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Die Schnapsstadt
Roman
VerfasserIn: Mo, Yan
Verfasserangabe: Mo Yan. Dt. von Peter Weber-Schäfer
Jahr: 2002
Verlag: Reinbek bei Hamburg, Rowohlt
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
"Die Revolution ist wie Saturn, sie frißt ihre eigenen Kinder", und das tut sie bei Mo Yan in einem wörtlichen Sinn: Gerüchte besagen, dass in einer entlegenen Provinz Chinas dekadente Parteikader, die nach der Wirtschaftswende zu Reichtum gekommen sind, kleine Kinder nach allen Regeln der Kochkunst zubereiten lassen. Sonderermittler Ding Gou'er wird in die "Schnapsstadt" entsandt, um der Sache auf den Grund zu gehen. Doch kaum hat Ding den Fall aufgegriffen, sieht er sich konfrontiert mit einer wahnhaften Welt, die von Aberglaube und Korruption, von Anmaßung und Gier beherrscht wird. "Die Schnapsstadt" ist eine virtuose Groteske, eine politische Allegorie, die das neue China der toten Ideale und seine gesellschaftliche Wirklichkeit kühn gegen den Strich bürstet. "Mo Yan verdient einen Platz im Pantheon der Weltliteratur. Seine Stimme wird den Weg ins Herz seiner Leser finden wie die von Kundera und Garcìa Marquez." (Amy Tan)Mo Yan kam als Bauernsohn in der Provinz Shandong zur Welt. Während der Kulturrevolution verließ er die Schule, um in einer Fabrik zu arbeiten. Mit 20 Jahren trat er in die Volksbefreiungsarmee ein, wo er noch als Soldat sein literarisches Schaffen begann. Zu Beginn der 80er Jahre fiel er dann mit ersten Veröffentlichungen auf. Als erstes erschien von ihm eine Sammlung von Erzählungen Der kristallene Rettich, deutsch in Auszügen 1997 als "Trockener Fluss" erschienen. 1984 begann er, an der Literaturabteilung der Kulturakademie der Armee zu unterrichten. Im Jahr 1986 schloss er das Studium an der Kunsthochschule der Volksbefreiungsarmee ab. Der literarische Durchbruch gelang ihm 1987 mit der Veröffentlichung des Novellenzyklus Die rote Sorghumhirse, der als Das rote Kornfeld im deutschsprachigen Raum bekannt wurde. Der Roman zählt zur chinesischen Literatur der Wurzelsuche und fand auch internationale Anerkennung durch die Verfilmung Rotes Kornfeld von Zhang Yimou. Mo Yan kann als Schriftsteller des ungeschminkten Lebens der chinesischen ländlichen Provinz betrachtet werden, der schon früh die Zwänge des offiziell sanktionierten Realismus hinter sich ließ, und dessen literarisches Schaffen unverkennbar und zunehmend von der Strömung des magischen Realismus beeinflusst ist.Mo Yan ist ein Pseudonym und heißt sinngemäß "der Sprachlose"; sein wirklicher Name ist Guan Moye.
Details
VerfasserIn: Mo, Yan
VerfasserInnenangabe: Mo Yan. Dt. von Peter Weber-Schäfer
Jahr: 2002
Verlag: Reinbek bei Hamburg, Rowohlt
Systematik: DR
ISBN: 3-498-04387-0
Beschreibung: 1. Aufl., 511 S.
Beteiligte Personen: Weber-Schäfer, Peter
Originaltitel: Jiuguo <dt.>
Mediengruppe: Buch