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Entfremdung bei Perversionen
Verfasserangabe: M. Masud R. Khan ; aus dem Englischen von Waltrud Klüwer
Jahr: 2018
Verlag: Gießen, Psychosozial-Verlag
Mediengruppe: Buch
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: PI.HPP Khan / College 3f - Psychologie Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
Im Mittelpunkt von Masud Khans theoretischen Ausführungen zur Perversion steht die These, dass das pervers agierende Individuum ein unpersönliches Objekt ¿ einen Fetisch, eine stereotype Fantasie oder eine pornografische Darstellung ¿ zwischen sich und seinen Sexualpartner schiebt. Diese Formen des neutralisierenden Objekts haben zur Folge, dass es sich von sich selbst und von seinem Liebesobjekt entfremdet. Der Autor sieht den Ursprung von Perversionen in einer gestörten Mutter-Kind-Beziehung, die es dem Kind unmöglich macht, Übergangsobjekte zu finden und zu nutzen. Khan beleuchtet diese Fehlentwicklungen und ihre Folgen in verschiedenen Kontexten und trägt so eine Fülle von Material aus seiner klinischen Erfahrung zusammen. Seine Ausführungen gehören zu den Klassikern im Forschungsfeld der Perversionen. / / Karl Marx und Sigmund Freud haben die Krankheit der westlichen jüdisch-christlichen Kultur als Entfremdung diagnostiziert – Marx als Entfremdung der Menschen von der Gesellschaft, Freud als Entfremdung des Menschen von sich selbst. Im Zentrum der theoretischen Überlegungen Masud Khans steht die Auffassung, dass wir es bei Perversionen mit den Folgen einer aufgrund von Fehlentwicklungen in der Beziehung zwischen Mutter und Kind misslungenen Integration des Ichs zu tun haben. In verschiedenen Zusammenhängen führt Masud Khan diese Fehlentwicklung auf eine Idolisierung des Kindes durch die Mutter zurück, eine unbewusste Rollenerwartung, die es dem Kind unmöglich macht, Übergangsobjekte zu finden und zu benutzen. Erfahrungen aus einer Reihe von Analysen haben Masud Khan darüber hinaus zu der Überzeugung geführt, dass die von Freud verworfene Theorie der tatsächlichen Verführung, die eine akute Spaltung im Ich erzeuge, wiederbelebt werden sollte. In Übereinstimmung mit den Auffassungen Phyllis Greenacres sagt er, dass es dabei nicht so sehr auf ein einzelnes Ereignis ankomme als vielmehr auf einen bestimmten Modus psychophysischer Intimität zwischen Eltern und Kind. Ein großer Vorzug dieses Buches besteht darin, dass Masud Khan auch die Quellen seiner theoretischen Überlegungen ausführlich darstellt. Das Buch trägt somit eine Fülle von Material aus seiner reichen klinischen Erfahrung zusammen.
 
AUS DEM INHALT: / / / Vorwort 7 / 1. Die Wiedergutmachung am Selbst als idolisiertem inneren Objekt 9 / 2. Intimität, Komplizenschaft und Gemeinsamkeit in der Perversion 19 / 3. Die Rolle polymorph-perverser Körpererfahrungen und Objektbeziehungen bei der Ich-Integration 38 / 4. Die Rolle der infantilen Sexualität und der frühen Objektbeziehungen bei der weiblichen Homosexualität 75 / 5. Die Rolle des »montierten inneren Objekts« (»collated internal object«) bei der Perversionsbildung 170 / 6. Der Fetisch als Negation des Selbst. Klinische Bemerkungen über Vorhaut-Fetischismus bei einem Homosexuellen 197 / 7. Kannibalistische Zärtlichkeit in der nichtgenitalen Sinnlichkeit 253 / 8. Der Ich-Orgasmus in der bisexuellen Liebe 265 / 9. Die Rolle von Wille und Macht in der Perversion 282 / 10. Vom Masochismus zum seelischen Schmerz. 301 / 11. Pornographie und die Politik von Zorn und Subversion 314 / Literaturverzeichnis 326 / Nachweise 337 / Namenregister 339 / Sachregister 341
Details
VerfasserInnenangabe: M. Masud R. Khan ; aus dem Englischen von Waltrud Klüwer
Jahr: 2018
Verlag: Gießen, Psychosozial-Verlag
Systematik: PI.HPP
ISBN: 978-3-8379-2763-4
2. ISBN: 3-8379-2763-6
Beschreibung: 2. Auflage, unveränderter Nachdruck der deutschen Erstausgabe von 1983, 343 Seiten
Beteiligte Personen: Klüwer, Waltraud
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Alienation in perversions
Fußnote: Literaturverzeichnis: Seite 326 - [336]
Mediengruppe: Buch