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Hausfrau für zwei Länder sein
zur Reproduktion des transnationalen Haushalts
VerfasserIn: Haidinger, Bettina
Verfasserangabe: Bettina Haidinger
Jahr: 2013
Verlag: Münster, Westfälisches Dampfboot
Mediengruppe: Buch
nicht verfügbarnicht verfügbar
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: GS.OF Haid / College 3h - Gender Status: Entliehen Frist: 20.07.2022 Vorbestellungen: 0
Inhalt
Migrantinnen sind als Haushaltsarbeiterinnen wesentliche Akteurinnen in der sozialen Reproduktion von Haushalten. Einerseits tragen sie als Lohnarbeiterinnen zur sozialen Reproduktion Europäischer Privathaushalte bei, andererseits sind sie als „female breadwinners“ für die Finanzierung des Haushalts in ihrem Herkunftsland verantwortlich. Betina Haidinger stellt in ihrer Studie den Haushalt als (Re-)Produktionsort ins Zentrum einer Analyse, die transnationalen Beziehungs- und Betreuungskonstellationen vor dem Hintergrund struktureller Macht- und Reichtumsungleichgewichte auf die Spur geht. Am Beispiel ukrainischer Migrantinnen in Österreich analysiert sie den Balanceakt transnationaler Haushaltsorganisation: Zwischen dem Trennungsschmerz von ihren Kindern, der emotionalen Verbundenheit zu einem weit entfernten Zuhause und der vermeintlichen Notwendigkeit der Migration, um ihrer sozialen und ökonomischen Verantwortung für die Familie nachzukommen, ist das Leben dieser Frauen von widersprüchlicher Klassenmobilität, von sich verändernden (Geschlechter-)Beziehungen sowie von vielfältigen und ambivalenten Bedeutungen von „zuhause“ und von „Arbeit zuhause“ geprägt.
 
/ AUS DEM INHALT: / / /
I n h a l t
Vorwort 9
1 Einleitung 10
1.1 Privathaushalt im Kontext 10
1.2 Zum Aufbau des Buchs 12
2 Theoretische und methodische Fassung des
transnationalen Haushalts 15
3 Haushaltskonzepte, transnationale Räume und
Gendered Geographies o f Power 22
3.1 Das Konzept des Haushalts im transnationalen Kontext 22
3.2 Haushaltsorganisation und Geschlechterverhältnisse 27
3.3 Der Haushalt im Weltsystem 31
3.4 Von Haushaltsstrategien zu ... 35
3.5 Taktiken in multiplen, "verschachtelten", verstreuten
Geographien des Haushalts 37
3.6 Der Haushalt als Re-Produktionsort 42
3.7 Zusammenfassung 45
4 Von Transnational bis Neoliberal: Praxen der Migration 47
4.1 Nomaden im neoliberalen Grenzregime 50
4.2 Entwicklung durch Migration 53
4.2.1 Soziale Normen und kulturelle Werte als
geschlechtsspezifische Dimensionen des
Entwicklungs-Migration-Nexus 55
4.3 TransnationalMothering-, Familienideolgie
und Haushaltspraktiken 58
4.3.1 Unkonventionelle und imaginierte Familien
und ihre Grenzen 60
http://d-nb.info/1028687974
4.4 Globale Betreuungsketten 63
4.5 Zusammenfassung 66
5 Synthese: Vergeschlechtlichte Machtgeometrien
transnationalen Haushaltens 68
6 Die Transnationalisierung sozialer Ungleichheit
in-between Osterreich und der Ukraine 7 7
6.1 Wohlfahrtsstaatliche Regulierungen, Arbeitsteilung
und Geschlechterarrangements 84
6.2 Ukraine's Times of Change 87
6.2.1 Von der realsozialistischen zur marktwirtschaftlichen
Regulation: Auswirkungen auf ukrainische Haushalte
und ihre Praktiken 87
6.2.2 Von der Orangerien Revolution zur Finanz- und
Wirtschaftskrise 93
6.2.3 Armutsreduktion aus der Geschlechterperspektive 97
6.2.4 Erweiterte Verantwortlichkeiten des Haushalts oder
Verantwortlichkeiten des erweiterten Haushalts 103
6.2.5 Zarobitchanstvo-, Gender matters 104
6.2.6 Diskurse über Zarobitchany. Der abwesende Körper 106
6.3 Der Arbeitsmarkt Privathaushalt in Osterreich 111
6.3.1 Aspekte der Arbeitsmarktintegration von
Mehrheitsösterreicherinnen und Migrantinnen 112
6.3.2 Politik der Reproduktion 115
6.3.3 Frauen-Arbeits-Migration aus der Ukraine
nach Österreich 119
7 Praktiken als Taktiken der transnationalen Haushaltsorganisation
in Räumen widersprüchlicher Klassenmobilität 123
8 Arbeitsbeziehungen im transnationalen Haushalt 128
8.1 Bezahlte Haushaltsarbeit in der transnationalen
"Dienstbotinnengesellschaft" 129
8.2 Persönliche Machtbeziehungen in informellen und
affektiven Arbeitszusammenhängen 135
8.3 "Hier bin ich nichts, aber ich lebe besser als in der Ukraine":
Ubergangs- und Zweckcharakter von Haushaltsarbeit 141
8.4 Das Geschlecht bei der (un)bezahlten Haushaltsarbeit 145
Multiple und zwiespältige Zuhause zwischen Ukraine
und Österreich 148
9.1 Veränderte Beziehungs-und Betreuungskonstellationen 152
9.1.1 Long-distance Beziehungen zwischen Müttern und
ihren Kindern: zwischen Kontrollverlust und
alternativem Rollenverständnis 152
9.1.2 Wer sorgt? 169
9.1.3 Trennung, Scheidung und Ausbruch aus
konventionellen Arrangements 180
9.2 Sich verändernde Motivationen des Kommens -
Motivationen des Bleibens - Motivationen des Verlassens 184
9.2.1 Günstige Gelegenheiten wahrnehmen:
"Wer nicht riskiert, trinkt keinen Champagner." 184
9.2.2 Intergenerationaler Statuserhalt zwischen
Verzweiflung und Legitimationsargument 188
9.2.3 Nachholen der Familienangehörigen 198
9.2.4 Ländliche traditionelle Einöde vs. moderne Stadt 201
9.2.5 Politische Motivation: Stärkung der Herkunftsnation 204
9.2.6 Rücküberweisungen und immaterielle Leerstellen 207
9.2.7 Liebesbeziehungen und Alltagsbeziehungen:
"Warum sitzt du? Geh und tanze!" 211
9.2.8 Perspektiven widersprüchlicher Klassenmobilität:
Heirat, Studium, dequalifizierte Beschäftigung,
Rückkehr 215
9.3 Reziprozitäten im "Wiener Refugium" 222
9.3.1 Vom eigenen Haus in eine WG: Diskriminierung
und neue Perspektiven aufs Zusammenleben 223
9.3.2 Alltag im Wiener Refugium 225
9.3.3 Arbeitsteilung Haushaltsarbeit 229
9.3.4 Solidarität, Unterstützung und Neid 231
9.4 "Der fremde Haushalt" 237
10 Subsistenzwirtschaft,_ß/
Details
VerfasserIn: Haidinger, Bettina
VerfasserInnenangabe: Bettina Haidinger
Jahr: 2013
Verlag: Münster, Westfälisches Dampfboot
Systematik: GS.OF
ISBN: 978-3-89691-931-1
2. ISBN: 3-89691-931-8
Beschreibung: 1. Aufl., 289 S.
Sprache: ger
Mediengruppe: Buch