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Im Gedächtnispalast
eine Kulturgeschichte des Denkens
Verfasserangabe: Jean-Yves & Marc Tadié. Aus dem Franz. von Hainer Kober
Jahr: 2003
Verlag: Stuttgart, Klett-Cotta
Mediengruppe: Buch
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: PI.HLG Tad / College 3f - Psychologie / Psychologie Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
Das Gedächtnis ist eine Symphonie in vier Sätzen - Erinnerung macht den Menschen zum Menschen, Vergessen hält ihn am Leben. – Im Spannungsfeld zwischen den gegensätzlichen Aufgaben des Gehirns überwindet die eingängige Überblicksdarstellung die Grenzen zwischen Kognitionswissenschaft und Literatur mit Eleganz und Esprit. Für Wissensdurstige öffnen die Brüder Tadié Schatzkammern im Palast des Denkens. Kenntnisreich und belesen formulieren sie eine Poetik des menschlichen Gedächtnisses: seine entscheidende Bedeutung für die eigene Identität, seine physiologischen Grundlagen und seine Störungen. Eingebettet in eine Kulturgeschichte des Erinnerns von der Antike bis zur Gegenwart mit Belegen aus Philosophie und Literatur. Der sechste Sinn des Menschen entfaltet sich in seiner ganzen Bandbreite. So erklärt sich die Faszination, die auf Künstler und Naturwissenschaftler von den Themen Erinnerung und Vergessen von jeher ausging. Denn: »Das Gedächtnis ist die erste Voraussetzung des Genies« (Balzac). »... Die Wissenschaft ist arbeitsteilig organisiert. Die einen beschäftigen sich mit dem Geist, die anderen mit dem Körper, und beide finden es nicht immer einfach, miteinander zu reden. Familienbande können da von Nutzen sein, die Gräben zwischen den Disziplinen zu überbrücken. Eben dies haben die Autoren des vorliegenden Buchs, die Gebrüder Tadié, unternommen. ... Jean-Yves ist nicht nur Biograph und Herausgeber der Werke Marcel Prousts, dessen literarisches Zentralthema die Erinnerung war; er hat sich auch ausführlich mit dem Gedächtnis als Topos der europäischen Geistesgeschichte beschäftigt. Und Marc hat täglich mit Kopfverletzungen und anderen Schädigungen des Gehirns zu tun. ... Der Körper, sagen die Autoren, "ist der unverzichtbare Mittler zwischen der Außenwelt und unserem Geist." Welche zentrale Rolle für letzteren das Gedächtnis spielt, demonstrieren sie auf vielfältige und eindrucksvolle Weise. ...« Florian Coulmas (Süddeutsche Zeitung »Zwei Brüder schreiben ein wunderschönes Buch über das menschliche Gedächtnis und das Erinnern. Renommierter Neurologe und Neurochirurg der eine, Professor für französische Literatur an der Pariser Sorbonne der andere. Ihnen gelingt, was manchem anstößig erscheint: souverän verweben sie den spröden Stoff funktionaler Gedächtnisphysiologie mit fragiler Poesie. Aktuellste Erkenntnisse der Hirnforschung treten in Dialog mit Philosophie und Literatur. So wird die faszinierende menschliche Gabe des Sich-erinnern-Könnens erkundet. ... Mittels des dicht gesponnenen Netzes von Verknüpfungen zwischen Wissenschaft und Poesie aber - so das Credo -, gelingt ein sinnlicher Nachvollzug der Wissensinhalte. ... Eine unbedingt empfehlenswerte Lektüre.« Kathrin Schulz - Der blaue Reiter
Details
VerfasserInnenangabe: Jean-Yves & Marc Tadié. Aus dem Franz. von Hainer Kober
Jahr: 2003
Verlag: Stuttgart, Klett-Cotta
Systematik: PI.HLG
ISBN: 3-608-94294-7
Beschreibung: 316 S. : Ill.
Originaltitel: Le sens de la mémoire <dt.>
Fußnote: Literaturverz. S. 304 - 308
Mediengruppe: Buch