene therapeutische Fallen, in die sie getappt sind und Wege sowie Motivationsquellen es doch noch einmal zu probieren. Newcomer dieser Intervention werden so detailliert angeleitet, dass sie es sich zutrauen können loszugehen." Dr. Kirsten Oleimeulen - socialnet.de
 
/ AUS DEM INHALT: / / /
Vorwort 9
Vorbemerkungen 17
1. Ein kurzer Überblick 22
1.1 Die wesentlichen Lehrsätze der lösungsfokussierten
Kurztherapie 22
1.2 Die Aufgabe des Therapeuten 26
1.3 Therapeutische Prinzipien und Techniken 27
Allgemeine Interventionen 27
Spezifische Interventionen 29
1.4 Anwendungsbereiche der lösungsfokussierten
Kurztherapie 41
1.5 Studien zur Wirksamkeit lösungsfokussierter
Kurztherapien 41
1.6 Zusammenfassung 42
2. "Ich fühle mich richtig verunsichert" 43
3. Die Wunderfrage 70
3.1 Wie die Wunderfrage entstanden ist 70
Nur scheinbar einfach 71
Da steckt mehr dahinter 71
3.2 Die Geisteshaltung des Therapeuten 72
3.3 Vier Gründe, die Wunderfrage zu stellen 74
Eine Möglichkeit, Therapieziele zu entwickeln 74
Die Wunderfrage als virtuelles Wunder oder:
Die Wunderfrage als emotionale Erfahrung 75
Der Blick auf die Ausnahmen des Problems 75
Anstoß zu einer Fortschrittsgeschichte 76
3.4 Wie man die Wunderfrage stellt 76
3.5 Antworten aufmerksam anhören 79
Was fällt dem Klienten auf? 80
Die Antwort: "Ich weiß nicht" oder: Schweigen als
Antwort 80
Die negierende Antwort °2
Die Antwort "Ich denke ...", "Ich fühle ..." §3
Die Antwort, die eine Verhaltensweise beschreibt 83
Was fällt anderen Personen auf? °5
Was geschieht zwischen Ihnen und der anderen Person? .. 87
Die Antwort: "Die Situation und die anderen werden
sich ändern" ^8
Die Antwort: "Sozialarbeiter mischen sich nicht mehr
in mein Leben ein" °9
Die Antwort: "Die Angehörigen verändern sich" 9°
3.6 Mehrere Personen im Therapieraum 94
4. Die Wunderskala 1O2
Wann kann man das Wunderbild skalieren? I03
Worin besteht der Unterschied? IO4
Was würden die anderen sagen? IO5
Wie haben Sie das gemacht? IO5
Ressourcen und Kompetenzen IO7
Wie macht es sich bemerkbar, wenn Sie die
nächsthöhere Stufe erreicht haben? IO7
Der Klient antwortet: "Ich weiß nicht" IO°
Der Klient antwortet mit einer 10 IO9
Der Klient antwortet mit einer o no
Und noch einmal: Man weiß nie, was man eigentlich
gefragt hat in
Die Wunderfrage und die darauffolgenden Sitzungen .... 113
Was sonst noch? n7
5. Das magenfreundliche Gespräch "9
6. Hinschauen statt deuten 'S1
6.1 Wo bleibt die Theorie? 155
"Tatsachen" 161
"Familienähnlichkeiten" 162
"Sprachspiele" 163
7. "Mein wahres Ich" 165
8. "Private Erlebnisse" und das Verb "sein" 191
8.1 Das Verb "sein" 196
9. Die SFBT und Emotionen 204
9.1 Emotionen in ihrem Kontext 209
10. Fragen und mögliche Missverständnisse 215
10.1 Allgemeine Einwände 215
Weshalb ignoriert die SFBT die Probleme der Klienten?
Wie können Sie jemandem helfen, wenn Sie mit ihm nicht
über seine Schwierigkeiten sprechen? 215
Wie können Sie ein therapeutisches Konzept anwenden,
das sich nicht mit Gefühlen befasst? 217
10.2 Einwände von Nichtexperten 218
Sie gehen davon aus, dass Menschen immer wissen,
was zu tun ist. Viele meiner Klienten wissen das
keineswegs. Manchmal muss man Menschen sagen,
was sie tun müssen. Werden Therapeuten nicht genau
dafür bezahlt? 218
Klienten leugnen manchmal ihre Schwierigkeiten und
müssen deshalb mit diesen konfrontiert werden.
Werden in der SFBT ernsthafte Probleme nicht ignoriert,
wenn man den Klienten nicht mit seinen Problemen
konfrontiert? 220
Wie geht man in der SFBT mit Dingen um, die auf
Gefahren hinweisen oder die Sicherheit von Menschen
bedrohen? Ignoriert der lösungsfokussiert arbeitende
Therapeut Sicherheitsprobleme, wenn der Klient sie
nicht thematisiert oder für unwichtig hält? 220
Wie geht der lösungsfokussiert arbeitende Therapeut
z. B. im Fall von Kindesmissbrauch mit der Kontrolle
durch Sozialbehörden oder -einrichtungen um? 223
10.3 Die SFBT und andere Therapieansätze 224
Ist die SFBT nicht einfach eine Spielart von ...? 224
Kann ich die SFBT integrieren in ...? 225
10.4 Eine Frage des Stils 226
Sie stellen anscheinend nur Fragen. Sind Klienten durch
alle diese Fragen nicht irritiert? 226
Die SFBT scheint ein Ansatz der langsamen Schritte
zu sein. Klienten müssen über die an sie gestellten
Fragen nachdenken. Meine Behörde verlangt von mir,
dass ich innerhalb kurzer Zeit sehr viele therapeutische
Beurteilungen abgebe. Ich habe keine Zeit zum lösungsfokussierten
Arbeiten 22,8
Ich glaube, die SFBT ist nur ein Trostpflaster.
Was macht man bei diesem Vorgehen mit tief sitzenden
Gefühlen und Problemen? 229
10.5 Gibt es Belege für die Wirksamkeit der SFBT? 229
10.6 Was macht das Arbeiten nach dem SFBT-Konzept
lohnenswert? Könnte nicht auch ein Computer
lösungsfokussiert arbeiten? 230
Das Vorgehen der SFBT klingt irgendwie langweilig.
Was ist der Kick daran, immer wieder die Wunderfrage
zu stellen? 230
Welche Erfahrungen machen Therapeuten und
Therapeutinnen, die im Stil der SFBT arbeiten? 230
TI. Fazit 232
Literatur 233
Über die Autoren 236
 
 
Details
VerfasserInnenangabe: Steve de Shazer ; Yvonne Dolan
Jahr: 2008
Verlag: Heidelberg, Carl-Auer-Verl.
Systematik: PI.HPS
ISBN: 978-3-89670-628-7
2. ISBN: 3-89670-628-4
Beschreibung: 1. Aufl., 236 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache: ger
Originaltitel: More than miracles <dt.>
Fußnote: Literaturverz. S. 233 - 235
Mediengruppe: Buch