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Zur Rolle der Medien in der Einwanderungsgesellschaft
Veranstaltungsdokumentation ... des Gesprächskreises Migration und Integration der Friedrich-Ebert-Stiftung [am 6. März 2010 ... in Bonn]
Verfasserangabe: [Hrsg.: Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung. Die Autorinnen und Autoren: Britta Altenkamp ...]
Jahr: 2010
Verlag: Bonn, Friedrich-Ebert-Stiftung, Abt. Wirtschafts- und Sozialpolitik
Mediengruppe: Buch
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: GS.BM Zur / College 3a - Gesellschaft, Politik Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
In den letzten Jahren hat die öffentliche Diskussion über „Integration“ eine neue Dynamik entwickelt. Der Nationale Integrationsplan (NIP) enthält vielfältige Anregungen und Selbstverpfl ichtungen der beteiligten Akteure zur Verbesserung der Teilhabe- und Chancengerechtigkeit von Einwanderinnen und Einwanderern. Der neue Diskurs ist durch zwei Merkmale gekennzeichnet: Integration wird als Querschnittsaufgabe aller gesellschaftlichen Handlungsfelder begriffen; und Integration ist nicht allein ein Thema
für Expertinnen und Experten, sondern geht alle an. Eine Arbeitsgruppe des NIP hat sich auch mit dem Thema Medien beschäftigt. Dieser notwendige Perspektivwechsel betrifft
aber nicht nur die Medien, sondern alle Politikbereiche und alle Institutionen in der Einwanderungsgesellschaft. Bisher haben wir viel investiert, um die Einwanderer und Einwanderinnen fit zu machen für unsere Gesellschaft. Wir haben Defizite und Probleme analysiert und spezielle Maßnahmen und Programme entwickelt, um diese zu beheben. Spezielle Gremien oder Arbeitseinheiten wurden geschaffen, die sich mit Integrationsfragen beschäftigen. In den Redaktionen gab oder gibt es ein oder zwei Experten oder Expertinnen, die das Thema behandeln. Der Perspektivwechsel besteht nun darin, dass wir zum einen endlich auch die Potenziale und Ressourcen der Zuwanderer in den Blick nehmen. Und zum anderen müssen sich die Institutionen
fi t machen für die Herausforderungen, die jede Form von Zuwanderung mit sich bringt. Alle Arbeitsbereiche einer Organisation müssen zur Kenntnis nehmen, dass viele Menschen einen Einwanderungshintergrund haben. Im Medienbereich zum Beispiel muss dies bei der Personalentwicklung berücksichtigt werden. Und neben Sendungen oder Artikeln speziell für Migranten oder zum Thema Integration, muss überlegt werden,
wie im gesamten Programmangebot die Einwanderungssituation aufgegriffen werden kann. „Die Medien“ beeinfl ussen „die Öffentlichkeit“, ja stellen Öffentlichkeit teilweise erst her. Aber diese Formulierung greift zu kurz. Denn die Komplexität in diesem Bereich ist nur schwer zu fassen. Es gibt viele Zeitungen mit unterschiedlichen wirtschaftspolitischen Zielsetzungen. Die Anzahl der zu empfangenden Fernsehsender und Rundfunkprogramme ist durch die neuen technischen Möglichkeiten gestiegen. Neue Medien, wie das Internet, führen zu neuem Nutzerverhalten und neuen Netzwerken. Deshalb ist es angebracht, nicht von „der“ Öffentlichkeit, sondern von „den“ Öffentlichkeiten zu sprechen, auf die sich die Medien beziehen, von denen sie geprägt
werden und die sie selbst mitgestalten. Besondere Bedeutung gewinnen neuerdings
die sogenannten Ethnomedien. Dies sind entweder Medien, die bei uns von Einwanderern produziert werden und sich an Einwanderer wenden, oder in den Herkunftsländern der Zuwanderer produziert, aber hier genutzt werden. Diese
„Ethnomedien“ gibt es sowohl bei den Printmedien, aber vor allem auch bei den Fernsehsendern und im Rundfunk. Die Frage, die sich stellt, ist, wie sich dies auf das Nutzungsverhalten der Migranten auswirkt und vor allem, wie diese Medien die Einstellungen, Werthaltungen und Gesellschaftsbilder der Nutzer beeinflussen. Dies sind einige der Themen, mit denen sich der Gesprächskreis Migration und Integration der Friedrich-Ebert-Stiftung am 6. März 2010 auf einer öffentlichen Fachkonferenz in Bonn beschäftigt hat. Diese Dokumentation enthält überarbeitete und erweiterte Beiträge einiger der dort präsentierten Ergebnisse und Erfahrungen. Wir hoffen, sie geben Anregungen, wie sich die Medien auf die neuen Verhältnisse der Einwanderungsgesellschaft Deutschland besser einstellen können.
Details
VerfasserInnenangabe: [Hrsg.: Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung. Die Autorinnen und Autoren: Britta Altenkamp ...]
Jahr: 2010
Verlag: Bonn, Friedrich-Ebert-Stiftung, Abt. Wirtschafts- und Sozialpolitik
Systematik: GS.BM
ISBN: 978-3-86872-394-6
2. ISBN: 3-86872-394-3
Beschreibung: 59 S. : Ill., graph. Darst.
Beteiligte Personen: Altenkamp, Britta
Sprache: ger
Fußnote: Literaturangaben. - Enth. 7 Beitr.
Mediengruppe: Buch